Bericht in der RHV vom 7.11.2019

Bundespokal der Solidarität 2019 in Rimpar

Wie jedes Jahr so auch in diesem wurde der Bundespokal der Solidarität eine Woche nach der Deutschen Meisterschaft als Jahresabschluss der Kunstradfahrer ausgetragen. Dieses Mal war Rimpar bei Würzburg der Gastgeber der zweitägigen Veranstaltung.

Nach einem Jahr voller Wettkämpfe ist das Treffen auch gleichzeitig die Möglichkeit wieder die Kontakte zu pflegen oder überhaupt welche zu knüpfen. Die meisten Sportler kennen sich untereinander von gemeinsamen Trainingslagern und natürlich auch gemeinsam ausgetragenen Wettkämpfen. 

U15 Schüler

Als erster Starter war vom TSV Bernlohe Gabriel Estrin aufgerufen. Er hatte ein Programm, dass schon im Hinblick auf das nächste Jahr. 5 der 25 Übungen waren neu ins Programm aufgenommen worden. Dabei geschah das recht kurzfristig, so dass eigentlich nicht genügend Zeit zum Üben des Ablaufs der Kunstradkür gegeben war.

Während eine der neuen Übungen nicht gelang, vergaß er auf Grund der Umstellungen eine Übung und kam am Ende mit einem nur durchschnittlichen Ergebnis auf den 5. Platz.

Anders Daniel Stark, der hier sein letztes Programm als Schüler zeigte und im nächsten Jahr bei den Junioren mitmischen wird. Er zeigte noch einmal sein Programm, mit dem er bei der Deutschen Meisterschaft auf den dritten Platz kam. Die gewachsene Routine war ihm anzusehen. In dem halben Jahr deutlich gereift, überbot er seine bisherige Bestleistung noch einmal um über einen Punkt und gewann mit über 20 Punkten Vorsprung souverän vor seinem Amorbacher Sportfreund Vu Phi Nguyen.

Sonderpokal für die beste Kür

Am Ende der Siegerehrung wird oft noch ein Pokal vergeben, für den der relativ zum Schwierigkeitsgrad die geringsten Abzüge hat. Völlig überraschend ging dieser Sonderpreis für die beste Kür des Tages an Daniel Stark vom TSV Bernlohe. 

U19 Junioren

Alexander Stark, ebenfalls mit einem neuen Programm in dem vier von dreißig Übungen neu hinzugefügt wurden, kam nicht wirklich gut zurecht. Einer schweren Erkältung in den vergangenen Wochen und entsprechendem Trainingsrückstand war das geschuldet. Das er dennoch gewann, zeigte, welchen Vorsprung er technisch vor seinen Mitbewerbern hat. Der positive Ausblick auf das kommende Jahr ist aber, dass die neuen Übungen schon ganz gut funktionieren. Die Routine für die Gesamtkür fehlte halt.

U19 2er

Beim Programm von Alexander und Daniel Stark wurden ebenfalls drei der fünfundzwanzig Übungen durch neue ausgetauscht. Die spektakulärste kam gleich am Anfang. Daniel fährt in einem Wettbewerb zum ersten Mal einen Handstand, während sein Bruder sich bemüht, möglichst ruhig und gleichmäßig das Rad um den Kreis zu fahren. Es gelang in perfekter Haltung ohne einen Zucker.

 

Leider mussten die Beiden bei ihrer schwierigsten Übung, der 1 ½-fachen Lenkerstanddrehung von Alexander mit Daniel auf den hinteren Dornen vom Rad. Den Rest meisterten die Geschwister dann aber wieder sehr gut. Heraus kam dann der zweite Platz, denn die Europameister aus Schleißheim waren unantastbar. 

Elite Frauen

Claudia Ridinger hatte auf Grund einer Sprunggelenksverletzung ihren Schwierigkeitsgrad deutlich reduziert und erst kurz vorher überhaupt entschieden, dass sie trotz Schmerzen starten wollte. Es war nichts gebrochen, aber die Schwellung im Fuß tat immer mal wieder spontan weh und das setzt sich im Unterbewusstsein fest. Sehr schön, dass sie dennoch startete und den fünften Platz erreichte.

Gesamtertrag für unseren Verein

Der TSV Bernlohe konnte glücklich nach Hause fahren mit zwei ersten, einem zweiten und zwei fünften Plätzen und der besten Tageskür.


 

Und wieder - DEUTSCHE MEISTERIN -  M I L E N A   S L U P I N A

Sie kann es - Die Kräfte richtig einteilen und das Risiko minimieren. Vorrunde etwas mit Pech behaftet, aber im Endlauf dann doch genial. Die drei anderen Finalteilnehmerinnen haben keine fehlerfrei Kür hinbekommen. Die Halle in Moers ist etwa speziell für die Top-Athletinnen und die haben durchaus ihre Wunschprogramme angepasst. Dabei heißt es, Schwierigkeiten runternehmen - JA - aber nicht so viel, dass die Gegner eine Chance haben. Im Gegensatz zu ihren Wettbewerberinnen hat Milena alles genau richtig gemacht. 

 

Bericht in der RHV:

Download
Siegerehrung Deutsche Meisterschaft mit Nationalhymne
IMG_3486.mov
QuickTime Video Format 88.6 MB

Ergebnisliste der Frauenvorrunde bei der Deutschen Meisterschaft

Die Vorrunde war für Milena jetzt nicht gerade Saisonbestleistung. Zu oft musste sie wieder aufsteigen und hat dabei auch noch Prozente für nicht vollständig ausgeführte Programmteile kassieren müssen. Aber das ist erst einmal nicht wichtig heute. Sie ist für das Finale qualifiziert und dann beginnt der Wettkampf um die Treppchenplätze wieder bei Null. Möge sie doch etwas besser sein als jetzt in der Mittagszeit.

Das Finale der Frauen findet heute, am Samstag zwischen 18:00 Uhr und 21:30 statt

Hier noch einmal der Link zum Videostream.


Bericht in der RHV vom 7.10.2019 von Stefanie Graff


Quali beim Internationalen Deutschlandcup in Sulzbach am Main ging daneben

Hier gab es die zweite Chance zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Acht haben sich bereits qualifiziert bei der 1. German Masters. Die anderen mussten Nachsitzen. Für unsere Claudia bedeutet das, dass sie unter die besten acht platzieren muss, wenn sie zur Deutschen Meisterschaft will und das wird ganz schön schwierig. 

Abziehen muss man die die grün gekennzeichneten Sportler, die bereits qualifiziert sind und die beiden Zübner - Mädels, da die für Italien starten.

Am Ende war es leider nur Platz 12, was Platz 9 der nicht qualifizierten Sportler bedeutete. Nur 1,7 Punkte fehlten Claudia zur Deutschen Meisterschaft in Moers.

 

Im Folgenden noch ein kleiner Bericht aus der RHV und die Ergebnisliste:


2. German Masters 2019 in Bad Schussenried

Ergebnisse sind noch nicht online. Um die Neugierigen zu befriedigen anbei die Ergebnisliste vom Vorlauf, die ich zufällig fotografier hatte.

Zudem habe ich auch die Final-Ergebnisse mitgeschrieben.

1. Viola Brand          RSV Unterweissach             193,39

2. Milena Slupina     TSV Bernlohe                       189,09

3. Maren Haase       RV Blitz Hoffnungsthal          185,66

Damit sind Milena und Viola bzgl. der Masterswertung punktgleich.

Bzgl der WM-Qualifikation sind die beiden nahezu durch. Rein rechnerisch besteht zwar noch die Möglichkeit, dass Maren Haase da eingreifen kann, aber wenn die beiden sich weiterhin so präsentieren, wird das wohl kaum geschehen. Aber bei jedem Titelkampf wird Milena nun Viola im Nacken haben und sportlich trennt sie nur ein Wimpernschlag. Viola hat das Risiko des Mautesprungs, der ganz schnell wenn er daneben geht 10 Punkte kosten kann. Milena hat das Risiko der kraftaufwendigen Handstände mit dem enormen Sauerstoffentzug, der dann am Ende zu komischen Ausfällen führen kann wie im Finale. 

Ach ja - was war denn passiert?

Milena hatte bei ihrer Kür die vor ihr gefahrene Viola Brand ganz locker im Griff. Trotz Violas zwei Bonuspunkte bei der Lenkerstanddrehung blieb Milena die ersten 4 Minuten gut vor Viola und schien auf einen erneuten Weltrekord zuzusteuern. Dann kam die Kehrsteuerrohrsteigerdrehung, die auf Grund einer leichten Fehlhaltung gewandert war und die vorgeschriebene Fläche von 30 cm verließ. Damit wurden ihr 2,5 Punkte abgezogen und der neue Weltrekord war futsch und Vorsprung reduzierte sich auf etwas über 1 Punkt. Kurz darauf etwas unglaubliches. Bei einer relativ einfachen Übung, wie dem Kehrsteuerrohrsteiger rückwärts gefahren, kam ihr Fuß an das leicht pendelnde Vorderrad und sie stand auf dem Boden. Geistesgegenwärtig riss sie das Rad wieder hoch und absolvierte ihre letzten zwei Übungen.

Das Ergebnis ist nicht schlecht und ausreichend für die Qualifikation zur WM. Aber die Titelkämpfe sind jetzt richtig eröffnet.

Für Claudia Ridinger war es leider nicht so erfolgreich, obwohl dieses Ergebnis wieder gereicht hätte, um sich für die Deutsche zu qualifizieren. Leider gingen ihr 2 Übergänge daneben und eine Übung musste sie auslassen sowie eine Übung kam nicht in die Zeit, so dass sie 12 Punkte verlor. Ihre Präsentation hingegen hat sich deutlich verbessert, so das wir die Hoffnung haben, sie zur Deutschen Meisterschaft begleiten zu können.


Weltrekord bei der 1. German Masters 2019

Bericht in der RHV

Ergebnisliste der Frauen (Gelb markiert die teilnehmenden ausländischen Starter aus Schweiz, Österreich, Italien)

Bericht der Soli Bayern aus Wallbach

RHV: Weltrekord bei der Mastereröffnung durch Milena Slupina

Donau Kurier: Milena Slupina bejubelt neuen Weltrekord

Milenas Bericht in Selbstdarstellung:

Infos zur 1. German Masters am 07.09.19 in Murg

Sieg Vorrunde, Sieg Finale, gute Punkte für die Qualifikation zur WM gesammelt und mit 

195,35 Punkten meinen eigenen Weltrekord um einen Punkt erhöht – was für ein 

Wochenende.

Am 07.09.19 hat in Murg die German Masters Serie begonnen. Die Serie besteht aus 3 

Wettbewerben mit jeweils zwei Fahrten für die Nationalkadermitglieder. Die Ergebnisse 

der Serie und die Vorrunde bei der Deutschen Meisterschaft dienen als Grundlage für 

Nominierung in den Nationalkader und zur WM-Qualifikation. Bei der 1. German Masters 

werden außerdem die ersten 8 Startplätze für die Deutsche Meisterschaft vergeben.

Die 1. German Masters führte uns an die Schweizer Grenze nach Murg (Baden). Bereits 

beim Einfahren am Freitag zeigte sich, dass für den Wettkampf sehr gute Bedingungen 

geboten sind. Die Halle war freundlich hell und auch der Boden gut zu befahren. Am 

Samstag war meine Disziplin – 1er Frauen – als letztes dran und da ich mit 198,3 Punkten

die höchste Schwierigkeit eingereicht habe, war ich die letzte Starterin der Vorrunde um 

ca. 16 Uhr am Nachmittag.

Etwas früher am Tag war meine Vereinskollegin Claudia Ridinger an der Reihe. Mit 140,78

Punkten erreichte sie Platz 16. In drei Wochen wird sie bei dem Deutschlandcup um einen

Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft fahren – insgesamt qualifizieren sich 16 Frauen

aus ganz Deutschland für die DM.

In der letzten Woche lief das Training gut und auch beim Einfahren am Freitag und 

Samstag konnte ich mir ein gutes Gefühl holen. Auf der Fläche hieß es, die Konzentration 

bei jeder Übung hoch halten und die Kür eins nach dem anderen durchfahren. Der 

Ausrichter hatte an alle Sportler Fragebögen verteilt und dabei unter anderem nach dem 

Ziel für diesen Tag gefragt. Mein Ziel war, mein Programm „so zu fahren wie ich es kann“.

Der Start in mein Programm ist mit der Schweizer Lenkerhandstand 8 gut gelungen und 

auch die folgenden Übungen konnte ich sicher zeigen. Die Zwischenzeiten, die mir meine 

Trainerin aus der Coaching Zone zuruft, haben auch gut gepasst und so wusste ich bereits

während der letzten Übung meiner Kür, dass eine super Punktzahl auf der Anzeigentafel 

stehen wird. Hervorragende 195,35 Punkte wurden angezeigt und kurz darauf bestätigt. 

Das bedeutete für mich an diesem Tag Platz 1 in der Vorrunde, die Qualifikation für die 

Deutsche Meisterschaft, optimale Punkteausbeute für den Nationalkader und auch für die 

Qualifikation zur Weltmeisterschaft und dann leuchtete groß WR (Weltrekord) auf der 

Anzeigentafel auf. Einen Weltrekord zu fahren – dies ist nur möglich vor einem 

Kampfgericht, dass international mit UCI Kampfrichtern besetzt ist. Diese Voraussetzung 

war erfüllt und der Jubel war groß, da ich meinen Weltrekord vom Weltcup in Prag nun um 

einen weiteren Punkt erhöhen konnte.

Nach großer Freude über die tolle Fahrt und das Ergebnis sowie zahlreichen 

Gratulationen, musste ich zügig wieder herunterfahren, da am Abend ja noch der zweite 

Durchgang anstand. Zu Beginn der Abendveranstaltung um 19 Uhr wurden die 

Finalteilnehmer vorgestellt. Vom ausrichtenden Verein RSV Wallbach durfte Alisa Lais mit 

einer Wildcard zusätzlich vor heimischen Publikum starten. Auch im Finale war ich die 

letzte Starterin der Abendveranstaltung und betrat gegen 21 Uhr zum zweiten Mal die 

Wettkampffläche.

Ich habe es geschafft, die Konzentration und Anspannung auf den Punkt wieder 

aufzubauen. Das Programm lief genauso gut wie am Nachmittag – für mich persönlich 

haben sich die Übungen sogar noch etwas runder angefühlt. Ein kleiner Wackler kurz vor 

Ende der Kür sorgte für einen Schreckmoment, aber ich habe schnell wieder die Kontrolle über das Rad bekommen und konnte mein Programm in der Zeit und vollkommen 

zufrieden beenden. Mit 193,56 Punkten lag das Ergebnis auch nur minimal unter dem 

neuen Weltrekord und auch das Finale konnte ich vor Viola Brand (Unterweissach/174,44 

Punkte) und Maren Haase (Hoffnungsthal/170,93 Punkte) für mich entscheiden.

Besser hätte der Einstieg in die German Masters Serie für mich nicht laufen können. 

Meine Aufgabe ist es nun, die aktuelle Form für die weiteren Wettbewerbe zu halten, um 

an dieses erfolgreiche Wochenende anknüpfen zu können und weitere wichtige Punkte für

die WM-Qualifikation zu sammeln.


Die Elite - Saison meldet sich mit der ersten Starterliste der German Masters 2019

Es geht jetzt richtig los und die Starterliste zeigt, dass diese Saison ein richtiger Knaller werden wird.

5 Frauen stellen über 190 Punkte auf. Auch wenn die TSV - Top - Sportlerin Milena Slupina mit ihrem Schwierigkeitsgrad an der Spitze steht, auch die Sportlerinnen mit 0,7 bis 8,2 Punkten Abstand auf Milena haben dennoch Chancen auf den Sieg. Das sind nur Wimpernschlagabstände und es kommt nur darauf an, wer die beste Ausführung hat. Kleinste Fehler können hier entscheiden.

 

Nach der 1. WM - Qualifikation wird es die sogenannte Zwischenrunde geben. Hier starten die Sportler, die zur Nationalmannschaft gehören, aber nicht den Sprung ins abendliche Finale geschafft haben um Punkte für die WM - Qualifikation zu sammeln. Diese gibt es natürlich auch im Finale, aber zusätzlich noch die Masters - Punkte um nach der dritten Masters die Gewinner in dieser Wertung zu ermitteln. Nach dem ersten Lauf der DM, dem insgesamt siebten Wettkampf für die deutschen Spitzensportlerinnen wissen wir dann, ob der TSV Bernlohe wieder eine Sportlerin zur Weltmeisterschaft, dieses Mal in die Schweiz nach Basel, schicken kann.

 

Der TSV - Bernlohe hat mit Claudia Ridinger auch noch eine zweite Sportlerin am Start. Mit Platz 15 nach Schwierigkeitsgrad gilt es für sie sich in diesem starken Feld zu behaupten und die hinter ihr liegenden Sportlerinnen nicht vorbei zu lassen. Für sie ist es ein erster Test in Richtung Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Zwar können sich hier bereits die besten acht zur DM qualifizieren, aber dieser Platz ist für Claudia wohl nicht erreichbar. Ihre Zeit kommt dann Ende September in Soden, wenn beim Deutschlandcup die Starterplätze 9 bis 16 vergeben werden.

 


Und hier noch der Link zum Zeitungsbericht in der RHV

 

Anbei der Bericht von Milena Slupina in der Selbstdarstellung

 

Infos zu 3. Weltcup am 10.08.19 in Bokod/Ungarn

Am 10.08.19 fand in Bokod/Ungarn der dritte von vier Wettkämpfen der Weltcup-Serie im Kunstradfahren statt.

 

Begrenztes Platzangebot für die Sportler aber großzügiger Empfang

Die Halle war genau so groß, dass Platz war für eine Wettkampffläche und eine Trainingsfläche. Der übrige Platz wurde vollständig für Zuschauer bestuhlt und alles war sehr liebevoll vorbereitet. Mit einem aufgehängten „Welcome to Bokod“ und aufwendigem Blumenschmuck wurde jeder in der Halle begrüßt.

 

Trainingspause im Vorfeld

Im Vorfeld zum Weltcup musste ich leider krankheitsbedingt eine Trainingspause einlegen, was mich hinsichtlich der Kondition im Wettkampfprogramm zurückgeworfen hat. Beim Einfahren am Freitag kam ich anfangs nicht gut mit dem Boden zurecht. Der schnelle 

Parkettboden verhält sich sehr viel anders als der träge Linodur-Boden der gewohnten Trainingshalle in Roth. Durch Unebenheiten im Boden fühlte es sich beim Fahren etwas „holprig“ an.

 

Insbesondere bei der Schweizer Lenkerhandstand 8 musste ich viel mehr Kraft aufwenden, um die Position halten zu können. Da ich nach der Krankheit ohnehin noch nicht wieder im Vollbesitz meiner Kräfte war, habe ich mich gemeinsam mit meiner Trainerin dazu entschieden, den zweiten Handstand (Sattellenkerhandstand) nicht in der Schweizer Ausführung also aus der Vorhebehalte zu zeigen – meine eingereichte Punktzahl hat sich dadurch um 3,6 Punkte reduziert.

 

Das Wetter und das Hallenklima

Eine weitere Herausforderung am Wettkampftag war das Klima in der Halle – die Außentemperatur lag über 33 °C und in der Halle war es ähnlich heiß. Durch die vielen Personen in der Halle war außerdem die Luftfeuchtigkeit hoch und im Laufe des Tages wurde die Luft immer schlechter.

 

In dieser Sportart, bei der die Muskeln 5 Minuten sehr stark beansprucht werden und ich im Training auch gezielt auf die Atmung achte, um eine möglichst gute Sauerstoffversorgung zu erreichen, sind das natürlich keine guten Voraussetzungen. Beim Einfahren am Samstag kam ich inzwischen recht gut mit dem Boden zurecht und alle Übungen funktionierten.

 

Die Kunstradkür

Konzentriert und motiviert betrat ich gegen 17 Uhr die Wettkampffläche. Mit der Lenkerhandstand 8 und der darauffolgenden Steiger-rückwärts-Serie startete ich mit nur geringen Abzügen in mein Programm. Beim Aufsteigen zum Sattellenkerstand rückwärts habe ich den Lenker nicht mit dem ganzen Fuß getroffen und stürzte daher kurz danach, was zu großen Punktabzügen führte.

 

Schnell wieder aufgestiegen, zeigte ich die folgenden Übungen in guter Qualität, hatte aber schon nach gut 2 gefahrenen Minuten das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen und merkte auch, dass die Kraft langsam schwindet. Nach knapp 4 Minuten musste ich erneut 

absteigen, weil ich meinen Lenker nicht greifen konnte – hier war auch ein bisschen Pech dabei – dieser Absteiger hatte nicht nur Punkte, sondern auch viel Zeit gekostet. Im restlichen Programm habe ich um jeden Punkt und jede Sekunde gekämpft, musste aber 

bis zum Ende noch einige Punktabzüge in Kauf nehmen und erreichte mit 171,52 Punkten den zweiten Platz in diesem Wettkampf

 

Aussicht

Mit diesem Ergebnis konnte ich meine Führung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter ausbauen und bei der Siegerehrung wieder das Trikot des UCI-Weltcup-Leaders überstreifen. Die Entscheidung im Weltcup fällt am 30. November in Erlenbach bei Heilbronn. Aktuell stehen jetzt die letzten Vorbereitungen auf die WM-Qualifikation an, die am 7. September mit der 1. German Masters in Murg beginnt. Bis dahin werde ich an Feinheiten im Programm arbeiten und die Kondition und Kraftreserven wieder aufbauen.

Der 3. Weltcup - Wettbewerb in Bokod Ungarn

ist, wie schon letztes Jahr in Hong Kong für Milena Slupina nicht so gut gelaufen. Das sie Probleme hatte, ließ sich schon aus dem aufgestellten Schwierigkeitsgrad schließen. Sie hat hier normalerweise 198,9 Punkte in ihrer Kür. Wenn sie da über 4 Punkte rausnimmt, sagt das schon einiges über das persönliche Befinden oder über die Bodenverhältnisse aus. Die Weltrekordhalterin bekam dann noch für die Darbietung 23 Punkte abgezogen. Das ist ein ähnlicher Schock wie vor einem Jahr der 3. Weltcup. Wir wollen hoffen, dass sie sich schnell wieder davon erholt.

Aber natürlich ist sie immer noch im Gesamtweltcup an erster Stelle und nach dem Gesamtpunktestand nur noch theoretisch vom ersten Platz zu verdrängen. Sie sollte einfach nur antreten können und mindestens den 4. Platz erreichen um Gesamtsiegerin zu werden.

Und dann noch einige Bilder die von Petra Slupina zur Verfügung gestellt wurden.

Ein herrliches Rosenarrangement und die traditionelle Eröffnungsfeier mit ungarischen Volkstanzgruppen bis hin zur Siegerehrung, bei der Milena wieder das Trikot der Weltranglistenersten übergestreift bekam.


Dritter Bayerischer Meistertitel durch Milena Slupina für den TSV Bernlohe

 

Der RSV Solidarität Reuth in Weißenbrunn/OFR, gleich hinter Bayreuth hatte in diesem Jahr den Zuschlag bekommen, die bayerische Meisterschaft der Elite – Kunstradfahrer auszurichten.

 

Dreizehn Frauen hatten sich in diesem Jahr für die bayerische Meisterschaft qualifiziert. Drei mussten verletzungsbedingt absagen. Darunter leider auch eine Sportlerin des TSV Bernlohe. Probleme mit dem Handgelenk ließen Bianca Merz (ehemals Zint) mit Trauer zu Hause den Wettbewerb verfolgen.

 

Mit Claudia Ridinger und Milena Slupina hatte der TSV Bernlohe durchaus noch gewichtige Mitstreiter um die Medaillenplätze in Bayern am Start.

 

Die Startreihenfolge ermittelt sich aus dem Programm, das vier Wochen zuvor eingereicht wurde. In umgekehrter Reihenfolge des Schwierigkeitsgrades wurde gestartet, so dass die Sportlerin mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad als letzte startet.

 

Claudia Ridinger hatte den vierthöchsten Schwierigkeitsgrad angemeldet und ging somit als erste Bernloherin auf die Wettkampffläche. Die erste Hälfte des Programms absolvierte sie routiniert mit wenig Abzügen, genau im gesteckten Zeitrahmen, so dass der Trainer schon auf eine neue Bestleistung hoffte, denn im Training ging die zweite Hälfte immer besser. Aber dann, wie sie später ausführte, merkte sie eine gewisse Kraftlosigkeit und versuchte den Rest der Übungen so sanft wie möglich und mit wenig Energieverbrauch in die Zeit zu bringen. Das gelang dann nicht mehr. So fielen am Ende 10 Punkte aus der Zeit. Aber Claudia konnte ihren 4. Platz halten, was im Vergleich zum letzten Jahr schon eine beachtliche Steigerung darstellt.

 

Die an Platz zwei und drei gesetzten Sportlerinnen konnten ihre Kür für diese Saison schon sehr gut vortragen und hatten souverän ihre Treppchenplätze sicher.

 

 

Dann kam unser Aushängeschild bei den Frauen, Milena Slupina, Vizeweltmeisterin, Weltcup – Führende, Deutsche Meisterin und Weltrekordinhaberin. Ob sie sich wieder so großartig präsentieren konnte? Sie konnte. Und sie schaffte wieder ein Ergebnis, dass in dieser Saison vermutlich nicht mehr zu toppen sein wird, außer vielleicht von ihr selbst. Mit 195,0 Punkten stellte sie eine neue Weltjahresbestleistung auf, die über dem Weltrekord liegt, aber als solcher nicht anerkannt werden kann, da die dafür nötigen internationalen Kommissäre fehlten. Dennoch eine Demonstration gewaltiger Stabilität. Damit brachte Milena dem TSV Bernlohe inzwischen den dritten bayerischen Meistertitel in diesem Jahr.


Gutes Ergebnis vor der Bayerischen Meisterschaft für Claudia Ridinger,

Quasi als kleine Generalprobe vor der bayerischen Meisterschaft der Elite wurde für Claudia Ridinger zu einem Erfolg mit neuem Kürprogramm.

 

Eigentlich ist der Bezirk um Ludwigsburg der mit Abstand stärkste in Deutschland bei den Frauen. Gleich vier der sechs Nationalkadermitglieder kommen hier her. Lediglich zwei kommen aus dem Rest von Deutschland. Eine vom TSV Bernlohe - Milena Slupina.

 

Hier wollte Claudia Ridinger ihre Form testen und eventuell noch einige kleine Fehler finden um dann kommende Woche bei der bayerischen Meisterschaft gut zu bestehen. Ab Platz 6 wäre alles gut gewesen. Tja und dann treten die Nationalkadersportler regelwidrig einfach nicht an und geben ein Attest ab. Das kommt in Bayern zwar auch mal vor, aber eher selten und wird als Regel nicht anerkannt. Normalerweise im Rest von Deutschland müssen die Spitzensportler sich jedes Jahr von der Bezirksmeisterschaft über die Landesmeisterschaft zu den nationalen Wettbewerben immer neu beweisen und sollen natürlich auch den anderen Sportlern als Vorbild dienen. Das scheint in Württemberg eher nicht so gehandhabt zu werden.

 

Aber auf Grund dieser aus unserer Sicht unsportlichen Abmeldeflut wurde dann Claudia als Siegerin ausgezeichnet, noch vor Alisa Lais, die eigentlich sehr viel stärker eingeschätzt wurde.

 



Daniel Stark erreicht Platz 3 bei der Deutschen Meisterschaft der Schüler (U15)

Der Verein RSV Solidarität Frohnlach hatte in diesem Jahr den Zuschlag bekommen zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft der Schüler. Damit durfte der TSV Bernlohe mit seinem Noch - Schüler Daniel Stark nach Ebersdorf bei Coburg fahren.

 

Dabei sein ist alles? Das gilt für den Gymnasiasten Daniel nicht mehr. Nach den bereits erreichten Plätzen 4, 5, 3 in den letzten drei Jahren wollte er mindestens wieder aufs Treppchen. Ihm war klar, dass das durchaus durchaus ein schwieriges Unterfangen sein würde.

 

Gerade erst vor vier Wochen hatte er mit seinem Bruder die Juniorensaison mit dem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft abgeschlossen und inzwischen insgesamt fünfzehn Wettkämpfe absolviert. Für einen U15 Sportler schon eine gewaltige Anstrengung. Eine Milena Slupina bringt es als eine der Weltbesten auf etwas über 20 Wettkämpfe im Jahr.

 

Vier Wochen waren Zeit, ein gutes Programm zu einem sehr guten zu machen. Daniel setzte die Anweisungen um und steigerte sich kontinuierlich von Training zu Training und es machte den Eindruck, dass die vier Punkte, die er Rückstand hatte auf die beiden Besten durchaus aufzuholen waren.

 

Guten Mutes ging es dann nach Ebersdorf am Freitagnachmittag. Dort ging es dann zum Training und an die Anpassung an die anderen Flächenparameter. Jeder Boden hat so seine Eigenheiten, die man kennen lernen muss und an die er sich auch vom Verhalten bei einigen Übungen gewöhnen muss. Drei sechsminütige Trainingseinheiten brauchte es, bis die Knackpunkte seines Programms wieder liefen. Damit konnte Daniel beruhigt schlafen gehen. Der Samstag war dann seinen Sportfreunden gewidmet, die sich gegenseitig bei solchen Großveranstaltungen unterstützen. 

 

Abends nochmals etwas trainieren. Da ging dann plötzlich fast nichts mehr - Nerven? Ratlos gingen wir dann schlafen. Nur nicht verrückt machen. Sonntag - Wettkampftag. Start um 13:20, ungefähr. 10 Uhr Halle betreten, umkleiden, 1/2 Stunde warm machen, dehnen, Muskeln stärken und um 11 Uhr erstmals eine kleine Trainingseinheit. War besser als am Samstag aber noch nicht gut. Also, nochmals eine Trainingseinheit einschieben und zwischen durch die Konkurrenz beobachten, der es auch nicht wesentlich besser erging. Dann um 3/4 1 die offizielle Einfahrzeit. 6 Minuten abspulen der höheren Schwierigkeitsgrade, immer wieder, bis es klappte.

 

Dann halbe Stunde warten bis zum Aufruf, der dann auch kam. In dieser Zeit immer wieder dehnen, kräftigen, Balanceübungen.

Nach dem Start in den ersten zwei Kürminuten nahezu keine Abzüge. Dann am Ende der dritten Minute nach dem Sattellenkerstand rückwärts gefahren beim Runtergehen dreht sich der Lenker weg und Daniel steht auf dem Boden. Nicht tragisch, das passiert. Dann wieder alles gut mit leichten Abzügen bis 30 s vor Schluss. Noch zwei Übungen. Da - beim Runtergehen vom Kehrlenkersitzsteiger dreht sich das Vorderrad gegen die Verse und er steht ein zweites Mal auf dem Boden. Jetzt noch den Übergang zum Standsteiger und diesen dann rückwärts eine halbe Runde fahren. Gelingt, aber aus unerfindlichen Gründen leider etwas weniger als eine halbe Runde aus Sicht der Kommissäre. Ergebnis - es werden ihm nochmals Punkte aberkannt.

 

Wie sich später herausstellen sollte war der vierte Fehler am Programmende dann einer zu viel. Mit 0,64 Punkten Rückstand muss er mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Nach etwas Enttäuschung ist Daniel dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Er wird sich jetzt auf seine erste Juniorensaison vorbereiten.


Bayern Cup Bezirksrunde und Bezirksmeisterschaft Mittelfranken

in Schwabach am 1. Juni 2019

Bericht von der RHV

Hier ein paar Bilder die Steffi Graff von der Veranstaltung in Schwabach geschossen hat.

Bezirksmeisterschaft Elite

Muss man da noch was zu sagen? Drei Frauen vom TSV Bernlohe sichern sich das komplette Treppchen.

 

Auf schwierigem Boden konnte Bianca Zint vollständig überzeugen, die kleverer weise ihre Punktzahl beim Schwierigkeitsgrad erheblich reduziert hatte. Auch Milena Slupina und Claudia Ridinger hatten das gemacht, aber nicht so radikal. Bei den beiden letztgenannten war es mehr dem Boden geschuldet während es bei Bianca eher auf Grund der mangelnden Kondition geschah. Dafür zeigte sie dann eine Kunstradshow. Elegant, weich, graziös und nahezu fehlerfrei. Je höher jedoch der Schwierigkeitsgrad, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein schlechter Boden sich negativ auswirkt. Und genau das merkten Claudia und Milena. 

 

So landete Claudia noch knapp hinter Bianca, war aber dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Milena hatte dann doch einige Abzüge durch Bodenkontakte und abgebrochene Übungen. Aber natürlich gewann sie mit großem Vorsprung. Sie kann halt nicht immer weltrekordverdächtige Leistungen zeigen. Dafür muss das Umfeld dann doch stimmen. Beeindruckend, dass sie immer noch  über 180 Punkte in diesem Umfeld erreichte.

 

Natürlich sind alle drei qualifiziert zur Bayerischen Meisterschaft qualifiziert, die am 7.Juli in Reuth/Weißenbrunn stattfinden wird.

 

Bayern - Cup Bezirksrunde

 

Diese lief vor der Bezirksmeisterschaft und war quasi ein Warmlaufen für die Frauen. Diese Chance nutzten Milena und Claudia. Milena gewann etwa mit dem gleichen Ergebnis wie nachmittags die Bezirksmeisterschaft und mit etwa den gleichen Problemen. 

 

Bewundernswert ist, dass sie den Problemen des Umfeldes nicht ausweicht, sondern sie annimmt und sie versucht trotzdem zu beherrschen. Das kann ihr in Zukunft noch gewaltig helfen, denn auch bei Wettbewerben auf der Deutschen, Europäischen oder Weltbühne sind die Böden nicht immer so ideal wie in den meisten unserer Turnhallen.

 

Claudia ließ sich von dem Boden sehr verunsichern und hatte zwar den zweiten Platz, aber für ihre Verhältnisse kein gutes Ergebnis. Daraus hat sie dann zum Nachmittag hin die richtigen Schlüsse gezogen und alles viel besser gemacht. Bianca hat ihre Kräfte gleich für den Nachmittag aufgespart.

 

Bei den U15 - Schülern ein ähnliches Bild wie bei den Frauen. Zwei Bernloher am Start und zwei Bernloher ganz oben. Daniel Stark nutzte diesen Wettbewerb zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft. Das auf die Deutsche ausgerichtete Training macht sich schon deutlich bemerkbar. Trotz eine Sturzes ganz am Ende des Programms konnte Daniel die Übung wiederholen und steigerte seine persönliche Bestleistung nochmals um 2 Punkte. Es reicht zwar immer noch nicht zur Weltjahresbestleistung, aber er ist jetzt ganz dicht dran. Ohne den Sturz hätte er sie gehabt. Aber wir arbeiten dran und seine Topform soll er auf der Deutschen Meisterschaft in zwei Wochen haben.

 

Gabriel Estrin hatte etwas gut zu machen nach der Leistung vor einer Woche bei der bayerischen Meisterschaft. Er war jetzt mit Ehrgeiz vollgepumpt und konnte sich um 10 Punkte steigern und damit auch seine persönliche Bestleistung noch einmal um drei Punkte nach oben schrauben.

 

Der 2er, bestehend aus Alexander und Daniel Stark, spulte routiniert sein Programm ab. Ein Doppelsturz bei der Lenkerstanddrehung mit Dornenstand verhinderte leider die gewünschte neue Bestleistung. Konkurrenzlos gewannen die beiden Bernloher natürlich.

 

Nur 30 Minuten später musste Alexander bereits zu seinem Soloprogramm antreten. Der Schweiß vom 2er Programm war noch nicht richtig getrocknet. Aber er zeigte Routine und konnte das Programm ordentlich abschließen. Zwei gravierende Fehler verhinderten hier eine neue Bestleistung.

 


Wir sind Stolz auf unsere Sportler - hier ein Auszug aus der Weltjahresbestenliste

Bernlohe scheint der erfolgreichste Verein im Kunstradsport in diesem Jahr


Bericht von Milena Slupina zum 2. Weltcup in Merelbeke (Belgien) am 25.05.19

 RHV: Rotherin liegt vorne. Taktieren bei Bodenwellen 

Video von Milenas Fahrt in Merelbeke  Der Einsprung in die Übertragung ist bei Maren Hase. Bei etwas 47 Minuten beginnt Milena

 

Letzten Freitag morgen ging es für uns los in das über 700 km entfernte Merelbeke in Belgien, da dort am 25.05. der zweite Wettbewerb der Weltcup-Serie stattfand. Bei der Ankunft in der Halle, war schon alles für die Sportler vorbereitet. Der Veranstalter 

hat sich sehr viel Mühe gegeben, alle waren sehr freundlich und der Weltcup insgesamt super organisiert.

 

Beim ersten Einfahren am Freitag hat sich gezeigt, dass der Boden recht wellig ist und dadurch z. B. die Steiger-Rückwärts-Serie deutlich schwieriger war als sonst. Auch beim Handstand - vor allem bei der Lenkerhandstand 8 hat sich der Boden bemerkbar gemacht. Durch die Wellen im Boden war es schwer, die Position zu halten und auch der Schwung war schneller weg. Sogar manchmal bei Drehungen, wenn man eine ungünstige Stelle erwischt hat, war es schwierig, das Rad auf den Punkt gedreht zu bekommen. 

 

Nach dem Einfahren am Freitag hatte meine Trainerin vorgeschlagen, den Standsteiger rw. von der ganzen auf die halbe Runde und die Lenkerstanddrehung auf 1,5 Umdrehungen zu reduzieren, da ich auf dem Boden für einige Übungen länger gebraucht habe. So haben wir es dann auch gemacht, damit ich am Ende keine Zeitprobleme habe, wodurch ich deutlich mehr Punkte verlieren könnte als durch die Reduzierung im Voraus. 

 

So bin ich letztendlich mit 197,5 Punkten auf die Fläche gegangen. Beim Einfahren am Samstag konnte ich mir ein ganz gutes Gefühl aufbauen und ging zuversichtlich und hochkonzentriert auf die Fläche - auch wenn beim Einfahren z. B. der Lenkerhandstand oft nicht komplett funktioniert hatte und ich auch in den vorherigen Disziplinen gesehen habe, dass es bei einigen Sportlern nicht so gut geklappt hat. 

 

Bei der ersten Übung im Wettkampf, der Lenkerhandstand 8 musste ich zwischendurch kämpfen, um nicht runter zu kippen, konnte sie aber komplett fahren. Auch die Steiger-Rückwärts-Serie im Anschluss habe ich geschafft, genauso wie den Schweizer Sattellenkerhandstand. (Diese Ausführung mit gestreckten Beinen hatte ich nach dem 1. Weltcup in Prag diesmal 

das zweite Mal im Programm). Im weiteren Verlauf klappten die Übergänge und Drehungen gut, nur nach der Kehrstandsteigerdrehung kam ich nicht mehr wirklich von der Stelle und stürzte beim zurück gehen. Wie erwartet hatte ich bis zur Lenkerstanddrehung länger gebraucht als normalerweise und konnte diese aus Zeitgründen nicht taktisch erweitern. Auch der folgende letzte Block gelang mir mit nur geringen Abzügen und ich habe alle Übungen komplett in den 5 Minuten geschafft. Die Entscheidung, die Ausgangspunktzahl zu reduzieren, hat sich also als vollkommen richtig erwiesen.

 

Auf der Anzeigetafel standen nach meiner Kür 189,18 Punkte – ein richtiges Top-Ergebnis, das an diesem Tag sehr hart erarbeitet war und Platz 1 bedeutete. Bei jeder Übung war höchste Aufmerksamkeit und Körperspannung erforderlich, um auf den Boden reagieren 

zu können und die Übungen zu beherrschen. Daher freue ich mich umso mehr über das tolle Ergebnis und den Weltcup-Sieg.

 

Das Treppchen komplettiert haben die beiden weiteren Starterinnen aus Deutschland. Maren Haase vom RV Blitz Hoffnungsthal erreichte mit 172,39 Punkten den zweiten Platz vor Iris Schwarzhaupt von SK Stuttgart mit 170,12 Punkten.

Mit dem zweiten Sieg bei der Weltcup-Serie bin ich weiterhin Weltcup-Führende und werde bei der dritten Station in Bokod (Ungarn) im August wieder das Weltcup-Trikot tragen.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir das Angebot des Veranstalters zu einem gemeinsamen Abendessen mit den Sportlern, Betreuern und Trainern angenommen, sodass der Tag gemütlich in großer Kunstrad-Runde ausklingen konnte.

Milena gewinnt auch den 2. Weltcup in Merelbeke / Belgien

Die Weltmeisterin Iris Schwarzhaupt merkt wohl auch, dass eine Spitzenleistung nicht immer gebracht werden kann. Um so bemerkenswerter ist die konstant hohe Leistungsbereitschaft von Milena Slupina, die trotz schwieriger Bodenverhältnisse nur sechs Punkte unter ihrem Weltrekord blieb und damit den zweiten Sieg im Weltcup einfuhr. Damit ist sie auch weiter die Weltcupführende in diesem Jahr.  Jetzt wird es noch einen Weltcup in Ungarn geben und das Finale in Erlenbach / BW. 


Bernlohe hat schon wieder einen Bayerischen Meister bei den U15

Daniel Stark

Gerade letzte Woche hat er die emotionale Juniorensaison mit seinem Bruder im 2er Kunstradsport auf dem 3. Platz mit der Deutschen Meisterschaft abgeschlossen. Jetzt durfte er seine Schülersaison bei der Bayerischen Meisterschaft in Bechhofen fortführen. 

 

Emotional ist das schon eine ganze Menge für so einen jungen Menschen. Auf in Bechhofen stand er bei vielen im Fokus und wurde wie ein Star hofiert. Möge er bloß nicht abheben. Macht er nicht. Sondern er bereitet sich auch auf diesen Wettbewerb gewissenhaft vor.

 

Ganz dumm, dass auch ein solches Talent mal ungeahnt auf dem Boden landet. Hier wollte er aus dem Kehrlenkersitzsteiger absteigen, blieb wohl mit der Hose etwas am Lanker hängen und stürzte ganz unglücklich auf eine Hand.Nach fünf Minuten ging das Greifen schwer, tat weh und war auch etwas druckempfindlich. Was machen? Bewegen, kühlen und auf die Uhr schauen, denn der Start war nicht mehr lange hin. Sein Kommentar "Es geht schon"

 

Na ja, es ging leider nur Bedingt. Das Ergebnis war nun nicht das Beste, zählt aber in Deutschland immer noch zu den drei Besten des Jahres, wobei das Beste von Daniel selbst stammt.

 

Nur mit Mühe und Schmerzen stand er sein Programm durch, mit Fehlern, wo er es einen Augenblick einfach nicht mehr aushielt. Auch wenn es weit von seiner Bestleistung entfernt ist so hat er doch gezeigt, dass er nicht nur ein begnadeter Kunstradfahrer ist, sondern auch noch hart sein kann gegen sich selbst.

 

Er musste auf den Boden bei der Sattelstützgrätsche (die er wiederholte), nach der Steuerrohrsteigerdrehung (aber sie war schon fertig) und beim Standsteiger rw. (der fiel dann raus aus der Wertung, wegen der Zeit). Der Rest - einfach genial. Wir freuen uns auf die Deutsche Meisterschaft in Frohnlach am 15./16. Juli).

 

Ganz so weit ist Gabriel Estrin noch nicht. Er wollte hier eine neue Übung einbauen. Die gelang ihm auch, aber irgendwie war er wohl so auf diese Übung fixiert, dass er einiges bei den anderen Übungen nicht richtig machte und deutliche Abstriche gegenüber der Bezirksmeisterschaft vor drei Wochen in Kauf nehmen musste. Immerhin Platz 4 in Bayern. Dafür würden viele was geben, wenn sie das erreichen könnten.


DM Junioren in Köln-Porz/Finkenberg

 

Jede DM hat so ihre Eigenheiten. Diese in Köln-Porz/Finkenberg ebenfalls. Der Ausrichter hat alles Mögliche getan, um Sportlern, Betreuern und Zuschauern eine gute Atmosphäre zu schaffen, was denn auch gut gelungen ist.

 

Im Umfeld der Halle war ein großes Zelt aufgebaut, dass eine Kuchentheke einen Kaffeestand eines Spezialisten beherbergte und so etwa 80 Bierbänke. Natürlich durfte der Kölsch-Stand nicht fehlen. Die kleinen 0,2 l Gläser waren doch etwas gewöhnungsbedürftig. Ansetzen – leer. Gefährlich verführerisch. Rund herum waren Stehtische, die vorwiegend von Leuten genutzt wurden, die sich am Brat- und Grillstand mit Essen versorgten. Die kontinuierlich lange Schlange vor diesem Versorgungswagen schreckte mich allerdings davon ab, dort auf Essen zu warten. Dafür war ich mit meinem Wohnmobil ganz in der Nähe der Halle gut ausgestattet.  Auch ein Ausstellungsstand unseres Radlieferanten war dort für Besichtigungen und Fachkommunikation.

 

Freitags am Nachmittag gings zur ersten Besichtigung in die Sporthalle. Schön gestaltet und dekoriert, aber die Trainingsflächen machten keinen guten Eindruck, da sie nicht den international üblichen Maßen entsprachen. Sie waren 2m zu schmal. Und prompt beim ersten Training rauschten Alexander und Daniel Stark beim einzeln gefahrenen Sattelstand in die Absperrung bzw. in die Wand. Das schepperte schon heftig, aber sonst war nichts passiert. Folglich fuhren sie einige Übungen dort gar nicht mehr oder sehr reserviert.

 

Die ersten Trainingsrunden dienen der Anpassung der Sportler an den Boden. Es gibt schnelle, glatte, stumpfe, drehfreudige oder zäh drehende Böden. Dieser Boden war sehr schnell und dennoch mit guter Haftung und Drehungen gingen hier so gut, dass Alexander und Daniel deutlich Schwung rausnehmen mussten, um ihre Drehungen noch zu beherrschen. So verbrachten die Beiden den Freitagnachmittag bis zum Abend mit immer wiederkehrenden Versuchen, Programmteile an den Boden anzupassen und zu optimieren. Das geschah auch im Austausch mit den Mitbewerbern. Erstaunlich wie offen die Konkurrenten ihre Erkenntnisse austauschen in dieser Sportart. Die Atmosphäre ist schon fast freundschaftlich zu nennen.

 

Samstag – 1. Wettkampftag

Beginn 8 Uhr. Zum Glück mit 2 Stunden Radball und Radpolo. Die Radsportartisten begannen dann um 10 Uhr. Vorbereitungen der Sportler benötigen etwa 2 Stunden, wenn es denn gewissenhaft gemacht wird. Die Geschwister Stark waren ca. 11 Uhr mit ihrer Kür im 2er Kunstradfahren dran und trafen folglich gegen 9 Uhr an der Halle ein. Die Halle machte einen deutlich anderen Eindruck als am Freitagabend. Zuschauertribüne bis auf den letzten Platz gefüllt. Ohrenbetäubender Lärm durch Rasseln, Trommeln, Pauken und Trompeten, Klatschen, Fangesänge und Anfeuerungsrufe der Ballsportfans.

 

Dennoch müssen die Kunstradfahrer die Fähigkeit erlernen auch in so einer Atmosphäre immer tiefer in die Konzentration zu versinken und sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Hier wird dann später Radsportakrobatik vom feinsten geboten. Jeder Sportler geht hier an die physische und psychische Grenze des für ihn machbaren. Etwa 30 Minuten vor dem Start können die Sportler die Einfahrfläche nutzen, um das am Freitag erarbeitete Gefühl wieder abzurufen. Verzögerungen bei den ersten Starts waren auch noch zu berücksichtigen, denn die Radballer hatten durch eine Verletzung ¼ Stunde Verspätung. Mit Abschluss der Ballspiele beruhigte sich die Halle langsam und wandte sich den eher ästhetischen Sportarten zu.

 

Die Starter mit dem vierthöchsten gemeldeten Schwierigkeitsgrad kamen aus Brandenburg und Starks bekamen mit, dass diese Beiden sympathischen Sportler ihre beste Kür dieser Saison zeigten. Zwar haben Starks fast 16 Punkte Vorsprung auf die Beiden, aber ein Fehler und der Vorsprung ist dahin.

 

Dann mit dem Start, war Starks die hohe Konzentration anzumerken. Ein leichtes Zittern lies die Körper erbeben. Ihre Kür war geprägt von vielen kleinen Abzügen und einem größeren Fehler. Der Vorsprung schmolz. Die letzte Serie von 5 Übungen musste entscheiden wer den dritten Platz machen würde. Das ist aber die Lieblingsserie von Alexander und Daniel. Dennoch, schief gehen kann immer was. Zeit hatten sie noch genug, denn im Training war speziell an der Optimierung der Übungen gefeilt worden, was sich jetzt auszahlte. Dennoch waren die Nerven der Trainer, Betreuer und Fans zum Zerreißen gespannt. Diese letzte Serie schafften sie dann nahezu ohne Abzüge und konnten noch 13 Punkte Vorsprung auf die Brandenburger ins Ziel retten.

 

Die beiden Spitzenpaare aus Schleißheim und Langenselbold tauschten dann noch die Plätze. Immerhin zwei bayerische Paare auf dem Podest und Bernlohe auf Platz 3.

 

Sonntag – 2. Wettkampftag

Hier startete Alexander Stark im 1er Kunstrad. Bruder Daniel war zum Zuschauen verdammt. Seine Zeit als Schülersportler kommt noch.

 

Alexander kämpfte hier noch nicht um Podestplätze, aber er möchte nächstes Jahr auch im 1er das Recht haben, zweimal zu starten, was nur den vier besten in Deutschland zugestanden wird. Nur damit kann man genügend Punkte zur Teilnahme an der Europameisterschaft sammeln.

 

Vor dem Start lag Alexander mit einer Achtpunkteführung auf Platz 4. Sein Konkurrent um diesen Platz kommt aus Denkendorf bei Stuttgart und startete direkt vor ihm. Und schon während dessen Kür, die durch erhöhte Nervosität gekennzeichnet war, wurde klar, dass Alexander den 4. Platz sicher hatte, da er ein sehr viel besseres Streichresultat stehen hatte. Alle anderen Konkurrenten, die ganz vorne fahren, werden im nächsten Jahr in der Elite starten.

 

 

Er konnte somit ganz entspannt seine Kür zeigen. Auch wenn ihm zu Recht zwei Übergänge nur zur Hälfte anerkannt wurden, waren wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Platz 8 blieb ihm am Ende und die Gewissheit, dass er nächstes Jahr mit seinem Bruder im 2er eine Spitzenposition in Deutschland belegen wird und im 1er zu den besten Vier in Deutschland gehört.

Bericht RHV vom 21.5.2019


Absage des TSV Bernlohe

zur Veranstaltung am 1. Juni Bayerncup Bezirksrunde und Bezirksmeisterschaft Elite im Kunstradfahren

Zu unserem Leidwesen müssen wir auf Grund von unterschiedlichen Auffassungen mit der Bezirksfachwartin für Kunstradsport die Veranstaltung absagen.

 

Nach dem unabgesprochenen Versand der Starterliste konnten wir nur noch feststellen, dass eine Veranstaltung auf 2 Flächen in unserer Sporthalle nicht möglich ist. Den Vorschlag, die zwei Veranstaltungen nacheinander auf einer Fläche durchzuführen, was für die Sportler wesentlich entspannter möglich gewesen wäre, hat die Bezirksfachwartin abgelehnt mit dem Hinweis, das niemand so lange in der Sporthalle sein will. 

 

Unsere Erfahrung ist da eine andere. Die Veranstaltung am letzten Wochenende in Kissing war deutlich länger. Lediglich die Funktionäre wären länger gefordert. Aber das ist jetzt wohl nicht mehr diskutierbar. Schade.

 

Wo die Veranstaltung stattfinden wird ist, noch nicht bekannt.

 

Allen Unterstützern, die uns vor Ort helfen wollten, wie Ansager, Musikmanager, Verwalter der Ergebnisanzeigen, Hausmeister, Kuchenbäcker, Frühstücksherrichter, Kaffeekocher, Auswertungshilfen, Tische- und Stühleschlepper, Fahnenverleiher meinen herzlichsten Dank für die Bereitschaft und Unterstützung. Meiner Abteilung herzlichen Dank für die akribische aber jetzt leider unnütze Planung im Vorfeld. Es hat mir aber Spaß gemacht mit Euch so eng zusammenzuarbeiten.

 

Ihr alle dürft uns gerne wieder unterstützen am 27. Juli, wenn bei uns die Deutsche 6er Rasenradballmeisterschaft stattfindet.

 


Bericht in der RHV

Paartalcup in Kissing

Der Paartalcup ist Teil der Serie, die zur Bayerncupgesamtwertung führt. Der TSV Bernlohe nutzt diesen Wettbewerb zur Vorbereitung auf die kommende Deutsche Meisterschaft der Junioren in Köln und die in zwei Wochen stattfindende bayerische Meisterschaft der Schüler in Bechhofen. Die Höhepunkte der Junioren- und Schülersaison reihen sich jetzt dicht aneinander.

 

Claudia Ridinger schloss sich ebenfalls an und wollte mal so schauen, wie sich das Training denn jetzt so auswirkt. Ihre Saison beginnt erst richtig in den Sommerferien mit der Mastersserie. Sie möchte allerdings auch die Bezirksmeisterschaft in Roth am 1. Juni und die bayerische Meisterschaft am 7. Juli in Weißenbrunn (OFR) mit einem brauchbaren Ergebnis abschließen, bevor dann die Vorbereitung in die Hauptsaison richtig startet.

 

Jetzt hier in Kissing hinterließ sie schon einen guten Eindruck. Bestätigt haben sich im Wettbewerb die im Training bereits gesetzten Schwerpunkte. Dass sie den zweiten Platz erringen würde stand bereits im Vorfeld auf Grund der gemeldeten Schwierigkeitsgrade der Kür fest. Überraschungen blieben aus.

 

Im Focus standen dann aber die Gebrüder Stark im 2er und auch im 1er der Kunstradfahrer. Im Stundenrhythmus mussten sie an den Start gehen.

Sowohl Alexander als auch Daniel Stark machten trotz der Doppelbelastung im 1er und 2er Kunstrad bei ihren 1er Kürprogrammen einen durchaus guten Eindruck. Natürlich gewannen sie mit großem Vorsprung ihre Einzeldisziplin. Daniel hat dabei seine Bestleistung von der Bezirksmeisterschaft noch einmal gesteigert. Gerade Daniel hat wohl von der Erfahrung im 2er auf der nationalen Spitzenebene profitiert. Sein Auftreten ist schon richtig professionell.

 

Im 2er konnten die Starks natürlich nicht gegen die Schleißheimer ankommen, aber der Wettkampf nahm dafür dann schon freundschaftliche Formen an. Jeder weis wo er steht und die Bayern unterstützen sich gegenseitig. In einer Woche trifft man sich dann wieder zur Deutschen Meisterschaft der Junioren. So entspannt erhöhten die beiden Starks ihr persönliche Bestleistung noch einmal erheblich. Sie stehen in der Weltjahresbestenliste inzwischen auf dem dritten Platz.


Bericht in der RHV vom 7.5.2019

Bezirksmeisterschaft Mittelfranken Schüler in Herzogenaurach

Die Solidarität Herzogenaurach hat für diese Jahr den Zuschlag bekommen, die Bezirksmeisterschaft der mittelfränkischen Kunst- und Einradfahrer auszurichten. Der TSV Bernlohe schickte zwei Sportler zu diesem Wettbewerb und beide konnten glänzen.

 

Gabriel Estrin wäre klar der beste Kunstradfahrer in der Altersklasse U15, wenn, ja wenn da nicht sein Vereinskamerad wäre. Der ist bereits auf nationaler Ebene durch seine Auftritte mit seinem Bruder im 2er gut bekannt und auch im 1er gehört er zum Besten was Deutschland zu bieten hat. Also obwohl Gabriel nahezu ohne Abzug sein Programm vorbildlich absolvierte, blieb ihm leider nur der zweite Platz. Den ersten nahm, wie schon seit Jahren, Daniel Stark ein. Für den TSV Bernlohe natürlich ein rundes Bild. Zwei Sportler in U15 Schüler auf den ersten beiden Plätzen auf dem Treppchen.

 

Etwas ungewöhnlich war von der Programmgestaltung, dass die besten Sportler Mittelfrankens gleich am Anfang mit ihrer Gruppe starten mussten. Meist werden die Stars für die letzten Starts aufgespart, da dann die Zuschauer alle da sind und dann auch wirklich die volle Aufmerksamkeit diesen besonderen Sportlern gilt.

 

Nun, dieses Mal war es anders und die beiden Bernloher waren dankbar. Halle betreten, einfahren, auf den Aufruf warten und nach 30 Minuten zum Chillen in die Ecke legen und den anderen zuschauen.

 

Aufgerufen wurde von den beiden zuerst Gabriel Estrin. Sein Programm etwas schwerer als vor einem Jahr, was aber auch sein musste, denn er möchte dieses Jahr auch wieder bei der bayerischen Schülermeisterschaft starten, die Ende Mai in Bechhofen ausgetragen wird. Gabriel zog seine Bahnen auf der Wettkampffläche einfach souverän. Die Haltung war gut. Er zeigte erstmals eine Vorhebehalte auf dem Lenker und einen Lenkerstand als Wechselrunde. Nahezu abzugsfrei konnte er sich die Fahrkarte zur „bayerischen“ sichern.

 

Gleich danach kam Daniel Stark auf die Wettkampffläche. Sein Programm begann mit einem Paukenschlag. Aus dem Kehrhang drückte er das Kunstrad in den Kehrsteuerrohrsteiger (das konnte an diesem Tag kein anderer) dann fuhr er rückwärts und dann noch eine Drehung (Pirouette). Wow. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer war ihm sicher. Ganz ungewöhnlich, plötzlich kam nach einer Übung sogar Beifall auf. Was war passiert? Nun Daniel sprang auf den Lenker, stellte sich hin, fuhr ein kurzes Stück und drehte sich dann um und fuhr wieder ein Stück. Das hatten offenbar viele noch nie gesehen.

 

 

Es sah alles so leicht aus, warum macht das denn kein anderer? Nun, ist nicht so leicht wie es aussieht. Dahinter steckt eine Menge Training. Und dass es nicht so leicht ist, zeigte Daniel dann bei seiner letzten Übung. Standsteiger rückwärts. Seine Rücklage war zu groß, er kämpfte um die richtige Position musste aber dennoch nach 1/4 Runde auf den Boden. Das waren dann nahezu seine einzigen Abzüge. Natürlich wird auch er in Bechhofen an der bayerischen Meisterschaft teilnehmen. Das Ergebnis wird ihn voraussichtlich in der Weltjahresbestenliste an die Spitze bringen. Ja und das wichtigste für ihn persönlich: Er hat in seinem letzten Schülerjahr das Ergebnis seines Bruders in dessen letztem Schülerjahr schon überboten.


Die dritte Junior Masters bei der RHV vom 1.5.2019:

Erwartet gute Ergebnisse beim 3. Junior Masters in Gäufelden - Nebringen

 

Junior – Masters – Finale. Ausgerichtet vom RSV Öschelbronn in Gäufelden – Nebringen. Ziemlich deutlich südlich von Stuttgart in Baden-Württemberg.

 

Zum ersten Mal hat dieser Verein, der in der Kunstradszene schon lange als Spitzensportverein bekannt ist, einen solchen großen Wettbewerb ausgerichtet. Wie auch bei den beiden vorhergehenden Junior – Masters gab es auch hier wieder die Vorrunde, in der man sich für die Finalrunde der Masters qualifizieren konnte, sofern man unter die besten Drei kam. Dort in der Finalrunde gab es dann nochmals Masterspunkte zu verteilen, die dann bei der Siegerehrung zur Masters Gesamtwertung auch noch in kleine Prämien umgewandelt wurden.

 

Aus Bernlohe am Start die Brüder Alexander und Daniel Stark in den Disziplinen 1er und 2er Kunstradsport.

 

Dieses Mal kam zuerst die 1er Disziplin an den Start und damit auch Alexander Stark. Allerdings gab es eine lange Wartezeit zu überbrücken, denn die 3. Junior Masters ist gleichzeitig auch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Damit war das Starterfeld im unteren Bereich deutlich erweitert. Von den 1er Junioren können sich immerhin 15 Sportler und vom 2er 10 Mannschaften hier für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

 

Alexander hatte einen guten Start in seinem Programm und überstand auch seinen ersten Schwierigkeitsblock gut, bei dem er bisher immer hohe Abzüge kassierte. Sein zweiter neuralgischer Block lief wieder nicht so gut, so dass er am Ende mit für seine Verhältnisse einem mittelguten Ergebnis und dem achten Platz die Fläche verlassen konnte.

 

Einem seiner Mitbewerber um die vier Kaderplätze für 2020 gelang ein exzellentes Programm. Er zog damit an Alexander vorbei auf den dritten Rang. Alexander, nun auf Platz vier dieser Kaderliste, wird bei der Deutschen Meisterschaft versuchen müssen, diesen vierten Platz zu verteidigen. Er hat aber seinen Vorsprung auf acht Punkte ausgebaut und wenn er bei der Deutschen ein Standardergebnis erreicht, dürfte ihm dieser Platz sicher sein.

 

Ob er diesen Kaderplatz dann wahrnehmen wird, ist noch nicht ganz klar. Zum einen kann er dann im 1er auf jeden Fall zweimal starten, zum anderen muss er aber auch mit den Kräften haushalten, denn im 2er hat er die kraftraubende Rolle des Untermannes zu stemmen, der viele Übungen mit dem Bruder auf der Schulter absolvieren muss. In den Endläufen gibt es nur eine kurze Regenerationszeit von manchmal nur 20 Minuten zwischen den Starts.

 

Diese Gedanken waren dann schon im Kopf, als es zum 2er der Junioren in der offenen Klasse ging. „Offen“ steht für der 2er kann rein männlich, aber auch ein männlich – weiblich Mix sein. Rein weibliche Teams starten in einer eigenen Disziplin.

 

Die beiden Starks fingen wie üblich gut an. Aber es hat sich wohl in den Köpfen eingeschlichen, dass sie die dritte Kraft in Deutschland sind und sie nicht nach oben herankommen können, aber auch niemand von hinten an sie heranreicht. Damit schlichen sich dann kleine Unsauberkeiten ein, die nur die Kommissäre sehen und in der Regel schon nicht mehr das Publikum, dass eben nicht mehr ganz dicht an der Fläche sitzt. Das Ergebnis war dann nach Punkten enttäuschend aber immer noch der 3. Platz und damit auch zum dritten Mal die Teilnahme an der abendlichen Finalrunde.

 

Die Finalrunde lief dann wieder etwas konzentrierter. Das besondere Highlight des Programms kam am Ende. Alexander und Daniel waren etwas langsam im Programm unterwegs. Die letzte Übung ist eine Steuerrohrstanddrehung. Dabei sitzen beide Sportler auf dem Steuerohr des Kunstrades, halten sich an den Händen, stoßen sich voneinander ab, so dass sie sich drehen und müssen sich nach der Drehung nochmals fassen. Dafür brauchen sie etwa 7 Sekunden. Als sie gerade aus der vorletzten Übung (schon im Steuerrohr) kamen und sich nach gewohnter Manier in Position begeben wollten, rief der Trainer „noch 5 (Sekunden)". Beherzt griff Alexander die Hand seines Bruders, gab einfach das Kommando, sie drehten sich und fassten sich gleichzeitig mit dem Gong, der das Zeitlimit darstellte.

 

Dann gab es einen Ehrungsmarathon. Mit der Ehrung für die Tagesleistung, für die Gesamtsieger und am Ende wurde die Nationalmannschaft, die zur Europameisterschaft fährt, bekanntgegeben.

 

Unser 2er hat die Tageswertung auf Platz 3 abgeschlossen und lagen auch bei der Masters­gesamt­­­wertung auf Platz 3, was immerhin ein kleines Taschengeld einbrachte.

 

Das wir in beiden Disziplinen in 3 Wochen bei der Deutschen Meisterschaft in Köln antreten dürfen, freut uns natürlich auch, obwohl das zu erwarten war.

 

Im Folgenden noch ein paar Eindrücke und die Ergebnisliste.


2. Junior Masters in Wölfersheim

(Volkmar Zint / 23.4.19)

 

Unsere Juniorenkunstradsportler gingen nach erfolgreichem Einstieg in die Saison mit der 1. Masters in Randersacker bei Würzburg nun zur 2. Masters nach Wölfersheim im Wetteraukreis in Hessen. 

 

Alexander und Daniel Stark können ihre Euphorie hoffentlich noch ein wenig bremsen und die Juniorensaison konzentriert zu Ende bringen. Die Ergebnisse sind, auch für mich, überraschend gut. Sie haben im 2er den dritten Platz souverän gehalten und sich im abendlichen Finale sogar nochmals auf eine neue Bestleistung gesteigert. 

 

Alexander Stark gehört zudem noch in der anderen Disziplin, im 1er Kunstradfahren zu den Spitzensportlern und darf somit auch dort  antreten, um seine Möglichkeiten auf einen Kaderplatz für nächstes Jahr zu sichern.

 

Der Start des 2er war dieses Mal vor dem 1er und Alexander und Daniel Stark hatten nur das Ziel ihren Platz 3 nach Schwierigkeitsgrad zu halten. Die beiden ersten Plätze sind von Konkurrenten belegt, die noch zu übermächtig sind. Diese Paare sind ca. zwei Jahre älter und damit entsprechend erfahrener.

 

Ihr Ziel, eine gute Leistung abzuliefern und sich den älteren Gegnern anzunähern konnten sie durch eine gute Kür umsetzen. Im Vorlauf blieben sie auf Platz 3 und mit ihren Punkten knapp unter ihrer Bestleistung, die sie erst vor 2 Wochen aufgestellt hatten.

 

Erstaunlich stabil präsentierten sie sich dann auch in der Abendveranstaltung und stellten schon wieder eine neue Bestleistung auf. Sie scheinen fast schon unterfordert zu sein mit dem Programm, dass noch vor acht Wochen unschaffbar schien. Eine erstaunliche Entwicklung. Wir freuen uns auf den Rest der Saison.

 

 

Aber da ist auch noch der 1er – Wettbewerb an dem Alexander Stark teilnimmt. Natürlich mit dem Nachteil, dass er eine Doppelbelastung hat. Nur eineinhalb Stunden nach dem ersten Auftritt im 2er kam sein Aufruf zum Start seines Programms alleine ohne Bruder. Man stelle sich vor, 5 Minuten Kür, Nach 30 Sekunden ist der Puls am Anschlag und das muss man dann noch 4 ½ Minuten durchstehen. Dabei wird Schnellkraft benötigt für Übergänge, da gibt es statische Figuren die Haltekraft erfordern und extremes Gleichgewichtsgefühl ist am bewegten Gerät Kunstrad natürlich unabdingbar. All das meisterte er mit einem Ergebnis in der Nähe seiner persönlichen Bestleistung. 

 

In der Gesamtwertung um den Einzug in den C-Kader für 2020 liegt Alexander auf dem 3. Platz, da für vier der Spitzenjunioren die Altersgrenze für Junioren erreicht ist. Für vier Sportler ist hier Platz im angestrebten C-Kader. Der Abstand zum undankbaren Platz fünf in der Gesamtwertung beträgt nur 4 Punkte für Alexander. Es bleibt also sehr spannend.

 

Am kommenden Wochenende geht es nach Öschelbronn zur dritten Masters.


Kleine Sensation unserer Kunstradfahrer

(Volkmar Zint)

 

Die besten Kunstradfahrer der Altersklasse Junioren (15 - 18 Jahre alt) Deutschlands trafen sich in Randersacker um bei den Masters Ihre Kadersportler des nächsten Jahres zu bestimmen, die Teilnehmer an der Europameisterschaft diesen Jahres zu ermitteln und die stabilsten Radsportartisten in der Serie der Masters am Ende zu ehren.

 

Dabei zu sein ist schon die Ehre. In der Spitze zu stehen und als einer der besten drei Sportler des Tages in die Abendveranstaltung zu kommen und dort um Masters - Punkte zu fighten fast unmöglich. Und dennoch gelang dieses Kunststück unserem 2er Paar Alexander & Daniel Stark die allerdings in diesem Jahr auch noch die besondere Ehre haben, im gemeinsamen Kader aus BDR und RKB Solidarität aufgenommen worden zu sein. Damit ist ihnen sicher gestellt, dass sie am Samstag als eines von 3 Paaren auf jeden Fall um Punkte für die Europameisterschaftsqualifikation fahren können. Andere Paare wie Rödiger & Herbert aus Langenselbold müssen sich dafür erst qualifizieren. 

 

Von den 6 Ergebnissen, die diese Spitzensportler aus den drei Masterswochenenden erringen können, werden die besten vier zusammengezählt und entscheiden dann wer zur Europameisterschaft fahren wird. Bei den 1er Kunstradfahrern werden zwei, bei den 2er Kunstradfahrern nur ein Paar zur EM fahren, die dieses Jahr in Frankreich in Geispolsheim vom 30. Mai bis 2. Juni ausgetragen wird.

 

Alexander Stark im Einer

Für den TSV Bernlohe begann die Veranstaltung am Samstag schon früh um acht Uhr wo Alexander Stark sich dann ca 3 Stunden auf seinen Start vorbereitete. Gegen 11 Uhr war es dann so weit. An siebter Stelle liegend nach dem Schwierigkeitsgrad absolvierte er ganz ordentlich sein Programm. Leider hat er die vielen neuen Höchstschwierigkeiten seiner Kür noch nicht vollständig verinnerlicht, so dass doch heftige Abzüge in Kauf genommen werden mussten. Ein sehr kleiner Trost war, dass dieses auch den meisten anderen so erging. Am Ende stand dann auch der 7. Platz für seine Kür. Auch wenn ich als Trainer mit dem Ergebnis nach Punkten nicht so zufrieden sein kann, so war ich es auf jeden Fall mit der Platzierung. Ich bin sicher, wir werden noch deutlich bessere Ergebnisse erzielen. 

 

Alexander & Daniel Stark im Zweier

Ausgemachtes Ziel war der Wunsch in das abendliche Finale zu kommen. Problem - das können nur drei Paare schaffen. Drei Paare gehören auch zum nationalen 2er Kader. Ein Paar konnte aber letztes Jahr verletzungsbedingt gar nicht starten, gehört aber auch in diese Spitzengruppe und hat sich zu Recht an diesem Wochenende souverän an die zweite Stelle gesetzt. 

 

Das war schon zu erwarten. Somit mussten unsere beiden Jungs besser sein als das Brandenburger Paar Kolbe - Alexander. Nur fahren die einen blitzsauberen, eleganten Stil an dem fast nichts abzuwerten ist. So präsentierten sie sich auch in der Vorrunde. Zum Glück für unsere Sportler hatten sie eine gravierenden Fehler der zum Doppelsturz führte und zu Zeitverlust, so dass sie außergewöhnlich hohe Punktverluste hinnehmen mussten.

 

Unser Ziel hatte ich ausgegeben mit einem Ergebnis von 100 Punkten. Nur 20 Punkte Abzug, da wären wir glücklich. Trotz einiger Stürze und unkorrekter Ausführungen einzelner Übungen blieben dann zur Freude der Bernloher Fangemeinde 101 Punkte übrig, also eine Punktlandung.

 

Das Finale

Nach Fahrtanalyse kamen wir dann zu dem Schluss, dass 110 Punkte in der Abendveranstaltung möglich sein könnten, wenn die Stürze und die unkorrekten Ausführungen beseitigt würden. Darauf stellten wir dann auch die Vorbereitung ab. Aber da war dann ja noch was anderes, dass auch neu war.

 

Da gab es nach den Begrüßungsreden die Vorstellung der qualifizierten Sportler im gleißenden Scheinwerferlicht. Eine speziell ausgeleuchtete Wettkampffläche. Wer sich auf dieser aufhielt, sah nichts mehr außerhalb dieser Fläche. Rundherum also schwarze Wand. 

 

Nachdem das dann überstanden war, kam eine halbe Stunde später der Start der Bernloher Sportler. Die hatten die bisher best Kür ihres Lebens. Sie waren nervös ohne Ende und hatten doch alle Muskeln unter Kontrolle. Alle Knackpunkte meisterten sie. Die Kommissäre fanden kaum etwas zum Abziehen. Am Ende standen 110 Punkte. Neue Bestleistung und das bei einer Masters. Alles umgesetzt, was in der Vorbereitung besprochen wurde. Das hatten sie bisher in keinem Training geschafft. Die Freude war natürlich grenzenlos. Damit wurden auch die ersten Masterspunkte eingefahren. 

 

Allerdings waren auch die anderen beiden Paare excellent und da diese den höheren Ausgangswert hatten blieb den Bernlohern wieder nur der dritte Platz. Mit der Europameisterschaftsteilnahme wird das in diesem Jahr dann wohl nichts mehr. Aber im nächsten Jahr sind dann drei der vier Spitzenpaare aus Altersgründen nicht mehr bei den Junioren und der Abstand zu den aktuellen Junioren ist schon recht groß. Wir entwickeln also die Hoffnung, das dieses Jahr trotz Spitzenleistung noch ein gutes Lehrjahr ist für Alexander & Daniel Stark.

 

Zeitungsartikel: http://www.nordbayern.de/1.8759964

 

Im Folgenden die Ergebnislisten in der Reihenfolge:

2er Junioren Vorrunde

2er Junioren Finale

1er Junioren Vorrunde

und anschließend noch einige Bildimpressionen aus der Sporthalle

und wer noch möchte, kann sich die Übertragung am PC anschauen

Finale ab 5:00 Uhr

https://sportdeutschland.tv/re-live-1-junior-masters-2019-1-2-em-qualifikation?autoplay=true



Es geht los - endlich - die Junior Masters

Sie beginnen in Randersacker und unten ist die Starterliste.

 

Ich möchte eine kleine Interpretationshilfe geben, wie sie für Trainer selbstverständlich ist, aber nicht unbedingt für Zuschauer am Rande:

Unser Alexander Stark startet im Einer Kunstrad an 7. Stelle vom Schwierigkeitsgrad her. Da die Sportler in umgekehrter Reihenfolge des eingereichten Schwierigkeitsgrades starten, muss man also von hinten anfangen zu zählen. Bei den Junioren sind vier Jahrgänge zusammengefasst. Interessant sind die Sportler die im gleichen Jahrgang sind um den Trainingsfortschritt des letzten Jahres zu begutachten.Die vier Sportler mit den Startnummern 108 - 111 sind im gleichen Jahrgang und belegten im letzten Schülerjahr auch die Plätze 1 - 4, wobei unser Alexander auf Platz 2 lag. Und für uns erst einmal sehr befriedigend: Er liegt immer noch auf zwei trotz seiner Doppelbelastung mit dem 2er Kunstradfahren. Ein weiterer Indikator der Leistungsfähigkeit ist die bisher erreichte persönliche Bestleistung. Auch da sieht es gut aus. Aber es geht natürlich auch schnell weit zurück, wie die bayerische Meisterschaft zeigte. Die Tagesform wird entscheiden. Bis zum Platz 10 könnten wir sehr zufrieden sein.

 

Zum 2er Kunstradsport. Da liegt Alexander mit Daniel aussichtsreich auf Platz 3. Alle Werte, wie oben beschrieben, sehen sie deutlich auf Platz 3. Aber das kann täuschen. Die Deutschen Meister aus Schleißheim können genauso mal abstürzen wie die ersten vier insgesamt und natürlich auch unsere beiden Heros aus Bernlohe. Meist spielen hier die Nerven eine ungeheure Rolle. Die Anspannung ist so, dass bereits vor dem Start die Muskeln zittern können. Das gilt es in erster Linie in den Griff zu bekommen.

 

Unsere Beiden gehören zum nationalen Kader und fighten um die Teilnahme an der Europameisterschaft. Das heißt auch automatisch zwei Starts am Samstag. Neben der Vorrunde entweder die Zwischenrunde oder die Endrunde am Abend. Nur eine Mannschaft kann sich für die Teilnahme qualifizieren und eine zweite als Ersatzmannschaft mitfahren zur Europameisterschaft nach Geispolsheim in Frankreich. Wir hoffen auf unsere Jungs, mögen sie das unerwartete möglich machen.


Bayerische Meisterschaft der Junioren in Elsenfeld

Wir haben einen bayerischen Meister 2019        -> Alexander Stark im Einer Kunstradfahren

Wir haben einen bayerischen Vizemeister 2019 -> Alexander und Daniel Stark im Zweier Kunstradfahren

 

Der Meistertitel war ihm eigentlich von den Mitbewerbern nicht zu nehmen. Zu groß ist die Leistungsdifferenz zwischen Alexander und den weiteren Bewerbern. Es ist sein inzwischen achter bayerischer Meistertitel im Einer Kunstradfahren in Folge. In jedem Jahr steigerte er seine Leistung. In diesem Jahr waren es 25 Punkte nach Schwierigkeitsgrad und immer noch über 20 Punkte in der Endabrechnung. Der Durchschnitt wird normalerweise geplant mit 10 - 15 Punkten in der Basisentwicklung, in der Alexander noch steckt. Das was bei ihm im Augenblick passiert, kann man schon außergewöhnlich nennen. Da ist eine etwas schwächere Leistung wie am letzten Wochenende schon mal akzeptabel, vor allem, weil jetzt die zwei Problemfelder in seinem Programm erkannt sind und bis zu den ersten Junior-Masters in zwei Wochen daran gearbeitet werden kann.

 

Das oben genannte können wir für den Zweier genauso wiederholen. Schwierigkeitsgrad gesteigert um 34 Punkte und in der Endabrechnung gesteigert um 14 bzw. 27 Punkte. Jetzt war das Ergebnis wegen einiger Leichtsinnsfehler nicht so gut, aber auch hier sind die Probleme erkannt und können noch bearbeitet werden. Die wichtigsten Mitbewerber für die Masters haben ihre Schwierigkeitsgrade nur um 6 bis 8 Punkte gesteigert, werden dafür aber mit großer Routine aufwarten.

 

In zwei Wochen werden die deutschen Spitzenathleten in Randersacker zum ersten Mal in diesem Jahr aufeinander treffen. Wir sind Stolz, dass unsere Sportler ganz oben mit dabei sein werden.


Weltrekord

für Bernloher Sportlerin

Nach dem Weltmeistertitel 2017, dem Vizeweltmeister 2018 hat Milena Slupina, wie auch schon 2018 den ersten Weltcup 2019 in Prag gewonnen und dabei noch so ganz nebenbei den Weltrekord endlich mal für sich buchen können. Bei ihrem letzten Weltrekord hielt der gerade mal 6 Minuten, jetzt wird er zumindest einige Monate bestand haben. Sie schraubte ihn von 191,86 auf 194,31 Punkte. Noch lange vor der eigentlichen Hauptsaison, die im Herbst beginnt, zeigte sie sich bereits den Wettkampfanforderungen auf höchstem Niveau gewachsen. Seit der Weltmeisterschaft hat sie ihren Schwierigkeitsgrad nochmals um 4 Punkte gesteigert, während die Mitbewerberinnen noch mit ihren "alten" Programmen starten. Aber selbst diese alten Programme funktionierten in Prag nicht mehr wirklich. Das können sie eigentlich deutlich besser. Milena Slupina hat in diesen drei Monaten hingegen den höheren Schwierigkeitsgrad bereits mit ihrem Perfektionismus zur Reife gebracht.

 

Auch wenn sie den Weltmeistertitel in diesem Jahr nicht mehr hat, so hat sie hier ganz deutlich klar gemacht, wer die beste Kunstradfahrerin auf der Welt ist. 

 

Unten seht ihr die Ergebnisliste der Frauen:


Neues Jahr, neue Saison, neues Glück. 

 

Aber nicht nur Glück, sondern durch viel Fleiß erworbene Fähigkeiten brachten unsere beiden Kunstradfahrer Alexander und Daniel Stark mit neuen, deutlich schwierigeren Übungen auf die Wettkampffläche. Belohnt wurden sie mit neuen Bestleistungen. Alexander im Einer verbesserte die erst im Oktober aufgestellte Bestleistung um 20 Punkte und gemeinsam mit Bruder Daniel im Zweier um 17 Punkte.

 

Wie viel Routine Alexander inzwischen hat, zeigte sich, als er einen Übergang vom Reitsitzsteiger in den Kehrstandsteiger (Bild unten links) machte. Dabei verlor er das Gleichgewicht und kippte einfach um. Die rettende Sprossenwand neben der Fahrfläche erreichte er gerade noch und hielt sich daran akrobatisch fest, gewann das Gleichgewicht zurück und konnte weiterfahren. Bei seiner Lenkerstanddrehung musste er einmal auf den Boden und hatte dann aber auch alle Übungen in die Zeit bekommen.

 

Im Zweier haben die beiden eine außergewöhnliche Vorstellung gezeigt. Viel besser als jemals im Training spulten sie ihr Programm in einer schon durchaus guten Qualität ab. Ja es bleib sogar Zeit, eine etwas misslungene Übung zu wiederholen und dennoch auch den letzten Übungsteil in die Zeit zu bringen.


Milena Slupina in 2018 zum 4. Mal Sportlerin des Jahres im Landkreis Roth mit Schwabach, also Gewinnerin der SPORT 1 

Bei der Sportlerehrung war vom TSV Bernlohe ebenfalls dabei:

Gabriel Estrin der zum ersten Mal geehrt wurde für den Bezirksmeistertitel der U13 

 

In Abwesenheit geehrt wurden:

Bianca Zint 

Alexander Stark 

Daniel Stark

Einen Bericht in der RHV findet ihr unter dem folgenden Link: 

http://www.nordbayern.de/region/roth/die-glaserne-eins-im-abo-1.8489382?searched=true