Bernloher Kunstradsportler zum Wormser Cup abgesagt wegen Verletzung

 

Wegen einer Sprungelenksverletzung bzw. -Überlastung die er sich vermutlich im Schulsport zugezogen hatte, musste Daniel Stark den Auftritt des Kunstradzweiers absagen. Das Herunterspringen im Falle, das etwas schiefgeht, von der Schulter des Bruders traute er sich nicht mehr zu, da er fürchtete, dass ansonsten eine längerfristige und schwerere Verletzung die Folge sein könnte.

 

Somit stand das Duo Mina Heinritzi und Jana Pfann ganz alleine ohne den dritten Partner aus Bernlohe da. Sie machten aus der Not eine Tugend und studierten selbst ein 2er Programm ein und konnten mit dieser Notlösung immerhin den 2. Platz der Vereinsmannschaften ergattern.

Bernloher Kunstradsportler beim Wormser Cup

Wormser Cup, dieser Name bereitet den erfahrenen Kunstradsportlern eine Gänshaut. Es ist eine inoffizielle Vereinsmeisterschaft mit einer Besonderheit, die es nur in Worms gibt. Die Sechsfachhalle ermöglicht neben 3 großzügigen Wettkampfflächen auch noch gleich 3 ebensogroße Trainingsflächen.

 

Bei dem Wettbewerb können drei Mannschaften eines Vereins gleichzeitig auf den drei Fahrflächen antreten. Das können Reigen- oder Kunstraddisziplinen sein. Eine Neuerung der letzten Jahre läßt auch Teams zu, die sich aus mehreren Vereinen zusammensetzen. Oft spielen hier die Freundschaften eine Rolle, die aus vergangenen Trainings- und Freizeitveranstaltungen hervorgegangen sind.

 

So ist es wohl auch den beiden Bernlohern Alexander und Daniel Stark ergangen. Sie wurden von den Bruckmühler Mädels Jana Pfann und Mina Heinritzi eingeladen ihr Team zu ergänzen. Damit hat sich eine außergewöhnliche Truppe zu einem Team zusammengetan. Mina Heinritzi ist die aktuelle Deutsche Schülermeisterin. Jana Pfann ist Deutsche und Europameisterin sowie Juniorenweltrekordinhaberin im Einerkunstrad. Die Stark-Brüder sind Deutsche- und Europameister im 2erKunstrad. Damit sind sie nach gemedeten Punkten die stärkste Truppe bei diesem Wettbewerb und werden ganz am Schluss der Veranstaltung starten mit insgeamt 20 Punkten Vorsprung bei 685 gemeldeten Punkten. Hört sich viel an, aber ein Sturz an entscheidender Stelle von einem Sportler und der Vorsprung ist dahin.

 

Auf der Homepage des ausrichtenden VFH Worms     https://vfhworms.de/

findet ihr ab sofort

Viel Spaß beim Surfen


Deutsche Meisterschaft - Milena wird Vizemeisterin (Volkmar Zint)

Nach einem vermutlich taktischen weil kräftesparendem Vorlauf mit dann noch unnötigen Fehlern qualifizierte sich Milena mit dem 4. Platz für das Finale.

Im Finale dann zeigte sie wieder ihre gewohnte Leistung mit Schwächen zum Ende der 5 minütigen Kür. Nach 4 Minuten lag sie noch in der Nähe ihres Weltrekords. nach 4 Mintuen und 30 Sekunden hatte sie immer noch diese Punktzahl. Dann ein Augenblick der Unkonzentriertheit mit einem Sturz bei einem Übergang und sie fiel auf 190 Punkte. Das kostete auch etwas Zeit. Zu diesem Zeitpunkt kaum noch aufzuholen. Dennoch, sie kämpfte, hatte nur noch 3 Punkte Vorsprung auf Lara Füller, der eine außergewöhnlich gute Kür gelang. Wohl auch, weil sie 2 Punkte im Schwierigkeitsgrad zurückgenommen hatte. Dann die letzte Drehung von Milena - verlaufen und teils aus der Zeit und ein unkontrollierter Abgang. Banges Warten auf die Wertung dieser letzten Übung. Die Kommissäre entschieden sich wohl dafür, die Übung noch mit 50% des Schwierigkeitsgrades gut zu geben. Aber damit war der erte Platz leider futsch und der 2.Platz mit 1/10 Punkt vor Maren Haase gerettet.

Deutsche Meisterschaft im Hallenradsport im Livestream

Der Stream ist auch jetzt noch zu sehen

Stream Freitag

Stream Samstag Milena bei 7:13:12 der Vorlauf und 9:15:00 das Finale

Downlaod der vollständigen Starterliste

 Die Ergebnisliste der Frauen Vorlauf und Finale:


Milenas Zwischenbilanz der ersten Saisonhälfte nach dem 3. German Masters:
• 2 Weltcupsiege
• German Masters Gesamtsiegerin (5x Platz 1, 1x Platz 2)
• neuer Weltrekord mit 197,71 Punkten (muss noch von UCI anerkannt werden)
• vorzeitige WM-Qualifikation geschafft! (nach 5 von 7 Durchgängen)


Das kommt jetzt noch in der zweiten Hälfte:
• Deutsche Meisterschaft (8./9.10. in Moers)
• WM-Vorbereitungslehrgang mit der Nationalmannschaft (15.-17.10. in Albstadt)
• Weltcup-Finale (23.10. in Albstadt)
• Weltmeisterschaft (29.-31.10. in Stuttgart)

Bericht im Hilpoltsteiner Kurier:

https://www.donaukurier.de/sport/lokalsport/hilpoltstein/Milena-Slupina-loest-WM-Ticket;art1725,4815905

 

Das Bild unten zeigt die Siegerehrung für die Gesamtsieger der Masterswettbewerbe.

3. German Masters in Nufringen mit erster Niederlage von Milena Slupina (Volkmar Zint)

Das ist nun mal so. Wenn der haushohe Favorit verliert, kommen die Neider unterm Küchentisch hervor und unken.

 

Genau so muss man das sehen. Aber liebe Gemeinde der insgeheim hinter vorgehaltener Hand sich freuenden Bewunderer von Milena. Sie wird sicher zurück kommen und dann stärker als zuvor. Zwei Wochen nach ihrem phänomenalen Weltrekord war sie jetzt nur noch ein Schatten davon und steckte die erste kleine Niederlage in diesem Jahr ein. Aber Nufringen war für viele Spitzenfahrer ein schwieriges Pflaster. Warum weis ich nicht, denn ich war nicht vor Ort und habe das Geschehen nur im Internet mitverfolgt. Das könnt ihr Euch natürlich auch später noch anschauen mit dem Link: https://sportdeutschland.tv/3gm2021/3-german-masters-2021

 

Schon in der Vorrunde hatte Milena geschwächelt und hatte das erste Mal bei den Masters - Wettbewerben in diesem Jahr unter 190 Punkte ausgefahren. Im Finale war es dann leider noch etwas schlechter mit weniger als 180 Punkten. Aber ihre Mitbewerber konnten die Schwäche nicht nutzen. Nur Lara Füller vom RKV Poppenweiler aus der Nähe von Ludwigsburg konnte ihr den blitzsauberen Mastersgesamtsieg etwas verschmutzen.

 

Milena ist damit aber dennoch souverän Geman Masters Gesamtsiegerin 2021.

Im Folgenden die Masters - Tabelle dieses Jahres:

Das waren 6 Wochen der höchsten Konzentration. Das Leben vollständig ausgerichtet auf diese Wettkämpfe im 2 Wochenrhythmus. Gerade jetzt nach einem Jahr ganz ohne Wettkämpfe, ohne den Vergleich, ohne großen Kontakt aber jeder mit viel Ehrgeiz. Jeder zeigt da irgendwann leichte Schwächen, besonders wenn man feststellt, dass da keiner ist, der einem das Wasser reichen und man nur sich selbst besiegen kann. 

 

Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hatte Milena bereits bei der ersten Masters erreicht. Jetzt, auch wenn der Vorlauf der Deutschen Meisterschaft als Teil der Qualifikation zur Weltmeisterschaft noch aussteht, ist bereits klar, dass Milena zur Weltmeisterschaft in Stuttgart als deutsche Nummer 1 qualifiziert ist. Sie hat dann zwischen der Deutschen- und der Weltmeisterschaft noch das Worldcupfinale zu bestreiten. Auch dort steht sie auf 1, kann sich aber noch selbst schlagen und eine Kontrahentin vor lassen. Ich bin sicher, sie wird sich jetzt sammeln und dann die drei Saisonfinals mit 5 Wettfahrten siegreich bestreiten.

Im folgenden die Ergebnisse der Frauen aus Nufringen mit Vorlauf und Finale:


 

Der TSV Bernlohe mit Claudia Ridinger beim Deutschlandcup

Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft leider nicht erreicht
(Volkmar Zint)

 

Der Deutschlandcup fand dieses Jahr in Schwanewede bei Bremen statt. Es ist die zweite Qualifikationsmöglichkeit für die Deutschen Kunstradfahrer zur Deutschen Meisterschaft. Die erste Möglichkeit gab es bereits bei der ersten German Masters. Jeweils 8 Sportlerinnen konnten sich bei jedem Wettbewerb qualifizieren. Somit war Platz 8 der noch nicht qualifizierten das angestrebte Ziel von Claudia. Da eine Sportlerin startete, die bereits qualifiziert war, reichte Platz 9 das Minimalziel.

 

Angestrebt hatte Claudia 140 Punkte auszufahren. Das war ihr bereits am Donnerstag vorher im Training auch gelungen. Die Bedingungen für Sie waren auf Grund des Coronatrainingsstopps nicht wirklich gut. Während andere Kadermitglieder durchtrainieren konnten, war ihr das nicht erlaubt worden.

 

Ab Juli konnte sie erst wieder mit dem Kunstrad trainieren. Mehr als ein halbes Jahr war Pause. So musste sie den Schwierigkeitsgrad ihrer Kür erheblich herunterschrauben. Im Juli zur bayerischen Meisterschaft startete sie noch mit 132 Punkten und konnte davon 125 ausfahren. Damit hatte sie sich die Qualifikation zum Deutschlandcup und zur Teilnahme an den Masters Veranstaltungen gesichert. Sie steigerte den Schwierigkeitsgrad dann auf 142 Punkte und machte da eine gute Figur. Vor allem im Zeithandling kam sie sehr gut zurecht, so dass sie nun zum Deutschlandcup volles Risiko ging und 151 Punkte in der Kür zeigen wollte. Das Problem war nicht so sehr der Schwierigkeitsgrad, sondern das Zeitmanagement, das neben der erforderlichen Konzentration auch eine Menge Kraft benötigen würde, um alle Übungen in der fünfminütigen Kürzeit zeigen zu können.

 

Es fing gut an in ihrer Kür. Die der Hälfte angekommen war sie 5 Sekunden hinter der Richtzeit. Die Punkte waren ebenfalls noch im einkalkulierten Bereich. Das Ziel war noch erreichbar und der Trainer schaute zuversichtlich auf die zweite Hälfte, die eigentlich ihre Stärken herausstellte. Nach drei viertel der Zeit zeigte sie dann aber konditionelle Schwächen und die Zeit lief ihr davon. Einen Sturz hatte sie nach der Lenkerstanddrehung, der aber kaum Zeit kostete. Die Punkte passten immer noch. Dann verließen sie Kraft und Kondition und Konzentration. Am Ende kamen zwei Übungen nicht mehr ins Programm, zwei Drehungen wurden nicht mehr gut gegeben und schon waren 15 Punkte weg.

 

Der Kampf wurde nicht belohnt. Knapp mit 2 Punkten Rückstand auf den 9. Platz musste sie geschlagen geben und wird am kommenden Wochenende in Nufringen ihren letzten Wettkampf in diesem Jahr bestreiten. Sie sieht der kommenden Saison optimistisch entgegen, denn wenn sie mit so wenig Training im Kreis der Kaderathleten mithalten kann, dann will sie sich im kommenden Jahr erheblich nach vorne schieben.


Milena mit neuem Weltrekord (Volkmar Zint)

Die jungen Wilden machen Jagd auf die gestandenen und erfahrenen Führungskräfte im Kunstradsport. Zumindest schien in Denkendorf bei Stuttgart die 2. German Masters sowie 3. und 4. WM - Qualifikation unter dieser Überschrift zu stehen. Doch dann schlugen die Weltmeister zurück. Das galt in allen Disziplinen außer im 2er Kunstrad der Frauen. Die aktuellen Weltmeister dort sind zurückgetreten. Doch auch da konnten sich die Deutschen Meister aus 2019 behaupten.

 

Das galt auch bei den Männern, Frauen und im 2er der offenen Klasse. Faszinierende Auftritte der jungen Wilden leider meist mit kleinen Fehlern am Ende die eben den Unterschied ausmachten. Den erfahrenen Meistern passieren diese eben nicht mehr. Das haben sie in ihren Lehrjahren auch erfahren müssen. Wer die Luft am Ende hat kommt weit nach vorne.

 

Ein Musterbeispiel dafür ist vom TSV Bernlohe Milena Slupina, die eine absolut fehlerfreie, souveräne Kür im Vorlauf präsentierte und damit ihren Weltrekord auf jetzt 197,71 um über 2 Punkte verbesserte. Und das war nötig, denn ihre Mitbewerberinnen hatten gute ERgebnisse vorgelegt. Ein kleiner Fehler an der falschen Stelle und der Sieg wäre dahin. Z.B. Handstand: In der Variante, die sie präsentiert bringt er 13,8 Punkte. Mitten im Programm ist noch ein weiterer der 11,2 Punkte bringt. Ein kleiner Fehler und die Punkte purzeln ganz schnell. Abver eben nicht wenn dann doch einige da sind, die das gerne ausnutzen. Dann ist da 100% Konzentration, dann wird jede kleine Lücke genutzt um den Körper wieder mit Sauerstoff vollzupumpen, damit auch in den letzten Sekunden der 5 minütigen Kür noch die volle Konzentration zu haben. Milena beherrscht das meisterlich und hat jetzt wieder einmal gezeigt. Die jungen Wilden sind abgewehrt.

 

Im Finale zeigte sie gleich noch einmal was Erfahrung bedeutet. Zum Glück relativ früh im Programm misslang Milena eine Seitvorhebehalte die rückwärts gefahren wurde. Das Rad rollte einfach geradeaus auf die Kommissärstische zu. Milena wollte es in die Kurve zwingen, aber das Rad wollte einfach nicht. Kurz vor den Tischen hatte das Rad gewonnen, Milena stieg ab und setzte ihre Kür dann auf der regulären Fahrfläche fort. Das Erstaunliche dabei, sie konterte den Fehler durch die Ausnutzung der optionalen Erweiterungsmöglilchkeit bei der Lenkerstanddrehung und schaffte wieder den Abstand zu Platz 2. Also nicht nur hübsch und elegant, nein, sie kann auch kämpferisch und hat dann wieder souverän gewonnen.

 

Claudia Ridinger

Am Ende des Feldes hat der TSV Bernlohe noch eine Sportlerin, die nach dem coronabedingten Trainingsstopp um Anschluß an das Mittelfeld kämpft. Mit diesem Wettbewerb hat sie einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und die Trainingsziele zu 100% erreicht. Im Gegensatz zur 1. German Masters hat Claudia konsequent an der Verbesserung der Kondition und an technischen Elementen gearbeitet, die sich noch nicht in Punkten so richtig umsetzen lassen. Aber während bei der ersten Masters die Zeit nicht reichte, hatte sie nun fast 30 Sekunden Reserve. Zwei Drehungen waren nicht so perfekt, aber der Rest passte. Somit wird sie beim Deutschlandcup kommende Woche ihren Kürschwierigkeitsgrad zum zweiten Mal in dieser Hauptsaison um weitere 10 Punkte auf über 150 anheben. Damit hat sie die Chance, sich doch noch für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Aber es wird sehr spannend.

 

RadNet: Slupina fährt Weltekord

Die folgenden Fotos zeigen Milena bei einem Sattellenkerhandstand und Claudia bei einem Kehrlenkersitzsteiger und wurden uns von Hubert Dandl aus Bruckmühl zur Verfügung gestellt. DANKE!


Bericht in der RHV:

 

Europameister

 Alexander und Daniel Stark

 

Der TSV Bernlohe stellt mit Alexander und Daniel Stark die Europameister 2021 der Junioren im 2er Kunstradsport
                                                                                                                                                                                                                                                                                            (Volkmar Zint)

Schon die Fahrt in die Zentral - Schweiz zum Kanton Uri in die Stadt Bürglen war aufregend. Alexander und Daniel hatten die letzten Trainingssitzungen bereits im Nationaltrikot absolviert, um sich an die speziellen Faserstoffe zu gewöhnen. Besonders für Daniel, der bei einigen Übungen auf den Schultern von Alexander steht war dies wichtig. Jetzt trugen sie die Insignien der deutschen Nationalmannschaft mit Trikots und Trainingsanzug. Im Hotel, im Kreise der Nationalmannschaft war das schon ein erhabenes Gefühl zu den Besten Deutschlands dazuzugehören.

 

Für den Trainer war es jetzt schon das zweite Mal in der Region Altendorf, dass er mit Sportlern in der Schweiz nach Medaillen schielte. 2013 gewann er mit Milena Slupina bereits die goldene. Damals war es für die Fachwelt überraschend. Jetzt sollten sich die haushohen Favoriten ebenfalls mit Gold belohnen.

 

Aber vorher waren noch kleine Trainingssessions am Freitagmorgen angesetzt um sich an Halle, Beleuchtung und Boden zu gewöhnen. Die Beleuchtung bestand aus Strahlern, die in verschiedenen Winkeln von der Decke die Wettkampffläche optimal ausleuchteten. Ideal für die Zuschauer, deren Blick automatisch aus dem Halbdunkel auf die strahlende Fläche gelenkt wurde. Weniger optimal für die Sportler, die mit den wandernden Schatten ihrer Körper und Sportgeräte klarkommen mussten. Nicht weiter tragisch, aber Gewöhnungssache, insbesondere für die Sportler, die Handstand oder Kopfstand auf dem Rad zeigen wollten.

 

Samstagmorgen dann war um 9:30 Uhr der Start der beiden Starks. Die erste Minute ihres Programms mit ihren Hand-, Schulter- und Kopfständen auf einem Rad verging. Die Anzeigentafel mit dem Startwert ihrer Kür bewegte sich bis dahin kaum nach unten. Sie hatten vor dem Start nahezu 100 Punkte Vorsprung vor den Mitbewerbern aus der Ukraine. Die Lenkerstanddrehung misslang. Akrobatisch rettete Alexander zumindest noch den größten Teil der Übungswertung, aber durch den Doppelsturz verloren sie dann doch noch 4 Punkte.

 

In dem folgenden Steigerblock kamen die üblichen Abzüge für den nicht sauberen Tritt und die Ausgleichsbewegungen von Daniel auf Alexanders Schultern stehend. Jetzt wurde das zweite Rad in die Fläche geschoben und es war schon sicher, dass die beiden den Europameistertitel sicher hatten.

 

Der Rest waren elegante, harmonische Schleifen, gleichzeitig und nebeneinander gezeigte Pirouetten, sowie Standdrehungen in verschiedenen Positionen auf dem Hinterrad.

 

Ihre ganze Routine zeigten die beiden bei der abschließenden eineinhalbfachen Lenkerstanddrehung. Es kann da leicht vorkommen, dass mal ein Sportler dabei den Kreis etwas verlässt, was hier passierte. Alexander glich das aus und fuhr hinter Daniel in den inneren Kreis, um damit den Weg zur Zusammenkunft abzukürzen. Eine risikoreiche Aktion die gelang.

RadNet: Die Europameister der Junioren

Hilpoltsteiner Kurier:  https://www.donaukurier.de/sport/lokalsport/hilpoltstein/Europameister-im-Zweier-Kunstrad;art1725,4808458

 


German Masters am 29.08.21 in Pfedelbach (Milena Slupina)
Platz 1 in Vorrunde und Finale mit jeweils über 190 Punkten
Am Sonntag fand in Pfedelbach die 1. German Masters statt und für mich hat damit die „heiße Phase“ des Kunstrad-Jahres 2021 begonnen. Die dreiteilige Wettkampfserie bildet zusammen mit der Deutschen Meisterschaft die WM-Qualifikation. Diese vier
Veranstaltungen werden in einem zweiwöchigen Rhythmus ausgetragen, sodass bis zum 9. Oktober die Tagessiege bei den German Masters, der  Gesamtsieg der Serie, der Deutsche Meistertitel und die beiden WM-Tickets für die Weltmeisterschaft in Stuttgart
vergeben werden.


Als ich erfahren habe, dass der RV Öhringen den Auftakt der Masters-Serie übernimmt und den Wettkampf in Pfedelbach ausrichten wird, habe ich mich sehr gefreut. Die Halle und das Team des RV Öhringen bieten optimale Bedingungen für uns Sportler und ich
persönlich habe dort bisher nur positive Erfahrungen gesammelt. Im Jahr 2012 konnte ich im Juniorenbereich einen neuen Deutschen Rekord aufstellen und damit genug Punkte fürmeine erste EM-Qualifikation sammeln. Beim Deutschland-Cup 2016 habe ich dort mein erstes Ergebnis über 180 Punkten erreicht und bei der 2. German Masters 2017 bin ich 2-mal sehr gut durch mein Programm gekommen, was mir den Tagessieg in der Vorrunde und wichtige Punkte für die erfolgreiche erste WM-Qualifikation eingebracht hat.


Im letzten Heimtraining vor dem Wettkampf klappten meine Übungen und das Programm recht gut, sodass ich die Anreise am Samstag mit einem guten Gefühl antrat. Dieses gute Gefühl konnte ich auch beim Einfahren am Samstag und Sonntag vor meinem Start bestätigen. Das Starterfeld der 1er Frauen bestand aus 25 Sportlerinnen, wovon sechs über 190 Punkte eingereicht haben – in der Spitzengruppe geht es also eng zu. Mit 201,30 Punkten starte ich mit der höchsten Schwierigkeit und deshalb als Letzte in der Gruppe.


Bei den Sportlerinnen zuvor kam Maren Haase (RV Blitz Hoffnungsthal) beinahe fehlerfrei durch ihre Kür und setzte mit 184,66 Punkten eine Duftmarke, während bei den vier anderen nicht alles klappte und sie damit sowohl unter ihren Möglichkeiten als auch hinter Maren blieben.


Für den Tagessieg der Vorrunde hatte ich also den oben genannten Wert zu überbieten. Da für die WM-Qualifikation am Ende nicht die Platzierungen, sondern die ausgefahrenen Punktzahlen entscheidend sind, ist bei der Masters-Serie eine saubere Kür und ein hohes Ergebnis fast noch wichtiger als die genaue Platzierung. Der Einstieg in mein Programm verlief richtig gut, sodass ich bis zum Schweizer Sattellenkerhandstand überhaupt keine Abzüge für die Ausführung erhalten habe. Beim anschließenden 2-fachen Drehsprung stand ich leider nach 1,5 Umdrehungen auf dem Boden, was mir 2 Punkte Abzug für den Sturz und 3,4 Punkte Abzug für die nicht vollständig gezeigte Übung einbrachten. Schnell wieder aufgestiegen kam ich für die 21 weiteren Übungen wieder in einen guten Fluss und konnte alles sauber präsentieren. Zum ersten Mal in diesem Jahr hat mir auch die Zeit gereicht, sodass ich mit 191,26 Punkten und sehr glücklich über diese Fahrt von der Fläche ging.


Die WM-Qualifikation besteht aus insgesamt 7 Durchgängen, wovon je zwei an den German Masters und der letzte bei der Deutschen Meisterschaft stattfinden. Die drei Erstplatzierten der Vorrunde qualifizieren sich für das Abendfinale der German Masters,
was jeweils den 2. Qualifikationsdurchgang bildet. Für die Mitglieder des Nationalkaders, die es in der Vorrunde nicht unter die ersten drei geschafft haben, gibt es noch eine Zwischenrunde, damit sie ebenfalls weitere Punkte für die WM-Quali sammeln können.


Durch den Tagessieg in der Vorrunde habe ich dieses Startrecht glücklicherweise nicht gebraucht und konnte bis zum Abend herunterfahren und entspannen, bevor es in die zweite Runde geht. Nach einer Begrüßung, Vorstellung der Finalteilnehmer und einem Showact von örtlichen Kunstturnern, war die Disziplin der 1er Frauen zuerst an der Reihe. Maren Haase zeigte wie schon in der Vorrunde eine saubere Kür und konnte sich sogar noch ein bisschen steigern auf 185,55 Punkte. Lara Füller (RKV Poppenweiler) war dritte in der Vorrunde (mit 174,13 Punkten) und im Finale leistete auch sie sich keinen Fehler, sodass sie mit 187,93 Punkten eine neue persönliche Bestleistung erreichte und die Führung übernahm.

 

Nach den Vorlagen war für mich klar, dass ich eine Höchstleistung bringen muss, wenn ich auch die Abendrunde gewinnen will. Der Einstieg in die Kür gelang mir auch im Finale gut mit nur minimalen Abzügen. Einen spannenden Moment gab es allerdings beim Schweizer Sattellenkerhandstand. Beim Hochdrücken aus der Vorhebehalte stockte ich in der Bewegung und kam erstmal nicht weiter – mit viel Krafteinsatz und einem unterstützenden Zwischenruf „Aufrollen!“ meiner Trainerin Petra Slupina aus der Coaching Zone konnte ich ihn aber komplett hochdrücken und fahren. Auch der 2-fache Drehsprung klappte diesmal super. Bis kurz vor Ende des Programmes hatte ich noch über 196 Punkte auf der Anzeigentafel stehen. Die Standsteiger Drehung rückwärts als letzte Übung habe ich recht neu im Programm. In diesem Fall bin ich mit dem Rad wohl etwas aus dem erforderlichen 50 cm-Kreis herausgewandert und das aufmerksame Kampfgericht hat dies mit 50% Abzug bewertet. Das Endergebnis von 192,97 Punkten ist nah an meinem Weltrekord, bedeutet den Finalsieg und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung WM-Quali dar.


Ich bin super zufrieden mit dem gesamten Wettkampftag und freue mich riesig, dass mir der Einstieg in die Hauptsaison so gut gelungen ist. Eine weitere positive Erinnerung an die Wettkämpfe in Pfedelbach ist dazu gekommen. Weiter geht es mit der 2. German Masters am 11.09. in Denkendorf (BW), wo ich an meine Leistungen anknüpfen möchte.

 

Claudia Ridinger (Volkmar Zint)

Im Gegensatz zu Milena hatte Claudia schwierige Trainingsbedingungen. Beim letzten Wettkampf 2019 ist sie noch mit 265 Punkten in ihrer Kür gestartet und hatte eine Bestleistung von über 150 Punkten. Bei der Bayerischen hatte sie nur noch einen Schwierigkeitsgrad von 132 Punkten den sie jetzt erweiterte auf 142 Punkte. Sie kann noch einiges mehr, aber die Kondition und Konzentration reichen noch nicht so weit, dass sie wieder an alte Leistungen anknüpfen kann. Für sie war es wichtig, dass sie hier das Startrecht hatte, um wieder in den Wettkampfmodus zu kommen.

 

Mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, startete sie als erste um 8:30 Uhr. Am Ende war sie überrasscht, dass sie bereits so gut durchgehalten hat. Eine kleine Pause im Programm zu viel genommen, so dass am Ende die letzte Übung aus Zeitgründen aus der Wertung fiel. Dennoch hat sie noch zwei Sportlerinnen hinter sich gelassen.

 

Beim Deutschlandcup am 18. September wird sie versuchen, das eigentlich unmögliche möglich zu machen und sich um 15 Punkte zu steigern um dann doch noch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft zu erreichen. Dort werden sich die besten acht der noch nicht qualifizierten Sportler das Startrecht an der DM sichern.

 

In der Ergebnbisliste sind die grün markierten Sportler bereits zur Deutschen Meisterschaft in Moers am 8. Oktober qualifiziert.

 

Hilpoltsteiner Kurier: Erfolg bei den 1. German Masters

Einige Bilder aus Pfedelbach:

Die Bilder wurden uns von Katrin Wurth aus Gutach zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür


Gebrüder Stark sind  D E U T S C H E   M E I S T E R  im 2er Kunstrad (Volkmar Zint)

Die Vorführung ihrer Kür glich einer Triumphfahrt. Die Handstand- Serie von Daniel sowie einer Grätsche, die er aus dem Handstand heraus einnimmt, waren fehlerfrei. Ganz langsam rollte er sich danach über den Lenker zum Schulterstand zwischen Sattel und Lenker. Währenddessen hält sein Bruder Alexander kontinuierlich, im Kopfstand auf dem Sattel das Rad ruhig, um es Daniel leichter zu machen. Ergebnis waren nur wenige Zehntelpunkte Abzüge von dem vor 3 Wochen eingereichten Programm. Auch die beiden weiteren Handstände von Daniel waren ohne Probleme.

 

Dann kam Alexanders Spezial Actions Minute. Er sprang auf den Lenker, während Daniel hinten auf den Dornen stand. Alexander holte mit dem Körper kurz aus zu einer Rotation um die eigene Achse und drehte dabei mit den Füßen den Lenker mit. Nach vier halben Drehungen gelang ihm der Stopp der Drehbewegung sehr gut und eine Übung der höchsten Schwierigkeitsklasse war im Kasten.

 

Anschließend, auf dem Sattel sitzend half er seinen Bruder sich auf seine Schulter zu stellen, um dann das Vorderrad anzuheben und so einen Steiger zu fahren. Aber nicht genug mit dieser Höchstschwierigkeit. Nachdem Daniel sich auf seine Schulter gesetzt hatte, drehte er den Lenker und hob sich mit dem Bruder in den Lenker zu einem Lenkersitzsteiger und nach einer weiteren halben Runde noch höher über den Lenker hinweg zum Steuerrohrsteiger. Den fährt er dann rückwärts, vorwärts und als wäre das noch nicht genug stellt sich der Bruder wieder auf die Schulter und sie fahren noch eine halbe Runde vorwärts.

 

Radwechsel

Das Rad von Daniel wurde in die Fläche geschoben. Jetzt sind die akrobatischen Elemente erst einmal vorbei. Jetzt geht es darum harmonische Schleifen zu fahren, synchrone Drehungen zu zeigen. Bei Letzteren hatten die etwas kleinlichen Kommissäre dann leider auch etwas auszusetzen, so dass für die Beiden eine neue Bestleistung nicht mehr in Betracht kam. Die letzte Übung war dann wieder etwas akrobatisch.

 

Daniel fährt hinter Alexander her. Auf Kommando springen beide gleichzeitig auf ihre Lenker um nebeneinanderfahrend drei halbe Lenkerstanddrehungen zu machen. Die Regel schreibt vor, dass nach vollendeter Drehung die beiden sich noch zu fassen kriegen müssen, um dann gemeinsam noch 2 Meter zu rollen.

 

Alexander ließ sich aus Sicherheitsgründen etwas zu weit nach außen treiben und wäre auf normalem Weg nie mehr an den Bruder herangekommen. Aber mit der letzten Drehung schwenkte er hinter dem Bruder auf die Innenbahn und konnte ihn so einholen und beide die geforderte Distanz überwinden.

 

Die Halle stand Kopf. Eine überragende Leistung, die dann mit Pokal, Medaille, Urkunde und dem Meistertrikot belohnt wurde.

 

Nach der Siegerehrung gings dann noch zur Besprechung mit den Organisatoren der Nationalmannschaft, denn in zwei Wochen geht es zur Europameisterschaft in die Schweiz. Die beiden Bernloher bekamen die Anleitung was vorher alles von ihnen erwartet wird und durften dann die Nationaltrikots und den gemeinschaftlichen Trainingsanzug in Empfang nehmen. Es ist schon besonders aufregend, Deutschland zu vertreten und die dazugehörigen Insignien zu erhalten.

 

Vorbilder

 

Früher waren das doch immer die besonders Guten, mit denen man kaum wagte einige Worte zu wechseln. Jetzt sind sie selbst dabei.

 

Starks als 1er Kunstradfahrer auch in Deutscher Spitze

Das war nur der abendliche Höhepunkt für die Bernloher Sportler.

 

Vorher am frühen Nachmittag hatten sie bereits ihren Wettbewerb im 1er Kunstrad. Alexander wollte hier versuchen, in seinem letzten Juniorenjahr das Treppchen zu ersteigen, währen Daniel versuchen würde, sich für den 1er C-Kader des kommenden Jahres zu qualifizieren.


Daniel erreichte den 6. Platz in diesem starken Feld und hat damit den 2. Platz der im kommenden Jahr noch verbleibenden Junioren gefestigt und ist somit sicher im C-Kader. Der C-Kader-Sportler hat einen gewissen Vorteil in der Qualifikation zur Europameisterschaft, denn er braucht sich bei den Junior Masters nicht zwingend auf einen der ersten drei Plätze im Vorlauf zu qualifizieren, um dann noch eine zweite Möglichkeit zu bekommen Punkte zu sammeln.


Alexander ließ es so richtig krachen und wäre fast noch aufs Treppchen gekommen. Eine aus unserer Sicht etwas unglückliche Wertung bei einer Übung schmiss ihn um 1,2 Punkte auf den 4. Platz zurück.


Der 2. Weltcup am 07.08.21 in Lemgo (Milena SLupina)
Nachdem die ursprünglich geplanten Weltcup-Termine in der Slowakei und in Hongkong pandemiebedingt abgesagt werden mussten, hat der Liemer RC kurzfristig die Ausrichtung des 2. Weltcups in Lemgo (NRW) übernommen.


Mein Training im Vorfeld des Wettkampfes lief nicht optimal – am Freitag eine Woche vor dem Weltcup hatte ich die zweite Corona-Impfung und die Reaktion darauf hat mich erst einmal im Training zurückgeworfen, sodass ich am Dienstag mein Programm noch nicht komplett durchgestanden habe. Hinzu kam, dass ich am Ende dieses Trainings plötzlich starke Schmerzen im linken Arm hatte, wenn ich diesen unter Streckung belastet habe.


Beim letzten Heimtraining und auch beim Einfahren am Freitag in der Wettkampfhalle in Lemgo hat mich der Arm stark beeinträchtigt – insbesondere bei den beiden Handständen, dem Drehsprung und der Seitvorhebehalte rückwärts. Aber auch insgesamt fehlte mir eine gewisse Sicherheit auf dem Rad, deshalb hatte ich geplant, meine Punktzahl für den Wettkampf etwas zu reduzieren.


Glücklicherweise waren die Schmerzen am Samstag nur noch sehr gering und die Stabilität auf dem Rad wieder zurück, sodass ich Samstagabend doch wie geplant mit dem Ausgangswert von 201,30 Punkten die Fläche betrat. Bei meiner ersten Übung – der Schweizer Lenkerhandstand 8, musste ich die vorgegebene Fläche von 11x14 m an einer Seite verlassen und verlor damit gleich zu Beginn etwas von meiner Punktzahl und vor allem 3 Sekunden wertvolle Zeit. Die nächsten sechs Übungen liefen sehr gut und sogar
so schnell, dass ich wieder in meiner persönlichen Sollzeit war.Dann kam der Schweizer Sattellenkerhandstand und auch hier hat mir der Platz an diesem Tag nicht ausgereicht – ich fuhr so groß, dass ich gerade so noch an den Beinen anderer Sportler und einem Kästchen vorbei gekommen bin. Eine sehr spannende und aufregende Situation, die mich allerdings nur 0,5 Punkte Abzug gekostet hat. Bei 2:13 min lag ich zeitlich im Soll, aber die Aufregung im ersten Teil meiner Kür steckte mir in den Knochen, sodass ich kurz darauf bei einem Übergang vom Rad musste. Auch hier habe ich wieder mehrere Sekunden eingebüßt.


Hochkonzentriert absolvierte ich weitere Übergänge, Drehungen und eine 2,5-fache Lenkerstanddrehung sehr zügig. Das hatte sich gelohnt, denn als mir meine Trainerin Petra Slupina 3:40 min zurief, war ich wieder in meiner Sollzeit und es wäre möglich gewesen, alle verbleibenden Übungen in der Zeit zu zeigen. Ein weiterer Absteiger 30 Sekunden vor Schluss machte mir da aber einen Strich durch die Rechnung – ich stieg sofort wieder auf und gab bei den letzten 5 Übungen Vollgas, aber am Ende haben mir ca. 2 Sekunden gefehlt, um alles innerhalb der 5 Minuten zu zeigen. Nach einem durchgekämpften Programm mit vielen guten Übungen aber eben auch mehreren „blöden“ Fehlern/Situationen stieg ich mit einem Resultat von 184,00 Punkten vom Rad. Damit konnte ich mir knapp den Tagessieg vor Mattea Eckstein (183,48 / SK Stuttgart) sichern. Das Podest komplettierte Maren Haase vom RV Blitz Hoffnungsthal mit 176,73 Punkten.


Nach der schwierigen Vorbereitung auf den Weltcup freue ich mich, dass ich es geschafft habe, bis zum Ende mit Energie zu fahren und immer wieder Zeit aufholen konnte. Die Fehler waren sehr ärgerlich, sind aber aktuell zu verschmerzen. Im Training möchte ich
jetzt meinen Fokus zunächst auf die Handstände legen, damit mir künftig die Wettkampffläche wieder ausreicht und ich nicht der Zeit hinterher fahren muss.


Am 29.8. startet die German Masters Serie und damit die WM-Qualifikation in Pfedelbach.

Die Ergebnisliste vom 2. Weltcup 2021 in Lieme


Deutsche Meisterschaft  2 0 2 1  im Hallenradsport in Amorbach für

Junioren am kommenden Samstag und für Schüler am Sonntag

Wir, vom TSV Bernlohe, haben seit Jahren zum ersten Mal keine Schüler mehr am Start und können uns somit auf den Samstag beschränken. Um diese Meisterschaften überhaupt zu ermöglichen, wurden die Meisterschaften für Radball und Radpolo ausgelagert und finden unabhängig von den Kunst- und Reigenfahrern statt.

 

Damit haben die Bernloher Sportler Daniel und Alexander Stark die außergewöhnliche Konstellation, dass sie ihren 1er und den 2er Wettbewerb bei einer Deutschen Meisterschaft am gleichen Tag absolvieren müssen.

 

Die besondere psychische Schwierigkeit der letzten Monate, seit sie ihre Masters-Serie absolvierten, dass sie ohne Kenntnis eines Termins für die Deutsche Meisterschaft einfach versuchten weiter zu trainieren, als wäre nichts geschehen und als würde noch was passieren. Das kannten sie nun auch schon vom letzten Jahr. Da passierte aber nichts. Einem leistungsorientierten Jugendlichen kommt das Ganze dann irgendwie ziemlich sinnlos vor. Nun in diesem Jahr gab es dann vor 8 Wochen zumindest mal einen angedachten Termin. Aber in dieser Zeit, nach der Erfahrung vom letzten Jahr - kann ein junger Mensch daran glauben? Können die Trainer daran glauben in einer Situation die sie bisher auch nicht kannten und schon gar nicht wagen einzuschätzen? Spielen die hervorragenden Resultate bzgl. pandemischen Verhaltens aus dem Frühjahr und von der Landesmeisterschaft in der heutigen Politik eine Rolle?

 

Dieser schwierige Zeitraum scheint inzwischen überwunden und wir schauen mit viel Optimismus auf die nächste Woche, wo endlich wieder die Besten Junioren Deutschlands um die höchsten Ehren kämpfen werden.

Die Aussichten

Alexander hat sich die Möglichkeit geschaffen im 1er aufs Treppchen zu kommen. Aber zugegeben, die Aussicht ist eigentlich nur theoretisch da. Die vor ihm liegenden Sportler müssen schon einen schwachen Tag erwischen. Aber das wäre nicht das erste Mal bei einer Deutschen Meisterschaft.

Daniel ebenfalls im 1er hat die Qualifikation zum nationalen C-Kader in Deutschland für 2022 bereits seit dem Frühjahr in der Tasche. Er liegt in der Rangliste aktuell auf Platz 2 und sollte versuchen diese Position zu verteidigen.

Der 2er Alexander&Daniel hat in diesem Jahr alles dominiert was es in Deutschland gibt und sollte den Titel nach Bernlohe bringen. Hoffen wir, dass es weitgehend normal verläuft.


Liveübertragung aus Lemgo im Internet

https://sportdeutschland.tv/liemerrc1994ev/artistic-cycling-world-cup-round-2
Beginn ca. 16:15 Uhr

Die zweite (höherwertige) Frauengruppe mit Milena startet etwa 19:15 Uhr


Bericht der RHV von der bayerischen Meisterschaft U19 & Elite

Bayerische Meisterschaft U19 & Elite

Einige Bilder zum Einstimmen

 

Der TSV Bernlohe lässt in Oberschleißheim den Mitbewerbern keine Chance (volkmar Zint)

 

 

Milena Slupina, Alexander und Daniel Stark sorgen mit drei Meistertiteln für einen standesgemäßen Auftritt, der von Gabriel Estrin und Claudia Ridinger mit guten Platzierungen flankiert wird.

 

Aber der Reihe nach:

Die U19 Sportler machten den Anfang am Sonntag, dem 10.7.21. In dieser Altersklasse sind vier Jahrgänge zusammengefasst.

 

Der erste Bernloher Starter, Gabriel Estrin, ist im ersten Juniorenjahr. Er hat ebenso wie Claudia Ridinger während der Pandemiezeit keine Chance gehabt zu trainieren, so dass sein Punktezuwachs, der die sportliche Entwicklung dokumentiert, geringer war als bei den Kadersportlern, die zumindest zum großen Teil durchtrainieren konnten.

 

Durch seinen Wechsel in die Juniorenklasse hat er die Möglichkeit eröffnet bekommen, in der Kürzeit von fünf Minuten, statt 25 jetzt 30 Übungen zu zeigen. Für sein letztes Schülerjahr wollte er an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen, was dann leider verwehrt wurde. Sein damaliges Programm von knapp über 80 Punkten konnte er durch die neuen Übungen auf knapp über 90 Punkte steigern, während die Sportler, die durchtrainieren konnten, ca. 30 Punkte zulegten. Zudem musste an der Qualität der Ausführung einiges an Abstrichen hingenommen werden. Der TSV Bernlohe bemühte sich zwar die Benachteiligungen abzumildern, aber bei totalem Sportverbot ist das natürlich nicht wirklich möglich. Gabriel ist mit dem 6. Platz sehr gut bedient und wird hoffentlich den Rückstand des letzten Jahres bis zur nächsten Saison deutlich verringern können. Die Zukunft gehört ihm, davon ist der TSV überzeugt.

 

Dann kam Daniel Stark, der aufgrund des Kaderstatus nur vier Monate nicht trainieren konnte und die verbleibende Trainingszeit vorwiegend dem Training im 2er Kunstradfahren mit seinem Bruder widmete. Aber er hatte schon Wettkampferfahrung aus den Juniormasters im Frühjahr und das war sichtbar. Seine Kür war eine sehr schöne Vorstellung, die bis fast zum Schluss nahezu keine Abzüge bekam. Dann kam ein schwieriger Übergang, bei dem er auf dem Boden stand, den er auf Anruf durch den Trainer wiederholte und gleich nochmals nicht schaffte. Schade, eine schöne Kür mit unwürdig wenig Punkten die aber immer noch locker zum zweiten Platz reichte.

 

Ihm folgte der Bruder Alexander dem der Trainer das Ziel ausgegeben hatte endlich die Marke von 150 Punkten deutlich zu knacken. Sein Vortrag hatte einige Fehler und war nicht ganz so elegant, aber er hatte natürlich auch einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad, den er zum ersten Mal auf einem Wettbewerb zeigte. Ein souveräner Sieg mit Luft nach oben war das Ergebnis.

 

Blieb noch der Auftritt der beiden Starks beim 2er Kunstradfahren. Für ihre Verhältnisse war es ein Desaster, das schon damit begann, dass ihr Übungsaufbau für die erste Übung mit einem Kopfstand auf dem Sattel von Alexander und mit Handstand auf dem Lenker von Daniel misslang und sie nochmals aufbauen mussten. Vier Punkte waren weg. Das zog sich in der ersten Hälfte des Programms so durch und führte zu einem Ergebnis, dass vor zwei Jahren gut gewesen wäre, aber nicht jetzt vier Wochen vor der deutschen Meisterschaft und sechs Wochen vor der Europameisterschaft. Auch wenn der Titel locker eingefahren wurde, so war der Trainer nicht wirklich glücklich damit.

 

Die Frauenelite am Sonntag 

Claudia Ridinger mit einer Bestleistung von 153 Punkten startete nur noch mit 132 Punkten im Schwierigkeitsgrad. Sportverbot sei Dank. Das sind mindestens 2 Jahre, die hier an Wiederaufbau erforderlich sind. Kunstradfahren ist kein Sport wie Joggen oder Fußballspielen wo man mal ein Jahr aussetzt und dann gleich nach Neubeginn wieder weitermacht. Neben Kraft und Kondition für eine Mittelstreckendisziplin ist hier der Gleichgewichtssinn und die vollkommene Körperbeherrschung gefragt, die nicht einfach nur da ist wie beim Gehen. Claudia hat das einzig Richtige getan, nämlich den Schwierigkeitsgrad heruntergenommen, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Ihren Kaderstatus hat sie damit aufs Spiel gesetzt. Dennoch ist die Lust am Sport und am Vergleich mit den anderen Sportlern deutlich zurück. Platz sechs stört sie nicht besonders, hat sie ihr Ziel an den Master - Wettbewerben teilnehmen zu können doch erreicht.

 

Wie an Milena Slupinas Ergebnis zu sehen war, sind aber auch Kadersportler, die durchtrainieren konnten, nicht gegen schlechte Ergebnisse gefeit. Alle Frauen aus der Spitzengruppe mit einem mehrfachen Drehsprung haben diesen nicht geschafft und damit schon mal ca. 10 Punkte verloren, wobei dann noch einige andere Problemchen auftraten. Gut, dass Milena mit ihrer internationalen Wettkampferfahrung dann doch noch den bayerischen Meistertitel der Frauen mit nach Hause nehmen konnte.

 

 

 


Hilpoltsteiner Kurier: Nah dran am eigenen Weltrekord (Bericht vom Weltcuperfolg von Milena)

 

Infos 1. Weltcup am 19.07.21 in Oberbüren/Uzwil (SUI) von Milena Slupina
Am Samstag war es nach langem Warten und diversen Verschiebungen soweit und die Weltcup-Serie im Kunstradfahren konnte starten. Ausgerichtet wurde der Weltcup von den Kunstradfahrern Uzwil und fand in Oberbüren (SUI) statt. Mein letzter Wettkampf davor war ebenfalls in der Schweiz, als ich im September 2020 an einer SwissAustria Masters teilgenommen habe. Das war also schon viele Monate her und seit dem letzten Weltcup im Februar 2020 sind sogar mehr als 15 Monate vergangen.


Dementsprechend spannend war es zu sehen, wie sich alle Sportler entwickelt haben und auch für mich selbst war ich gespannt, wie ich mein Programm im Wettkampf präsentieren könnte. Aber nicht nur die Spannung, sondern auch die Freude auf den Weltcup war groß – die anderen endlich mal wieder sehen zu können und einen Wettkampf zu fahren war richtig schön.


Im Vergleich zur Saison 2019 habe ich mein Programm um den 2-fachen Drehsprung und die Standsteiger Dreh. rw. erweitert und bin mit einem Ausgangswert von 200,90 Punkten angetreten. Mit dem Parkettboden in der Sporthalle kam ich gut zurecht und insgesamt
waren die Bedingungen für den Wettkampf sehr gut.


Beim Einfahren eine knappe halbe Stunde vor dem Start hatte ich noch einen Schreckmoment beim Lenkerhandstand – ich schaffte das Hochdrücken nicht schnell genug und bin im Handstand gegen die Hallen-Trennwand gefahren. Zum Glück kam ich aber unversehrt wieder auf den Boden und konnte mich nach kurzem Durchschnaufen weiter vorbereiten.


Im Wettkampf gelang mir der die Schweizer Lenkerhandstand 8 sehr gut und auch innerhalb der Fläche. Auch die Folgeübungen konnte ich mit minimalen Abzügen zeigen. Dann kam für mich eine Schlüsselstelle der Kür mit dem Schweizer Sattellenkerhandstand
und direkt danach dem 2-fachen Drehsprung. Beides klappte richtig gut und so konnte ich mich schon während der Fahrt ein bisschen freuen – natürlich ohne die Konzentration für den Rest zu verlieren. Das habe ich auch geschafft und für die verbleibenden 21 Übungen kaum Ausführungs-Abzüge erhalten.


Auffällig war die 2,5-fache Lenkerstanddrehung, bei der ich zwischendurch so viel Schwung verloren habe, dass mein Rad nach 2 Umdrehungen fast still stand. Ich konnte es aber durch „wackeln“ des Lenkers wieder genug antreiben, um die Übung korrekt zu
beenden. Das war auch ein ungewohntes Bild für die Zuschauer und hat mir einen Zwischenapplaus eingebracht.


Insgesamt 8,3 Punkte habe ich durch 50%-Abwertungen auf die Kehrstandstg. rw. 8 und die Kehrreitsitzstg. rw. 8 verloren – den Kommissären war bei den beiden Wechselrunden wohl jeweils ein Kreis zu klein. Darauf werde ich im Training in nächster Zeit achten, dass die Größe der Wechselrunden (mehr als 4 m Durchmesser pro Kreis) eindeutig passt.


Ich freue mich, dass ich mein Programm bei diesem ersten Wettkampf so gut zeigen und mit dem Ergebnis von 186,10 Punkten den Weltcup für mich entscheiden konnte vor Maren Haase (178,83/Hoffnungsthal) und Mattea Eckstein (173,78/Stuttgart).


Als nächster Wettbewerb steht für mich die Bayerische Meisterschaft am 11. Juli in Oberschleißheim im Terminkalender und ein weiterer Weltcup vor dem Finaldurchgang am 23. Oktober in Albstadt ist auch noch in Planung.

Überragender und souveräner Sieg beim 1. Weltcup 2021 durch Milena Slupina

 

Der erste Weltcup 2021 vom 19.6. bei Sportdeutschland.TV. Du gelangst mit folgendem Link dorthin:

https://sportdeutschland.tv/radsport/icww-kunstrad-weltcup-runde-1-uzwil


Die Europameisterschaft der Junioren hat einen neuen Termin

Sie soll stattfinden am 27. und 28. August in der Schweiz in Altdorf im Kanton Uri.

Für den TSV Bernlohe heißt das, dass parallel zur Europameisterschaft auch die erste German Masters stattfinden wird. Das ist schade, aber die EM hat für uns erst einmal die größere Bedeutung. Da müssen unsere Elite-Damen mal ohne uns auskommen.


Fast wie ein normaler Wettkampf

Bericht im Hilpoltsteiner Kurier

Milenas Bericht zum RKB-Online-Frühlingscup am 25.04.21 in Schleißheim
Am Sonntag vor einer Woche wurde ein weiteres Mal ein Online-Wettkampf für uns Kunstradfahrer ausgetragen. Anders als bei den bisherigen Online-Cups war nicht der Indoorcycling Worldwide (ICWW) Ausrichter, sondern der RKB Solidarität Deutschland. Es gab zahlreiche Anmeldungen, sodass der Wettkampf mit 64 Starts in 15 verschiedenen Hallen insgesamt 9 Stunden Youtube-Livestream bedeuteten. Auch ich wollte mir die Gelegenheit auf einen Wettkampf und der damit verbundenen Möglichkeit mein Programm unter „ernsten“ Bedingungen testen zu können nicht entgehen lassen.


Mit einem negativen Corona-Schnelltest (und natürlich entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln) durfte ich für den Wettkampf beim RSV Schleißheim in der Halle zu Gast sein. Dadurch war dieser Online-Wettkampf für mich schon fast wie ein „normaler“ Wettbewerb – mit Einfahren auf einem ungewohnten Boden, Orientierung in der Halle etc. Nur die Kampfrichter waren eben nicht live vor Ort sondern jeder zu Hause vor seinem Bildschirm.


Sowohl die Organisation vom RSV Schleißheim als auch die Bedingungen in der Halle waren super und ich habe mich richtig auf den Wettkampf gefreut. Zum ersten Mal habe ich mit 201,50 Punkten einen Wert über 200 eingereicht – und der Start in mein Programm
klappte richtig gut. Nach den ersten zwei Minuten, in denen ich unter anderem die beiden Schweizer Handstände fahre, lag ich immer noch bei 201,20 Punkten. Danach kam der 2-fache Drehsprung, der im Wettkampf noch recht neu für mich und immer eine Herausforderung ist. Der ging leider in die Hose und ich stand nach knapp 1,5 Umdrehungen auf dem Boden – ca. 5 Punkte Abzug. Aus meinem Fluss habe ich mich davon aber nicht bringen lassen und konnte die anschließenden Übergänge und Drehungen wieder sehr gut präsentieren. Ein persönlicher Erfolg war für mich dann, dass ich die Lenkerstanddrehung 3,5-fach gefahren bin und mir damit anderthalb Pluspunkte holen konnte.


In den letzten 1:20 min habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr ganz so spritzig bin und habe übliche kleine Abzüge von den Kommissären erhalten. Erst ca. zwei Wochen vor dem Wettkampf habe ich die Reihenfolge bei meinen letzten 5 Übungen geändert, um mehr Ruhe in den Ablauf zu bekommen. Nach dieser kurzen Zeit, war der neue Ablauf natürlich noch nicht so routiniert, aber ich kam dennoch gut zurecht.


Als letzte Übung habe ich die Standsteiger rw. Drehung gezeigt – diese Übung habe ich zum ersten Mal wieder seit 2016 im Programm gefahren. In der Saison 2016 klappte die Drehung mehrmals nicht im Wettkampf – unter anderem in genau dieser Halle in
Schleißheim und ich war mir sicher, dass ich sie nie wieder im Wettkampf fahren würde. Falsch gedacht, denn jetzt 2021 habe ich mich umentschieden und sie hat bei der „neuen Premiere“ richtig gut geklappt. Leider haben mir am Ende meiner 5-minütigen Kür 4
Sekunden gefehlt, sodass ich trotzdem 100% Abzug (6,5 Punkte) auf die Drehung kassierte.


Meine Trainerin und ich waren sehr zufrieden und mit 187,25 Punkten habe ich das beste Ergebnis bei den 1er Frauen und das drittbeste Ergebnis bei der disziplinübergreifenden Wertung gefahren. Jetzt werde ich weiter an meinem Programmablauf und auch am mehrfachen Drehsprung trainieren, damit ich die fehlenden Sekunden noch reinhole und das Programm ohne Fehler fahren kann. Dann steht einem Ergebnis über 190 Punkten nichts mehr im Wege.

Ergebisse Online Frühlingscup des RKB Solidarität Deutschland

Erstmals musste sich die Weltmeisterin Milena Slupina nicht nur Weltmeister Lukas Kohl geschlagen geben sondern auch der Juniorin Jana Pfann.

Geht ja eigentlich gar nicht. Aber sie wurde hier Opfer ihres eigenen Weltrekords, denn das Gesamtergebnis wird wegen der Vergleichbarkeit mit einem Faktor multipliziert, der sich an dem Verhältnis der Weltrekorde zueinander orientiert. Da hat sie durch ihren eigenen Weltrekord den Faktor für die Frauen natürlich verschlechtert. Jana Pfann hingegen hat in der Junior Masters Saison den Juniorenweltrekord wie auch jetzt schon einige Male gebrochen. Da aber kein internationales Kampfgericht diesen Wltrekord anerkennen konnte, blieb der Juniorenfaktor noch auf altem Stand.


Hilpoltsteiner Kurier: EM - Teilnahme gesichert

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Im Video von Sportdeutschland.TV können die Fahrten der Stark - Brüder jetzt angeschaut werden:

Im Teil 1 https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-3-junior-masters-em-qualifikation-kunstradsport?playlistId=0

bei der Zeit 0:29:50 beginnt Daniel Starks Kür

bei der Zeit 0:42:00 beginnt Alexander Starks Kür

 

Im Teil 2 https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-3-junior-masters-em-qualifikation-kunstradsport?playlistId=1

bei der Zeit 2:06:33 beginnt die 2er Kür von Alexander und Daniel Stark

 

Im Teil 3 das Finale https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-3-junior-masters-em-qualifikation-kunstradsport?playlistId=2

Bei der Zeit 3:11:00 beginnt die Finalkür 2er von Alexander und Daniel Stark

 

Selbstverständlich dürft ihr Euch auch die Konkurrenten anschauen. Die Stärksten gemäß eingereichtem Schwierigkeitsgrad in jeder Disziplin kommen immer am Schluß.

 

 

3. Junior Masters in Ilsfeld (Volkmar Zint)

 

Die dritte und letzte Station im Qualifikationsmarathon fand in Ilsfeld/Baden-Württemberg statt. Gerade noch so konnte die Genehmigung der Stadtverwaltung aufrechterhalten werden. Schnelltestnachweis, Desinfektion und Nutzung von 2 Sporthallen und restriktive Beschränkungen beim Betreten der Sporthallen. Aber der Wettbewerb konnte durchgeführt werden. Ansteckungen im Teilnehmerfeld und bei den Betreuern gab es in den letzten vier Wochen keine.

 

Die Bernloher Sportler Alexander und Daniel Stark verfolgten gleich mehrfache Ziele an diesem Wochenende. Hauptziel war die Qualifikation zur Europameisterschaft im 2er Kunstradfahren. Sie hatten auch noch die Chance die Gesamtwertung der Junior Masters zu gewinnen.

 

Daniel wollte sich zudem für das nächste Jahr auch für den gemeinsamen C-Kader von Solidarität und BDR qualifizieren, wobei hierzu der noch ausstehende Vorlauf bei der Deutschen Meisterschaft zählt.

 

Der Wettkampftag begann mit den 1er Junioren an denen Alexander und Daniel ebenfalls teilnahmen. Während Daniel dann nach drei Bodenständen mit seinem Ergebnis nicht so zufrieden war, kam Alexander recht zufrieden von der Wettkampffläche. Als er dann das Ergebnis sah, war er denn doch etwas frustriert, denn er dachte, die mit Abstand beste Leistung in diesem Qualifikationsreigen gebracht zu haben. Leider hatte eine Kampfrichterin alle Drehungen heruntergewertet. Damit kam er wieder auf den 5. Platz, während Daniel sich mit Rang 7 zufriedengeben musste.

 

Aber Daniel hat dennoch bereits ein Ziel erreicht. Er ist nächstes Jahr uneinholbar sicher im C-Kader von Solidarität und BDR und kann damit sicher an der Qualifikation zur Europameisterschaft teilnehmen. Es ist schon sehr selten, dass ein Sportler in gleich zwei Disziplinen zur Deutschen Spitzenklasse gehört.

 

Dann kam der Kreis der 2er Kunstradfahrer am Ende der Vorlaufwettbewerbe. Alexander und Daniel mit dem höchsten Schwierigkeitswert der Kür sahen ihre wichtigsten Wettbewerber unglücklich stürzen und hatten damit eigentlich keinen Druck mehr. Nach der ersten Hälfte, die sie auf einem Rad absolviert hatten, kam der Teil auf zwei Rädern. Bisher lagen sie auf gutem Kurs eine neue Bestleistung aufzustellen. Doch beim Übergang vom Kehrhang zum Standsteiger verhakten sich die Lenker der beiden Räder ineinander, so dass Daniel absteigen musste, um die Räder zu trennen. Mit einer Hand hielt er den Bruder noch oben, so dass kein weiterer Punktabzug erfolgte. Aber die Zeit läuft in so einem Fall weiter. Im Folgenden ging es darum so knapp wie möglich zu fahren, um die verlorene Zeit wieder reinzuholen. Das wiederum führte zu höheren Abzügen in der Ausführung. Die letzte Übung Lenkerstanddrehung nebeneinander wurde dann mit dem Zeitbegrenzungsgong fertig und schon jetzt war die Qualifikation zur Europameisterschaft sicher erreicht.

 

Im Finale waren die Starks wieder die letzten Starter und hofften auf den ersten Titel in diesem Jahr. Gesamtsieger der Junior Masters zu werden. Lange hielten sie dabei den Traum von einer neuen Bestleistung hoch. Bei der viertletzten Übung, einer Standdrehung im Kehrlenkersitzsteiger stimmte der Abstand nicht. Das Vorderrad von Daniel blieb am Sattel von Alexander hängen und beide standen auf dem Boden. Kein großes Problem, aber damit kam dann doch keine neue Bestleistung zustande. Dennoch reichte das Ergebnis um hier souverän Junior Masters Gesamtsieger zu werden.

 



3. Junior Masters (Volkmar Zint)

Die Starterliste für unsere Bernloher Sportler findet ihr unten.

Da es wieder einen Livestream von der Veranstatlung geben wird, habe ich die ungefähren Startzeiten mit eingetragen. Durch Ausfälle oder Verzögerungen können die nur geschätzt werden. Also besser vorher einschalten. Durch die dann angezeigten Sportler, könnt ihr dann sehen wie weit der Wttbewerb fortgeschritten ist. Kalkuliert wird mit 5 Minuten Zeit für die Kür Plus 1 Minute Wechselzeit also 6 Minuten die für jeden Sportler benötigt werden. So muss ich auch kalkulieren um die Sportler in der Aufwärmphase richtig vorzubereiten.

 

Lifestream am 10.4.21 ab ca. 9:30 Uhr: https://sportdeutschland.tv/3-junior-masters-em-qualifikation-kunstradsport

 

Ihr könnt Euch natürlich auch die Gesamtveranstaltung anschauen. Da sind schon noch andere Highlights zu sehen.

 

Verwendete Kürzel:

LV          Landesverband

Eing.      Eingereichter Schwierigkeitsgrad - daraus ermittelt sich die Startposition (der höchste startet zuletz) - kann aber noch bis

              Freitagabend reduziert werden

Bestl.     Die bei der Meldung abgegebene Bestleistung. Muss nicht immer stimmen. Liegt bei Daniel inzwischen bei 144 und beim 2er

              bei 129,9

Ausg.     Ausgefahrene Punkte - wird erst nach dem Wettbewerb ausgefüllt und ergibt dann die Ergebnisliste


Im Video von Sportdeutschland.TV können die Fahrten der Stark - Brüder jetzt angeschaut werden:

Im Teil 1 https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-2-junior-masters-u19?playlistId=0 

bei der Zeit 1:41:22 beginnt Daniel Starks Kür

bei der Zeit 1:59:40 beginnt Alexander Starks Kür

 

Im Teil 2 https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-2-junior-masters-u19?playlistId=1

bei der Zeit 0:56:00 beginnt die 2er Kür von Alexander und Daniel Stark

 

Im Teil 3 das Finale https://sportdeutschland.tv/re-live/re-live-2-junior-masters-u19?playlistId=2

Bei der Zeit 2:36:02 beginnt die Finalkür 2er von Alexander und Daniel Stark

 

Selbstverständlich dürft ihr Euch auch die Konkurrenten anschauen. Die Stärksten gemäß eingereichtem Schwierigkeitsgrad in jeder Disziplin kommen immer am Schluß.

 

Und hier noch ein Hinweis auf einen Zeitungxsartikel im Roth Hilpoltsteiner Kurier:

https://www.donaukurier.de/sport/lokalsport/hilpoltstein/Fahrt-in-Richtung-Europameisterschaft;art1725,4758061

 2. Junior Masters in Bruckmühl (Volkmar Zint)

 

 Die besten deutschen Junioren im Kunstradfahren reisen durch Deutschland, um im Zweiwochenrhytmus die Besten zu ermitteln die in diesem Jahr zur Europameisterschaft in die Schweiz fahren dürfen, um dort Deutschland zu vertreten. Zudem werden auch die Kadermitglieder des kommenden Jahres ermittelt, die dann den Vorteil haben, dass ihnen zwei Starts an den Wettkampftagen garantiert sind und sie somit sicher zwei Wertungen für die Qualifikation zur Europameisterschaft garantiert sind.

 

Letztes Wochenende hatten die Geschwister Stark mit ihrem Heimtrainer wieder in Gutach / Schwarzwald ein Trainingswochenende verbracht, um mit dem Bundestrainer noch eine Leistungssteigerung zu erreichen. Das Ergebnis war ein umgebautes Programm mit weniger Verletzungsrisiko und wichtige Ausführungsdetails die weniger Abzüge bedeuten sollten. Zudem wurde das Programm schneller, so dass am Ende genügend Ruhe für die nebeneinander gefahrenen Lenkerstanddrehungen blieb.

 

So fuhren die Sportler des TSV Bernlohe guter Hoffnung nach Bruckmühl bei Rosenheim in Bayern. Auf Grund der Corona - Auflagen durften sich immer nur eine gerade noch zugelassene Menge an Personen in der Halle aufhalten. Eine organisatorisch von der Solidarität Bruckmühl hervorragend gelöste Aufgabe. An die vorgeschriebenen FFP2 – Masken mussten sich die Bayern nicht mehr gewöhnen, anders als die Sportler und Betreuer aus dem Rest von Deutschland. Die Sportler waren nur auf der Einfahr- und Wettkampffläche davon befreit.

 

Dieses Mal starteten die 1er Junioren mit dem Wettbewerb, so dass Daniel und Alexander ihre Energie im Einer zuerst nutzen konnten.

 

Daniel Stark mit dem etwas niederwertigeren Schwierigkeitsgrad der Kür startete als erster Sportler des TSV Bernlohe. Er wollte sein letztes Ergebnis deutlich verbessern was ihm dann auch mit einer neuen, um mehr als 10 Punkte gesteigerten, persönlichen Bestleistung gelang. Damit hat er sich eine sehr gute Ausgangsvoraussetzung für das kommende Jahr geschaffen, um dann im C-Kader 2022 einen Startplatz für die Europameisterschaftsqualifikation zu ergattern. Die besten 4 Sportler Deutschlands bekommen dort einen Platz. Er liegt zwar jetzt auf Platz 6, doch 4 der vor ihm liegenden Sportler werden altersbedingt die Klasse der Junioren verlassen und bei der Elite antreten. Ein brauchbares Ergebnis benötigt er noch.

 

Alexander Stark zeigte sich deutlich verbessert gegenüber den 1. Junior Masters. Dennoch musste er auf Grund eines Fehlers eine zeitaufwendige Wiederholung einer Übung durchführen. Die verlorene Zeit konnte er im weiteren Verlauf der Kür nicht wieder aufholen. Durch den Trainer bekam er die noch zur Verfügung stehende Zeit der Fünfminutenkür in den kritischen Situationen genannt, so dass er sich, taktisch genau richtig, entschloss eine Übung auszulassen und damit zwar 4 Punkte verlor, aber am Ende die höherwertigen Übungen noch in die Wertung bekam. Der 5. Platz, ganz knapp vor seinem Bruder, war ihm damit gesichert.

 

Aber natürlich lag der Schwerpunkt der beiden Brüder auf dem 2er. Dort wollen sie sich für die Europameisterschaft qualifizieren. Und hier mussten sie nach kurzer Pause und Erholung antreten. Eine enorme physische und psychische Belastung. Würden sie das stemmen? Ja, mit Bravour meisterten sie die Höchstschwierigkeiten. Kleine Abzüge wechselten sich mit größeren ab, aber am Ende hatten sie 14 Punkte Vorsprung auf die nächsten Verfolger.

 

In der Finalrunde konnten sie sich dann sogar noch steigern auf eine neue persönliche Bestleitung, so dass ihnen den Startplatz bei der Europameisterschaft nur noch Krankheit, Verletzung oder ein positiver Coronaschnelltest diesen streitig machen könnte.

 

Die Ergebnisse unserer Sportler im Einzelnen:

2. Junior Masters in Bruckmühl (Volkmar Zint)

Dieses Mal beginnen die 1er Junioren. Damit wird die Aufgabe der beiden Bernloher Teilnehmer Alexander und Daniel Stark noch ein Stück schwerer, denn nur 1 Stunde nachdem sie ihre Kür gefahren sind, steht ihre wichtige 2er Kür auf dem Programm, bei der sie sich für die Europameisterschaft bewerben. Sie werden ihren Schwierigkeitsgrad etwas herunter nehmen um dafür hoffentlich etwas weniger Abzüge in der Ausführung zu bekommen und am Ende noch besser dazustehen wie beim letzten Mal.

In der Abendveranstaltung ab 17 Uhr werden sie dann hoffentlich ihrer Favoritenrolle gerecht.

Wer Lust hat, kann ab ca. 10:45 Uhr im Internet die Kür unserer Jungs anschauen. Der Link zu Sportdeutschland.TV:

https://sportdeutschland.tv/


 

1. Junior Masters in Haigerloch

 

 

 

Die besten deutschen Junioren im Kunstradfahren reisen durch Deutschland, um im Zweiwochenrhytmus die Besten zu ermitteln die in diesem Jahr zur Europameisterschaft in die Schweiz fahren dürfen, um dort Deutschland zu vertreten. Zudem werden auch die Kadermitglieder des kommenden Jahres ermittelt, die dann den Vorteil haben, dass ihnen zwei Starts an den Wettkampftagen garantiert sind und sie somit sicher zwei Wertungen für die Qualifikation zur Europameisterschaft bekommen.

 

 

 

Vom TSV Bernlohe haben dieses Kunststück schon einige Sportler fertiggebracht. Aktuell bei den Junioren sind das die Gebrüder Stark, die sich 2019 im 2er unter die besten drei geschoben haben. 2er heißt, dass die Sportler ihre Kür aus Übungen auf einem Rad und auf 2 Rädern zusammenstellen. Alexander und Daniel Stark gehören zudem noch im 1er Kunstradfahren zu den Spitzen der Deutschen Kunstradfahrer und dürfen somit auch in dieser Disziplin antreten.

 

Heiß diskutiert zwischen den Trainern und auch den Sportlern die aktuelle Trainingssituation in den Vereinen. Das Trainingsverbot gilt für diese Sportler, die unter nahezu professionellen Bedingungen trainieren müssen, um diese Leistungen zu bringen, ja nicht. Dennoch sind norddeutsche Sportler gar nicht erst angereist, da ja der Hausherr am Ende darüber bestimmt, wer unter welchen Bedingungen trainieren darf.

 

Darunter leidet auch der Bernloher Kunstradsport, der nicht nur keinen Nachwuchs mehr hat, sondern auch mit den Leistungssportlern nicht in die Sporthalle kann. Für eine „Sportstadt“ wie Roth eine besondere Leistung. Die Starks sind in Bayern die einzigen Sportler, die nicht richtig trainieren können. Um wenigstens etwas zu machen mieten sie privat an freien Wochenenden eine Sporthalle im Schwarzwald in Gutach, die vom 2er – Bundestrainer vermittelt wurde. Sonst ist vollständiges Training nur an Wochenenden in den 1er Kadern in Tauberbischofsheim und im 2er Kader in Gutach möglich.

 

Ein wenig Grundlagentraining geht noch in der vereinseigenen kleinen Sporthalle in Bernlohe.

 

Der Wettbewerb begann mit dem 2er Kunstradfahren und stand unter dem Stern der besonderen Hygienebestimmungen. Am Start waren nur Kadersportler, denn nur die konnten trainieren. Der aufgestellte Schwierigkeitsgrad der Bernloher wurde schon lange nicht von Junioren eingereicht. Dieses Programm war eine Wundertüte, denn ob sie es schaffen würden, war bisher in den Trainings viel zu selten probiert. Das Abenteuer begann gut mit einer Serie aus Hand- und Kopfständen die auf einem Rad gefahren wurden. Bei Junioren in der Art selten zu sehen gewesen in den letzten Jahren. Daniel und Alexander Stark absolvierten diese erste Minute der Kür nahezu perfekt und ohne Abzüge. Dann kam eine Steigerserie in welcher Daniel auf den Schultern seines Bruders steht, während dieser nur auf dem Hinterrad fahrend erst im Reitsitz, dann im Lenkersitz und als Krönung auf dem Steuerrohr (s.o.) fährt. Zum Ende hin sogar rückwärts. Dieser Turm von 4 m Höhe ist schon sehr fragil und bedarf besonderer Abstimmung der beiden. Alles war gut mit nur geringen Abzügen.

 

Dann der Kürteil auf 2 Rädern. Hier machte sich dann doch bemerkbar, dass die erste Programmhälfte schon viel Kraft gekostet hatte und viele kleine Unsauberkeiten und Fehler ließen den vor 2 Wochen eingereichten Punktestand schrumpfen. Aber ohne Sturz alle Übungen gezeigt, brachten am Ende den Sieg in dieser Disziplin mit immerhin noch 12 Punkten Vorsprung auf die ärgsten Mitbewerber um ein Ticket zur Europameisterschaft.

 

Dann wurden die beiden Starks etwa 3 Stunden später zu ihren 1er Kürdarbietungen aufgerufen. Diese liefen dann nicht so fehlerfrei. Damit waren die beiden nicht allein. Die Leistungen bei den Junioren insgesamt ließen dann doch zu wünschen übrig, so dass sich Alexander und Daniel noch über die Plätze 5 und 6 freuen konnten.

 

Dann die Abendveranstaltung mit der zweiten Runde der EM – Qualifikation. Die beiden Starks waren inzwischen richtig gelöst und heiter und voller Selbstbewusstsein, was den Trainern nicht wirklich gefiel, denn die Konzentration des Morgens schien dahin. Das sollte sich dann in der Kür leider auch bestätigen. Schon vor Beginn beim Aufstieg zum Kopfstand mit Handstand konnte Daniel diesen nicht halten und die beiden standen auf dem Boden noch bevor sie das Startsignal gegeben hatten. Vier Punkte waren weg, bevor es begonnen hatte. Der zweite Versuch gelang dann. Aber Daniel hatte schon arg zu kämpfen bei seinen Handständen. Es kam gleich anschließend ein wichtiger Punktebringer. Zweifache Lenkerstand von Alexander mit Daniel hinten auf den Dornen. Eigentlich eine sichere Bank, aber nicht dieses Mal. Wieder standen die beiden Starks auf dem Boden und die Punkte für die Übung waren auch zur Hälfte weg.

 

Steigerserie mit Daniel auf Alexanders Schulter wie gerad schon beschrieben. Hatten sie sich inzwischen reingekämpft in ihre Kür?

 

Sah so aus.

 

Aber dann der rückwärts gefahrene Steuerrohrsteiger. Das Umtreten von vorwärts auf rückwärts gelang Alexander noch gut, dann schwankte dieser Turm und Daniel versuchte sich noch zu halten, kippte nach vorne und stieß seinen Bruder nach hinten, während er nach vorne absprang. Er stand kurz in Erwartung seines Rades zur Coachingzone gewandt, hob dann die Hand als Zeichen die Kürzeit aus Verletzungsgründen zu stoppen und sank zu Boden. Sein Fuß hatte beim Aufkommen eine Prellung abbekommen.

 

Auftreten ging unter Schmerzen, Bewegungen waren alle möglich. Also kühlen und hoffen. Die Bundestrainer vom BDR und der Solidarität berieten sich mit dem Heimtrainer und kamen zum Schluss, dass ein Neustart zur Vollendung der Kür nicht sinnvoll erschien. Es waren auch schon so viele Punkte verloren, dass die Mitbewerber auf jeden Fall vorne liegen würden.

 

Zum Glück gibt es Streichergebnisse, so dass dieser Unfall nicht so dramatisch ist, aber vielleicht eine Lehre für die nächsten Masters-Veranstaltungen in 2 und 6 Wochen in Bruckmühl und Ilsfeld.

 

Die Junioren dürfen wieder ihre besten Sportler zur Europameisterschaft schicken

Die Qualifikation hierzu startet am kommenden Wochenende. Allerdings eingeschränkt auf Sportler die in einem Bundes- oder Landeskader sind.

Hierzu noch ein paar Bilder, die zeigen, wie schwierig und gefährlich es werden kann, wenn nicht ausreichend trainierte Übungen in einem Wettbewerb gezeigt werden sollen. Teilweise hängt Daniel hier noch an einem Sicherungsgurt.

 

Nicht nur im 2er gehören sie zur Deutschen Spitze, sondern ebenfalls im 1er Kunstradsport.

Es geht wieder los bei den Kunstradfahrern (Volkma rZint)

Bei dern Junioren werden wohl die drei Masters-Wettbewerbe trotz der Corona Beschränkungen stattfinden. Allerdings unter veränderten Bedingungen, eben Coronaregeln. Kunstrad bleibt aber Kunstrad und so können die Gebrüder Stark hoffenltich das nachholen, was ihnen im letzten Jahr die Pandemie genommen hat.

 

Sie starten im Einer-Kunstrad und im Zweier-Kunstrad. In letzterer Disziplin hoffen sie auf eine Qualifikation zur Europameisterschaft. Wird aber schwer werden, denn wie im Kadertraining herauskam, sind sie die einzigen in Bayern die die letzten 3 Monate nicht trainieren konnten und das als Bundeskadermitglieder. In den anderen Bundesländern war Training für Kadermitglieder sowieso kein Problem, denn dort ist man stolz auf seine Sportler.

 

Alexander und Daniel Stark hingegen haben durch die Vermittlung des Bundestrainers in Gutach im Schwarzwald eine Sporthalle gemietet um wenigstens am Wochenende mal anständig trainieren zu können. Sie hatten bis dahin nur einmal im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim ihre Kür mehr schlecht als recht durchfahren können.

 

Die 3 Masters-Wettbewerbe werden am 13. März in Haigerloch / BDW, am 27. März in Bruckmühl / BAY und am 10. April in Ilsfeld / BDW mit Publikum durchgeführt werden.

 

Im Folgenden die Visitenkarte der Bernloher Sportler, wie sie auf der Homepage des RV Trillfingen ( www.rv-trillfingen.de ) zu finden ist, da dieses Mal keine Veranstaltungshefte verteilt werden:

 


Übungen für Kraft und Geschicklichkeit

Alles in der Corona - Pause. Dazu braucht man natürlich einen Partner in der Familie, Bruder oder Schwester aber auch Mutter oder Vater, bzw. Kind. Das macht richtig Spaß gemeinsam.