Wir dürfen wieder trainieren

Nach 3 Monaten dürfen die Kunstradfahrer seit dem 15. Juni wieder in die Sporthalle. Ob diese Zeit in der nationalen Konkurrenz wieder aufgeholt werden kann, muss die Zukunft zeigen. Für die meisten Mitbewerbe auf nationaler Ebene hat der Lockdown schon vor 8 Wochen geendet. Hoch motiviert sind die Bernloher.

 

Aber hierfür waren natürlich einige Bedingungen zu erfüllen, die an dem Hygienekonzept von DOSB, BDR, RKB angelehnt sind. Nur Kadersportler aus Bund oder Land sind zugelassen. Die Sportler wurden auf Namenslisten mit der Kaderzugehörigkeit aufgelistet. Jeder Sportler hat eine Fläche, die er während des Trainings nicht verläßt. Jeder Sportler hat seinen eigenen Trainer bzw. Betreuer. Zudem werden Masken getragen und die Sportgeräte regelmäßig desinfiziert.

 

Wollen wir hoffen, dass damit einer Ansteckung ausreichend vorgebeugt ist. Wenn was passiert, ist der Segen schnell wieder vorbei.


Hier noch einige Fotos von Rainer Kraus aus Bruckmühl. Danke dafür.

Plakat zur Bayerischen Meisterschaft der Junioren

Daniel Stark:

"Da links sind wir ja drauf. Das sieht so aus, als wären wir die Stars"

Trainerkommentar:

"Es ist jetzt auch bei Daniel angekommen. Ja - Ihr seid Stars, aber nur wenn ihr nicht abhebt. Es ist für uns eine Ehre, wenn Ihr auf solchen Plakaten als Zuschauermagneten erscheint."

 

Bericht hiervon in der RHV:

https://www.nordbayern.de/1.9920772

Bayerische Meisterschaft der Junioren -  Kunstradfahrer in Forchheim

Die Kunstradfahrer des TSV Bernlohe hatten in diesem Jahr eine vergleichsweise kurze Anreise zur bayerischen Meisterschaft. Es ging in das oberfränkische Forchheim in die Ehrenbürghalle, wo die Concordia Kirchehrenbach die Wettbewerbe ausrichtete. Neben den Kunstradfahrern gingen auch Reigen an den Start so dass sich ca. 120 Sportler in neun Disziplinen um bayerische Meistertitel bewarben und hofften, sich für höhere Aufgaben, wie die Halbfinals zur Deutschen Meisterschaft, zu qualifizieren. Das Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft der Kunstradfahrer wird Mitte April in Ilsfeld / Baden-Württemberg und die Deutsche Meisterschaft Anfang Mai in Wetzlar / Hessen ausgetragen.

An den Start gingen Daniel und Alexander Stark. Sie traten im 1er Kunstradfahren als schärfste Gegner gegeneinander an und waren dann im 2er ein eingeschworenes Geschwisterteam. Für ehrgeizige Sportler nicht immer eine einfache Angelegenheit.

Vormittags im 1er hatte jeder sein eigenes Programm, das es in der Einfahrhalle zu trainieren galt, bevor sie es dann auf der Wettkampffläche Zuschauern und Kommissären präsentieren konnten. Da die beiden aktuell die besten bayerischen Kunstradfahrer sind, stellte sich nur die Frage, wer den Meistertitel nach Hause turnen würde. Alexander hatte schon Trainingstage dabei, wo der zwei Jahre jüngere Daniel ihm das Wasser abgrub.

Hierzu musste Daniel allerdings seine Bestleistung präsentieren und Alexander viele heftige Fehler machen. Um seinem Bruder näher zu kommen, hatte Daniel den Schwierigkeitsgrad seines Programms gegenüber der Bezirksmeisterschaft um 3 Punkte erhöht. Das steigerte natürlich auch das Risiko.

Daniel zeigte sich hervorragend gerüstet und spulte sein Programm so ab, das am Ende eine neue persönliche Bestleistung stand. Drehungen und schwierige Steigerübergänge sowie noch relativ neue Übungen, bei denen die Betreuer in der Coachingzone die Luft anhielten, meisterte er und freute sich am Schluss über eine neue Bestleistung. So, er hatte sein Ding gemacht, jetzt durfte Alexander zeigen ob er der Vorgabe standhielt.

Alexander hielt stand, aber er wackelte durchaus zum Ende seines Programmes hin. War die erste Hälfte des Programms nahezu abzugsfrei, zeigte er in der zweiten Hälfte doch erstaunlich und für die Betreuer unerwartete Unsicherheiten, die ganz schnell mal 10 Punkte kosteten, so dass sein 22 Punkte Vorsprung im Schwierigkeitsgrad zunehmend schwand. Aber dann bekam er scheinbar die zweite Luft und brachte zum Ende hin wieder Stabilität in seine Übungen und hatte dann doch 15 Punkte Vorsprung und damit auch den bayerischen Meistertitel in der Tasche. Bruder Daniel hatte das schon geahnt und begnügte sich mit dem Vizemeistertitel.

Kurze Mittagspause und dann gings schon wieder in die Trainingshalle. Aus den Konkurrenten wurde jetzt ein Team. Alexander machte gleich am Anfang eine Ansage: „Wir machen nicht viel. Das Programm steckt uns noch in den Knochen. Wir fahren das 2er Programm ohne viel Aufwand. Ein paar Handstände und das reicht.“ Das Stirnrunzeln des Trainers ignorierten die beiden. Aber es sollte sich zeigen, dass sie ihr Vermögen gut eingeschätzt haben.

Die ersten Übungen sind ausschlaggebend für ihr Programm. Der Handstand von Daniel mit dem Bruder unter ihm in der Sattellage ist immer eine heikle Geschichte und geht an die Grenzen dessen was er in Kraft und Sensibilität im Augenblick bieten kann. Danach gleich nochmals Handstand mit dem Bruder im Reitsitz. Wäre mal interessant zu testen wessen Puls danach höher schlägt, der der Sportler oder der der Betreuer.

Nach der vierten Übung musste sich Alexander mit dem Rücken in Fahrtrichtung fahrend, den Bruder hinten auf den Dornen stehend, umdrehen, da die nächste Übung mit dem Gesicht in Fahrtrichtung zu zeigen war. Dabei verlor er die Kontrolle über das Rad, das sich bedenklich zur Seite neigte. Ein schneller Griff an den Lenker richtete es wieder auf. Doch da kam ihm die Tischreihe der Kommissäre entgegen. Die gingen so weit wie möglich schon in Sicherheit, in der Gewissheit, dass die Jungs da gleich einschlagen werden, was durchaus bei anderen Sportlern schon passiert ist. Alexander bekam die Kontrolle zurück und steuert sich, Rad und Bruder um Zentimeter am Einschlag vorbei. Fantastisch wie Daniel mit stoischer Ruhe hier seinem Bruder vertraut hat. Das ist ein Team.

Der Rest war lange eingeübte Akrobatik auf ein und zwei Rädern und wurde von den beiden Brüdern routiniert abgespult.

 

Mit zwei Meistertiteln und einem zweiten Platz, sowie qualifiziert zur Teilnahme an den in zwei Wochen startenden Junior Masters sowie zum Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft können die Geschwister Stark sowie der erfolgsverwöhnte TSV Bernlohe sehr stolz sein.


Daniel Stark siegt souverän in Abwesenheit seines Bruders

Dennoch dürfte das Ergebnis ihn nicht besonders glücklich gemacht haben, stehen doch jetzt die bayerische Meisterschaft und die nationalen Qualifikationswettbewerbe an. Zehn Punkte weniger als bei der Bezirksmeisterschaft sind nur erklärbar, weil auf Grund des erfolgreichen Trainings für die weiterführenden Meisterschaften das jetzt gezeigte Programm nicht mehr wirklich trainiert wurde. Also Kopf hoch - des wird schon wieder.


Der erste Weltcup in 2020 fand am 29. Februar in Koblach / Österreich statt

Dieses Jahr begann für Milena auf Platz 2 hinter Maren Haase vom Blitz Hoffnungsthal. Aber die Saison ist noch lang und es kann sich in den verbleibenden drei Wettbewerben noch viel ändern.

Bericht von Milena:

Am 29.02. startete die Kunstrad-Weltcup-Serie in das dritte Jahr. Der Austragungsort des ersten Weltcups war anders als die letzten beiden Jahre nicht Prag, sondern Koblach in Vorarlberg (AUT). Die Veranstaltung war vom ausrichtenden Verein ARBÖ RC 11er Meiningen gut organisiert und die Halle bot gute Bedingungen für den Wettkampf.

 

An den Parkettboden musste ich mich erstmal gewöhnen, da ich im Normalfall auf einem PVC-Boden fahre und sehr selten auf Parkett – zum letzten Mal beim WM-Vorbereitungslehrgang Anfang November 2019. Nachdem ich mich beim Einfahren an das

dauerhafte leichte „hoppeln“ und die ein oder andere knifflige Stelle auf der Fläche eingestellt hatte, fühlte ich mich sicher bei meinen Übungen.

 

Nach der letzten Saison, die mit der WM im Dezember ihren Abschluss fand, brauchte ich etwas Zeit, um meine Puffer wieder aufzufüllen und im Training wieder auf ein wettkampftaugliches Level zu kommen. Die Tatsache, dass mein erster Wettkampf seit der WM gleich ein Weltcup war, erhöhte den Druck im Training spürbar. Auch wenn ich im Training bei meinem Programm beispielsweise den Schweizer Sattellenkerhandstand noch nicht immer geschafft habe oder auch die Kürzeit von maximal 5 Minuten ein schwerer Gegner war, bin ich bewusst das Risiko eingegangen und bin mit dem gleichen Programm wie am WM-Finale (197,50 Punkte) an den Start gegangen.

 

Der Einstieg in mein Programm gelang mir sehr gut und nahezu abzugsfrei. Auch beim Schweizer Sattellenkerhandstand habe ich das Hochdrücken geschafft, nach der ersten Kurve ist mir aber das Rad verkippt und ich musste ihn abbrechen, um nicht zu stürzen. 

Danach kam ich schnell wieder in einen guten Fluss und konnte meine restlichen Übungen in guter Qualität und ohne Fehler zeigen. Da ich mir nach dem sehr erfolgreichen, aber kraftraubenden Jahr 2019 meine Form erst wieder neu erarbeiten musste, bin ich sehr froh über dieses sturzfreie Programm und eine gute Präsentation. Der abgebrochene Sattellenkerhandstand hat mich an diesem Tag den ersten Platz gekostet. Mit 11,4 Punkten Abzug fiel dieser schwer ins Gewicht und ich erreichte mit 178,57 Punkten den zweiten Platz. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Wettkampf, besonders weil ich mich nach dem Handstand nicht aus der Ruhe bringen lassen habe und zum ersten Mal im Wettkampf die Lenkerstanddrehung 3,5-fach gezeigt habe; d. h. sieben 180°-Drehungen auf dem Lenker stehend um die eigene Achse. Ich freue mich sehr, dass dies im ersten Versuch im Wettbewerb gleich so gut gelungen ist.

 

Auch Trainerin Petra Slupina meinte nach dem Wettkampf: Mit der Fahrt bin ich zufrieden, gerade für diesen Zeitpunkt im Jahr. Insgesamt war es ein guter Einstieg in die vierteilige Weltcup-Serie. Bei der Siegerehrung wurden anschließend Blumen und eine Sachertorte überreicht. Das Podest komplettierten Maren Haase als Tagessiegerin (181,45 Punkte, Hoffnungsthal/GER) und Lorena Schneider (166,79 Punkte, Höchst/AUT).

 

Die nächste Weltcup Station wird Ende Juni Komarno (SVK) sein. Im Training werde ich nun mein Augenmerk weiterhin auf die Handstände legen und mein Ausdauertraining verstärken. Ich möchte an den routinierten Abläufen feilen, um die ein oder andere 

Sekunde einzusparen, aber auch an neuen Übungen arbeiten, um die Schwierigkeitspunktzahl zu erhöhen. Außerdem freue ich mich darauf nächsten Sonntag beim Heimspieltag der Hilpoltsteiner Tischtennismannschaft in der Pause eine kleine Show zu zeigen.

Bericht der RHV:



Bezirksmeisterschaft der Junioren

Die Titel 1 und 2 sind eingefahren. Daniel kam an seinem Bruder nicht vorbei und belegte den 2. Platz.

 

Wir sind zwar noch nicht auf Bestniveau, haben aber schon einen großen Schritt gemacht. Am Samstag waren wir noch in Gutach / Schwarzwald zum Kadertraining und abends gegen 22 Uhr wieder zurück. Nur eine kurze Nacht für unsere Sportler und dann ab 8:30 Uhr schon wieder in Wendelstein. Die beiden Jungs hatten Muskelkater vom Intensivtraining mit dem Bundestrainer. Der hat sie haltungsmäßig so richtig in die Mangel genommen. 

 

Aber es hat sich gelohnt. Die 2er Kür gelang ihnen schon recht gut, ohne dass ein Programmteil aus der Zeit fiel, was erst einmal die Hauptsache war. Die Handstände von Daniel sind sehr stabil geworden und auch deutlich schneller als in den letzten Wochen. Das Ergebnis spricht hier für sich. Natürlich deutlich verbesserte neue Bestleistung. Auch der Schulterstand von Daniel im Steuerrohrsteiger wurde wie selbstverständlich gezeigt. Wenn es so weitergeht, haben wir neue Champions beim TSV Bernlohe.

 

Die 1er Disziplinen waren leider dadurch geprägt, dass gerade einmal 15 Minuten nach dem 2er mit enormer Belastung gerade bei Alexander die Einfahrphase war und dann nach weiteren 15 Minuten der Wettkampf fortgeführt wurde. Verständnis für die Extrembelastungen hat man im Bezirk leider überhaupt nicht. 

 

Dennoch konnte Daniel fast an seine beste Trainingsbestleistung herankommen, was damit dann auch eine neue persönliche Bestleistung bedeutete. Alexander musste dem Kräfteverschleiß dann doch Tribut zollen und hatte neben 3 Stürzen auch Prozentabzüge zu verkraften. Er blieb knapp unter seiner Bestleistung wurde aber souverän Bezirksmeister. 

 

Die Aussichten sind für dieses Jahr durchaus gut. Diese Extrembelastung werden die Beiden eher nicht mehr haben.


50. Ball des Sports in Wiesbaden (von Milena Slupina)

Um den Ball des Sports mit einem Wort beschreiben: GRANDIOS – besser kann ich das Erlebnis nicht in Worte fassen. 

 

Zur Einstimmung auf den Ball durfte ich zusammen mit meiner Trainerin und Mutter Petra bereits am Freitag Abend zur Henkell Sektnacht. Die Gala stand auch unter dem Thema Sport und so konnte ich mich im Fechten und Schießen á la Biathlon versuchen sowie Live-Musik und Party-Stimmung erleben.

 

Am Samstag beim 50. Ball des Sports ging es Schlag auf Schlag: Begrüßt von Franziska van Almsick auf dem roten Teppich, auf der Bühne empfangen von Herrn Bundespräsident Steinmeier, namentlich als Weltmeisterin aufgerufen von Johannes B. Kerner mit 

Fotoeinblendungen auf Riesenleinwänden, Hände schütteln mit den Vorständen führender Unternehmen... das bildete den Anfang eines erlebnisreichen Abends.

 

Weitere Highlights: Gemeinsam auf der Bühne mit den erfolgreichsten Sportlern des vergangenen Jahres, darunter auch Niklas Kaul und Malaika Mihambo; beeindruckende Reitsport-Vorführungen inmitten des Ballsaals (der im Laufe des Abends mehrfach umgebaut wurde) von der weltbesten Dressurreiterin Isabell Werth, Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke und vielen weiteren Größen des Sports.

Nelson Müller wartete mit einem tollen Drei-Gänge-Menü auf und später konnten wir in der Genießer-Lounge Leckereien von Johann Lafer genießen. Mit Herbert Grönemeyer stand ein gigantischer Mitternachts-Act auf dem Programm und das ca. 1,5-stündige Konzert nahm mich und die anderen Ballgäste gefangen.

 

Neben den „großen“ Programmpunkten gab es viele Aktivstationen, einen Dancefloor, Silent Disco und Lounges von Unternehmen – unter anderem hatte ich die Möglichkeit mit Torwarthandschuhen meine Geschicklichkeit zu beweisen und etwas Geld für die 

Sporthilfe zu „verdienen“ oder auf einem Reit-Simulator einen Parcours zu absolvieren. Die Zeit verging wie im Flug, sodass wir den letzten Shuttle um 4:15 Uhr verpasst haben. 

 

Letztendlich ging es für uns erst in den Morgenstunden glücklich und mit einem Herzen voller Erlebnisse und neuer Eindrücke in Richtung Hotel.

 

Danke an die Deutsche Sporthilfe für das spektakuläre Event.

Milena Slupina ist hier ebenfalls dabei.

mehr unter:

https://www.sporthilfe.de/events/ball-des-sports/


Sportlerehrung zum Jahr 2019

Erst zeigte Milena alleine eine kleine Show und erntete dafür Standing Ovation der gesamten Halle.

Dann wurden die Bernloher Sportler Milena Slupina, Alexander Stark, Daniel Stark für die Leistungen des letzten Jahres geehrt.

Am Ende konnte Milena auch noch die Wahl zur Sportlerin des Jahres gewinnen. Zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal überhaupt.

 

Im 10. Jahr nach dem Gewinn ihrer ersten Spitzenplatzierung in Berlin hat sie alles gewonnen was man überhaupt als Kunstradfahrer innerhalb eines Jahres gewinnen kann.

 

Bericht in der RHV: https://www.nordbayern.de/region/roth/die-beste-der-welt-milena-slupina-gelingt-der-titel-hattrick-1.9713605?searched=true