Milena mit einer Showeinlage beim DJK-Bundessportfest

Das DJK-Bundessportfest fand vom 03.-06. Juni 2022 in Schwabach in der Diözese Eichstätt unter dem Motto "Inspiration, Sport und Begeisterung" statt.

 

Auf dem Schwabacher Marktplatz gab es am Samstag, 04.06. eine Sport- und Spielemeile der DJK Sportjugend mit Mitmach-Angeboten und Bühnenprogramm. Auf der Bühne der Mitmach-Initiative "Kinder stark machen" war Milena eingeladen, mit einem Showprogramm Kunstradfahren zu präsentieren. Gerade noch rechtzeitig, bevor es richtig zu regnen angefangen hat, hat sie von leichteren bis zu schwierigen Übungen gezeigt, was auf einem Kunstrad möglich ist und Spaß machen kann.


Das Ziel von "Kinder stark machen", einer Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), ist es, Kinder frühzeitig und spielerisch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern - für ein suchtfreies Leben. 

 

Kinder und Jugendliche, die ihre Stärken kennen, sind selbstbewusster – eine wichtige Grundlage, um später „Nein“ zu Suchtmitteln sagen zu können.


Im Anschluss an den Showauftritt fragten einige Kinder noch nach einer Autogrammkarte und in einem Interview im Schwabacher Goldmobil konnte Milena danach ein paar interessante Fragen beantworten.


Daniel Stark - Europameister bei den Junioren

Bericht in der RHV am 9.6.22

Deutscher Vizemeister aus Bernlohe holt sich den Titel bei der Europameisterschaft
Den Titel der Kunstradfahrer bei der Europameisterschaft der Junioren im Hallenradsport, ausgetragen in der BBC Arena im schweizerischen Schaffhausen holte sich der Sportler vom TSV Bernlohe Daniel Stark im spannendsten Finale der Wettbewerbe.
Dieses Mal konnten die Deutschen Hallenradsportler alle Goldmedaillen gewinnen. Im 1er Kunstrad der Junioren und der Juniorinnen konnten sie auch die zweiten Plätze für sich verbuchen. Die beiden 2er Paare der Junioren und Juniorinnen siegten souverän. Der vierer Reigen aus Aach konnte ebenfalls seinen Wettbewerb auf dem ersten Platz beenden. Erstaunlich war die Kampfkraft der Deutschen Radballer die sich im Laufe des Turniers auch den ersten Platz vor der Tschechei sichern konnten.


Ein Blick in die Entwicklung des letzten Jahres
Nach dem Titel im 2er Kunstradfahren in 2021 mit seinem Bruder hatte sich Daniel vorgenommen auch im 1er Kunstradfahren den Titel zu holen. Dafür hatte der Sportler vom TSV Bernlohe 2 Jahre Zeit, denn danach würde er in die Altersklasse der Elite wechseln.
Mit einer bis dahin bestehenden Bestleistung von 144 Punkten war dieses Ziel nahezu vermessen. Aber er blieb dran, nahm sich eine Übung nach der anderen vor und lernte sehr schnell so Übungen wie Handstand, mehrfacher Drehsprung, viele Übungen als Pirouetten zu fahren und vor allem die Haltung mit Hilfe der Körperspannung zu verbessern.


Nicht fehlen durfte die Optimierung der Zeitnutzung, die kleinen Pausen zwischen den Übungen mussten verschwinden. Das ging nur mit einer enormen konditionellen Steigerung und optimalen Gestaltung des Programms, denn in dieser Mittelstreckendisziplin ist der Puls bei den Spitzensportlern nach 30 s bei etwa 180 und ist dann noch 4 ½ Minuten durchzuhalten, wobei die Belastung ständig wechselt zwischen maximalem Krafteinsatz und höchster Anforderung an die Feinmotorik.


Die ersten Wettbewerbe auf bezirks- und bayerischer Ebene brachten ihn dann auch fast 20 Punkte in der Bestleistung weiter nach vorne. Sein Schwierigkeitsgrad steigerte sich um über 20 Punkte, was innerhalb eines Jahres als fast unmöglich angenommen wird. Er entwickelte aber durch das intensive Training, das er auch außerhalb der Sporthalle machte, neue Kraftreserven.


Die Saison
Schnell stellte sich heraus, dass eine Qualifikation zur Europameisterschaft für Daniel kein Problem darstellen würde. Allerdings hatte er einen am Anfang scheinbar unschlagbaren Gegner. Linus Weber aus Kirchdorf hatte eine etwas geringeren Schwierigkeitsgrad, konnte seine Kür aber wie eine Maschine abspulen. Da fehlten Daniel noch etwa 20 Punkte. Die konnte er nach einem Trainingslager über Ostern fast aufholen. Beim letzten Qualifikationswettbewerb machte Linus einen erheblichen Fehler und hier konnte Daniel dann gerade seine Bestleistung auf 170 Punkte steigern. Der erste Sieg machte Hoffnung, die dann bei der Deutschen Meisterschaft wieder gedämpft wurde, da ein Fehler ihn wiederum weit zurückwarf. Noch 2 Wochen bis zur EM.


Die EM
Schon Mittwoch fuhr die Nationalmannschaft gemeinschaftlich in 2 Kleinbussen in die Schweiz und bezogen ihr Hotel. Linus und Daniel als Mannschaftskameraden bezogen gemeinsam ein Zimmer. Ein erstes Training der Deutschen Nationalmannschaft hinterließ bei Daniel ein gutes Gefühl. Am Donnerstag zeigte er ein letztes Mal vor dem Wettkampf am Samstag sein Programm den Bundestrainern und den interessierten Mannschaftsmitgliedern. Jetzt war erstmals klar, dass er eine gute Chance hatte. Er präsentierte sich in bester Form.


Dann, am Samstag kam der Tag der Entscheidung für die Junioren. Linus würde seine Lenkerstanddrehung um eine weitere halbe erweitern um dann nach 4 ganzen Drehungen 2 Bonuspunkte zu bekommen. Damit war er nah an Daniels Schwierigkeitspunktezahl herangekommen. Daniel hingegen würde die Option Schweizer Handstand ziehen und die Lenkerstanddrehung um 1 ½ erweitern, was ihm insgesamt 2,7 Punkte einbringen würde.


Das beobachten die beiden Kontrahenten natürlich im gemeinsamen Training. Sie beobachten auch, dass diese Optionen nicht immer funktionieren, was dem anderen dann jeweils die Siegchance deutlich erhöht.


Der Wettkampf
Der Franzose Maxime Schaal hatte mir 107,59 Punkten seinen Vortrag abgeschlossen und damit den 3. Platz sicher und stellte keine Gefahr für die beiden folgenden Sportler dar.


Linus Weber folgte ihm auf die Kürfläche. Wie gewohnt zeigte er eine souveräne Kür mit nur wenigen Abzügen durch die Kommissäre. 172,45 Punkte standen am Ende auf der Anzeigetafel. Nur 4 Punkte unter dem eingereichten Schwierigkeitswert seiner Kür.


Da hatte Daniel sicher zu schlucken, lag seine Bestleistung in Wettbewerben doch nur bei 170 Punkten. Aber im Training wurde er mehrfach auf diese Situation speziell vorbereitet.


Jetzt musste sich zeigen, ob diese psychologischen Trainingselemente geholfen hatten.


Er startete mit seinem Handstand der sich während der Saison vom einfachen Handstand zu einem gedrückten aus der Vorhebehalte und jetzt zum Schweizer Handstand entwickelt hatte. Die 1,2 Punkte wurden ihm dafür gut geschrieben. Bei Junioren eine selten gezeigte Übung, die ihm Sonderablaus einbrachte. Die rückwärts gefahrene Steigerserie, die höchste Anforderungen an die Feinmotorik stellt, absolvierte er ausgezeichnet. Dann nach dem Sattellenkerstand rückwärts umschalten und mit einer kleine Pause den zweifachen Drehsprung um den Lenker herum zeigen. Eine für ihn noch nicht stabile Übung, aber erforderlich um zu gewinnen. Gelungen. Jetzt nur noch in der Pirouetten Serie die letzte im Kehrstandsteiger sauber zeigen. Das erfordert wiederum höchste Feinmotorik, was jetzt nach 2 Minuten die größte Herausforderung ist. Gelungen, sogar ohne Abzüge. Die Chancen sahen die Trainer steigen, hatte er doch nun noch 8 Punkte Vorsprung vor Linus. Dann die Lenkerstanddrehung. 7 mal nacheinander und immer schön die Balance halten und da das Rad nach der Hälfte der Drehungen fast steht, bei den letzten Drehungen mit der Hüfte das Gefährt etwas kippen um damit wieder Schwung zu holen. Es gelang ihm und sein Vorsprung stieg auf 9 Punkte.
Mir zersprang das Herz, ich konnte nach der Lenkerstanddrehung nicht mehr fotografieren. Ich hoffte nur, dass im letzten, für ihn leichten Teil, die Freude nicht überwog und er konzentriert bis zur letzten Übung durchturnte. Er blieb auf Kurs und schaffte dann 175,95 Punkte.

 

Verbesserung der Bestleistung um über 30 Punkte in einem Jahr.


Für den TSV Bernlohe der 3. EM Titel in den letzten 8 Jahren mit dem gleichen Trainer. Bemerkenswert, alle 3 in der Schweiz. Vor 8 Jahren gelang uns ein ähnlicher Coup mit Milena. Letztes Jahr der Titel im 2er war nicht ganz so aufregend. Jetzt ein Herzschlagfinale. Es macht Spaß mit solchen Sportlern.


Claudia Ridinger beim Bayerncup in der Bezirksrunde

Das erste Programm in diesem Jahr war gleich ein guter Erfolg für Claudia. Nicht so sehr überraschend, dass sie gewann, sondern die ausgefahrene Punktzahl mit über 140 Punkten trotz eines Sturzes. Damit hat sie das beste Programm seit über zwei Jahren gezeigt.

!!!! H e r z l i c h e n    G l ü c k w u n s c h !!!!

Gute Voraussetzungen zum erreichen ihrer Ziele in diesem Jahr.


Deutscher Vizemeister aus Bernlohe

Die Deutsche Meisterschaft im Hallenradsport musste kurzfristig verlegt werden von Wetzlar nach Amorbach. Die Wetzlarer Halle konnte wegen Flüchtlingseinquatierung nicht genutzt werden. Nach der Pandemie gab es aber dafür endlich wieder eine Deutsche Meisterschaft, die auch organisatorisch diesen Namen verdient hatte.

 

Vom TSV Bernlohe mit dabei war der Kunstradfahrer Daniel Stark, der sich zu Recht Titelhoffnungen machen konnte. Zwar war der Zweikampf zwischen ihm und dem Kirchdorfer Linus Weber über die bisherige Saison mit 5:1 an Linus Weber gegangen, aber Daniel hatte ihn in den letzten beiden Wettbewerben enorm unter Druck gesetzt und jetzt auch noch den Schwierigkeitsgrad etwas erhöht.

 

Im Vorfeld war aber klar, dass ein Fehler die Titelhoffnung des Anderen zerstören konnte. Die Qualität der Beiden hatte sich angenähert. Beim Start der beiden Titelanwärter war die Halle gerammelt voll. Linus Weber ging auf Grund des geringeren Schwierigkeitsgrades zuerst an den Start und zeigte eine gute Kür mit nur sehr wenigen und kleinen Fehlern.

 

Dann Daniel Stark. Er begann konzentriert erste Übung Handstand und den erstmals aus der Vorhebehalte. Die Beine gestreckt durch den Lenkergezogen und fast gestreckt und gegrätscht hoch in den Handstand. Souverän und prompt erkannte ein Kampfgericht diese Leistung mit einer Option an, die sich Schweizer Handstand nennt und etwas Zusatzpunkte gibt. Er hatte jetzt also noch mehr Punkte, als er aufgestellt hatte.

 

Das ließ sich doch ganz gut an und setzte sich fort. Dann der zweifache Drehsprung, immer eine Zitterpartie – gelungen. Nach 2 Minuten immer noch 8 Punkte Vorsprung. Leichte Entspannung in der Coachingzone. Doch dann, völlig unerwartet und auch unverständlich, beim Übergang vom Fronthang in den Kehrstandsteiger stand Daniel auf dem Boden. Er wiederholte die Übung, aber die Folgeübung ging auch daneben. Damit war der Titelkampf entschieden.

 

Die restliche Kür war davon geprägt, die verlorene Zeit wieder hereinzuholen, was leider dann Folgefehler erzeugte. Am Ende konnte Daniel den zweiten Platz dann doch noch verteidigen.

 

Wir freuen uns schon auf das nächste Duell zwischen den beiden Sportlern, das sich in zwei Wochen bei der Europameisterschaft in der Schweiz in Schaffhausen anbahnt. Hier geht es dann nur noch um den Titel, denn die beiden deutschen Vertreter im Kunstradfahren sind den anderen Europäischen Sportlern um 60 Punkte enteilt und nur noch einholbar, wenn es eine ernsthafte Verletzung vor der dritten Minute der fünfminütigen Kür gibt.

Vorbericht in der RHV zur Deutschen Meisterschaft

Deutsche Meisterschaften mit Daniel Stark vom TSV Bernlohe

Die Starter gehen in umgekehrter Reihenfolge ihres eingereichten Schwierigkeitsgrades an den Start. Da Daniel den höchsten Schwierigkeitsgrad hat, startet er also als letzter Sportler. Aber wie die Bestleistungen schon zeigen, ist er nicht unbedingt auch der Favorit. Wenn er fehlerfrei durchkommt, also keinen Sturz hat, alle 30 Übungen von den Kommissären anerkannt werden, er seine möglichen Übungserweiterungen anbringen kann, wird er nicht zu schlagen sein. Aber ein Fehler und der Vorsprung ist dahin. Dann kann er auch ganz schnell vom Treppchen fallen.

 

Also bitte - Daumen drücken ab 15:30 Uhr.


 

3. Junior Masters in Ilsfeld – Ein besonderes Erlebnis für Daniel Stark

 

Nach der 1. Und 2. Junior Masters war Daniel nun doch etwas frustriert. Zwar war die Qualifikation zur Teilnahme an der Europameisterschaft der Junioren in Schaffhausen fast schon sicher, aber die Ergebnisse hinkten doch hinter seinen Trainingsleistungen deutlich hinterher.

 

Während seine Ergebnisse in Trainingsläufen nach Punkten meist zwischen 165 und 174 Punkten lagen, kam er bei den bis im Wettkampf gezeigten Vorstellungen nur auf ein Niveau von ca. 155 Punkten. Der Tiefpunkt war dann bei der 2. Masters nur ein Ergebnis von 142 Punkten.

 

Aber danach ging es in ein siebentägiges Trainingslager in den Harz mit jeweils 9 Stunden Training pro Tag. Ziel war für Daniel hier die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft und die Europameisterschaft, um dem Überflieger Linus Weber aus Kirchdorf näher zu kommen und parallel mit dem Bruder die 2er Kunstradsaison in der Eliteklasse vorzubereiten. Gemeinsam mit 14 weiteren Sportlern aus ganz Deutschland wurde dabei natürlich auch die soziale Nähe gepflegt.

 

Daniel hat trainiert wie der Teufel. Sein Programm teilweise 4-mal am Tag gezeigt und selbst als die Kräfte schwanden immer noch mit hervorragenden Ergebnissen um die 170 Punkte. Nach dieser anstrengenden Woche merkte er eine Muskelverspannung im Rücken die sich dann bis zu den 3. Masters als besonderes Hindernis herausstellen sollte.  

 

Dann waren wir in Ilsfeld. Freitagabend zur Vorbereitung wurden noch einige Trainingssessions absolviert, bevor wir uns auf Samstagmorgen 8 Uhr verabredeten für weitere Traingseinheiten.

 

Samstagmorgen 8 Uhr: Daniel holt sein Rad vom Wohnmobil ab und wir gehen in die Trainingshalle. Er humpelt leicht. Sein rechter unterer Rücken leidet wohl unter einer Verspannung, die es durch Gymnastik, hüpfen und Dehnungsübungen erst einmal zu beseitigen gilt, was nicht so ganz funktioniert. Nach einer halben Stunde beginnt er mit ersten Übungen auf dem Rad. 5 Minuten später bricht er ab. Die Schmerzen sind zu groß. Wir gehen in die Wettkampfarena.

 

Dort noch einmal Dehnen, Dehnen, Dehnen. Und die Hoffnung, dass der Muskel endlich wieder mitspielt. Der Verdacht auf eine Blockade des sogenannten Iliosakralgelenks konnte nicht bestätigt werden. Also weiter, wärmen, massieren, dehnen. Dann auf die Originalfläche, auf der später die Kür zu absolvieren ist. Daniel geht es etwas besser. Er probiert Handstand, Drehungen, Drehsprung, Wechselbelastungen. Er hat Schmerzen, kann sich aber bewegen.

 

Und dann warten und entspannen. Um 9:30 Uhr beginnen die 14 Junioren mit ihren Kürdarbietungen. Daniel wird als letzter mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad gegen 11 Uhr starten. Sein Hauptkontrahent Linus Weber hatte mal eine nicht ganz so gute Kür vorgelegt mit 168,3 Punkten. Daniel konnte nach 2 Minuten von seinen 178,3 Punkten noch 176 Punkte halten. Stand nach 3 Minuten und 1,5 Punkten Gewinn durch die taktisch ausgeführte Lenkerstanddrehung noch bei 174 Punkten. Die letzte Minute zeigte am Beginn noch 172 Punkte, also noch fast 4 Punkte Vorsprung. Dann fielen 2 Punkte weg, wegen einer Kehrlenkersitzsteigerdrehung die nicht exakt auf dem Punkt gedreht war. Und nun wurde es ganz knapp. Die letzten zwei Übungen – Punktgleichstand und da geht ein Fuß auf den Boden. Daniel zieht sich in Ruhe das eine Schläppchen wieder an und setzt dann seine Kür fort. Mit nur 2 Punkten Rückstand und persönlicher Bestleistung hat er Rang 2 im Vorlauf erreicht. Aber nicht nur das. Er wird auch im nächsten Jahr den Vorteil eines Kaderathleten im C-Kader haben und ist jetzt sicher bei der Europameisterschaft.

 

Ganz entspannt kann er jetzt das Finale bestreiten.

 

Am Abend um 19 Uhr beginnt das Finale der einzelnen Sportarten. 4er Kunstradreigen, 2er und 1er Kunstradfahrer stehen bereit für das Finale. Nach Begrüßung durch den ausrichtenden Verein und lokale Größen, der Vorstellung der teilnehmenden Sportler, einem Showblock der „fliegenden“ Turner, wurden die drei besten Junioren auf die Fläche gerufen. Nacheinander absolvierten sie ihre Kür. Daniel Stark wieder als letzter, da er den höchsten Schwierigkeitsgrad hat.

 

Konkurrent Weber hatte gleich am Anfang seiner Kür einen Sturz beim Sprung vom Sattel zum Lenker. Das gab schon hohe Abzüge. Am Ende standen für ihn noch 165,72 Punkte. Und nun Daniel. Könnte er die 13 Punkte Vorsprung nutzen, um endlich mal zu gewinnen gegen den übermächtigen Weber?

 

Daniel war es zwar schon gewohnt, allein auf der 11*14m großen Fläche zu stehen, vor dem 5-köpfigen Gremium, dass seine aus 30 Übungen bestehende Kür, die er vor vier Wochen eingereicht hatte, bewerten würde. Dazu im weiten Rund der Halle zahlreiche Zuschauer, Fans, Freunde, Familie. Es wurde still, mucksmäuschenstill. So still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Eine enorme Spannung lag dieses Mal über dem Geschehen.

 

Noch mal konzentrieren, dann stieg er mit dem Rücken zur Fahrtrichtung aufs Rad, saß auf dem Lenker und nahm Geschwindigkeit auf. Er drückte sich hoch, stellte die Zehenspitzen auf den Lenker, hielt kurz inne, um die Radlage zu testen und hob dann die Füße ab zu einem Handstand. In der Position angekommen wieder ein kurzes Verharren und dann kam sein „Start“-Ruf, mit dem die Uhr begann, 5 Minuten herunterzuzählen. Die Kampfrichter beurteilten jetzt seine 30 Übungen.

 

Nach einer Minute war gerade mal 1 Punkt weg, nach zwei Minuten gerade mal 1,5 Punkte. In der dritten Minute holte er sich durch seine Lenkerstanddrehung 1,5 Zusatzpunkte und stand dann wieder bei 177 Punkten. Dann kamen Ausführungsabzüge in der 4. Minute und es blieben für die letzte Minute noch über 173 Punkte. Das musste doch reichen. Es reichte. Mit 170,69 Punkten blieb die Anzeige der Onlinewertung stehen. Ein Freudenschrei der Mutter, die in der Coachingzone die Zeitangaben nach Vereinbarung dem Sportler zurief, löste in der Halle tumultähnliche Beifallsstürme aus. Die ganze Spannung löste sich. Diese Kür brachte ihm den Sieg, eine neue persönliche Bestleistung und den 2. Platz in der Mastersgesamtwertung.

 

Daniel hat damit seinen Anspruch für die Deutsche- und die Europameisterschaft untermauert, dass er gewinnen und sich nicht kampflos auf den 2. Platz schieben lassen will. Für Linus Weber scheinbar auch eine ganz neue Erfahrung.

Daniel (oben links) mit der Junioren Nationalmannschaft 2022

Die folgende Bildauswahl wurde uns von Olaf Bobe vom RSV Knetterheide zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.


3. Junior Masters in Ilsfeld

Hier geht es nicht nur um die Mitgliedschaft im C-Kader des Jahres 2023 und die Qualifikation zur Europameisterschaft der Junioren 2022 sondern auch um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Waren vor Corona noch deutlich mehr Sportler am Start, so sind jetzt nur noch die, die sich wirklich Hoffnungnen auf Teilnahme an der DM machen dabei.

Auffallend ist der große Abstand der gemeldeten Schwierigkeitspunktzahlen der Küren zwischen den beiden Spitzenplätzen und dem letzten Platz. Wir freuen uns, dass Daniel Stark ganz vorne mit dabei ist.


2. Junior Masters in Gutach

Über die 2. Jnuior Masters kann ich erst jetzt berichten, da wir anschließend eine Woche im Trainingslager in Seesen-Rhüden am Fuße des Harz waren.

Vorlauf und Finale für Daniel Stark. Es sollte eigentlich ein Angriff auf den bisher führenden Linus Weber vom SV Kirchdorf werden.
Wurde es allerdings nicht wirklich. Gerade mal Position 2 in der Gesamtwertung zur Europameisterschaftsqualifikation konnte Daniel Stark noch verteidigen.

Der Vorlauf
Nach 2 1/2 Minuten war der 7 Punktevorsprung den Daniel nach dem Programm von Linus Weber hatte aufgebraucht. Der hatte in seinem Programm nur 4 Punkte insgesamt verloren. Der Punkteverlust kam nicht duch Unsauberkeiten, sondern eine unsaubere Drehung und durch einen Sturz bei der Kehrstandsteigerdrehung. Er kämpfte, nahm sich die Zeit die zweifache Lenkerstanddrehung um 1 1/2 optionale Drehungen zu erweitern, aber es nutzte nichts mehr. Er würde dahinter bleiben. Kleine Unsauberkeiten, ließen die Punkte schmelzen. Am Ende stand der 2. Platz im Vorlauf und damit die sichere Teilnahme am Finale.

Das Finale
Szenenablaus für seinen Handstand. Aber dann reihten sich viele Fehler aneinander die zu Stürzen und anderen Bodenberührungen führten.


Drehungen wurden nicht richtig ausgeführt. Ganz hart für Daniel war diese demütigende Katastrophe, aber vielleicht auch lehrreich
um dann gestärkt in die 3. Junior Masters zu starten. Die Hallensprecherin versuchte zu trösten indem sie dem Publikum verkündete:
"So ist das leider manchmal beim Kunstrad. Wenn einmal der Wurm drin ist kommt man nur schlecht wieder rein."

Als sein Trainer muss ich noch hinzufügen, dass ich stolz auf Daniel bin, denn obwohl er wusste, dass diese Vorstellung ihn vielleicht
schon die Teilnahme an der EM kosten könnte, hat er nicht mittendrin das Rad abgestellt und die Fläche wegen dieser Blamage verlassen sondern hat weiter gekämpft. In der Niederlage werden die Heldenb des Sports geboren.

Die Starterliste für die 2. Junior Masters in Gutach ist da


 

1. Junior Masters 2022 im Kunstradfahren in Velbert

Die aus 3 Wettbewerbswochenenden im 2 Wochen Rhythmus bestehende Junior Masters Serie startete in diesem Jahr in Velbert in Nordrhein-Westfalen. Velbert liegt etwas südlich von Essen.

 

  Vom TSV Bernlohe startete unser Daniel Stark als Kunstradfahrer mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad bei den Junioren. Sein Ziel in diesem Jahr ist die Qualifikation zur Europameisterschaft und soweit möglich der Gewinn des Deutschen und des Europäischen Meistertitels.

 

   Das ihm dieses aber nicht einfach so in den Schoß fällt musste er als bittere Erkenntnis mit nach Hause nehmen. Zwar hat er den Rückstand auf seine Mitbewerber durch Koronatrainingspause und dann den Schwerpunkt aufs 2er Kunstrad mit dem Gewinn der Europameisterschaft mehr als aufgeholt. Der Schwierigkeitsgrad ist nur die eine Seite der eingereichten Kür, die Ausführungsqualität aber die entscheidende.

 

   Daniel startete als letzter Sportler im Vorlauf auf Grund des höchsten Schwierigkeitsgrades. Es sah in den ersten 4 Minuten fast so aus, als könnte er den wichtigsten Mitbewerber knapp hinter sich lassen, doch dann kam die letzte Minute der Kür. Eigentlich ist diese Phase der Kür die für Daniel die leichteste, vorausgesetzt er hat in den ersten 4 Minuten nicht zu viel Zeit verloren und noch genügend Kraft. Er wurde etwas hektisch, machte einige Fehler und verlor dann noch 15 Punkte. Damit musste er sich im Vorlauf mit Platz 3 begnügen. Aber immerhin reichte dieser Platz gerade noch um am abendlichen Finale teil zu nehmen.

 

   Hier im Finale wollte er natürlich zeigen, dass der Vorlauf ein einziges Missverständnis war. Die Starter vor Daniel spulten ihr Programm routiniert und nahezu fehlerfrei ab. Linus Weber aus Kirchdorf nutzte sogar eine taktische Erweiterung der Lenkerstanddrehung um zusätzliche 1,5 Punkte zu bekommen. Daniel hingegen begann sein Programm mit zwei Stürzen in den ersten 2 Minuten und einem Sonderabzug wegen nicht korrekter Haltung beim Damensitzsteiger. Aber dann gelang ihm der Rest des Programms recht gut und am Ende hatte er etwas mehr Punkte als in der Vorrunde und wurde mit dem 2. Platz belohnt.

 

   Auch in der EM-Qualifikation liegt er nun auf dem 2. Platz und er hat die Hoffnung, dass er damit auf einem guten Weg zur Europameisterschaft ist, denn die besten 2 aus Deutschland werden zur Europameisterschaft nominiert. Im Training tut Daniel jetzt alles, um seine Leistung durch Verbesserung der Qualität und der Zuverlässigkeit seiner Performance deutlich zu steigern, was auch erforderlich ist, wenn er um die Titel mitkämpfen will.

 

Das Vorlaufergebnis:

 

Das Ergebnis des Abendfinales:

Die folgenden Bilder wurden uns von Olaf Bobe vom RSV Knetterheide zur Verfügung gestellt:

 


Daniel Stark vom TSV Bernlohe wurde souverän bayerischer Meister

   Im unterfränkischen Amorbach konnte Daniel seinen ersten bayerischen Titel bei den Junioren einfahren, der ihm bisher in der U19 von seinem Bruder verwehrt wurde.

   Er zeigte ein gutes Programm, dass im Gegensatz zum Gewinn des Bezirksmeistertitels schon deutlich gereift schien. Normalerweise hätte eine deutlich gesteigerte Bestleistung auf dem Ergebnisbogen stehen müssen. Doch zwei gravierende Fehler, die ihm bisher weder im Training noch im Wettbewerb passierten, ließen dann doch die Punkte purzeln. 

   Das war die Generalprobe vor dem Beginn der nationalen Ausscheidungswettbewerbe für die Qualifikation zur Europameisterschaft, die in 2 Wochen beginnen werden. Diese entscheidende Zeit wird Daniel noch nutzen müssen, um sein Programm zu perfektionieren, denn auf der nationalen Ebene steht er zwar im Schwierigkeitsgrad vorn, doch die anderen sind ihm auf den Fersen.

 


Bericht in der RHV

 

Die Sportredaktion der RHV hat den Zielen unseres Sportlers Daniel Stark eine ganze Seite gewidmet. Herzlichen Dank dafür.

 

Die Darstellung des Berichtes ist etwas problematisch, da das Zeitungsformat nur schwer zu scannen ist.



Notiz in der RHV von Daniels Bezirksmeistertitel

Bezirksmeisterschaft der Kunstradfahrer 2022

 

In Lauf-Bullach trafen sich letztes Wochenende die mittelfränkischen Kunstfahrer der Altersklasse Junioren (15 – 18 Jahre) um ihre Bezirksmeister zu ermitteln. Damit wurde der Meisterschaftsreigen dieses Jahres mit Beteiligung des TSV Bernlohe eröffnet.

 

Die Corona-Krise hat die Reihen der Wettbewerber erheblich gelichtet. Waren es in den letzten Jahren im Durchschnitt 20 Starter so sind in diesem Jahr nur 12 Starter gemeldet worden.

 

Lediglich drei Junioren bewarben sich für den Bezirksmeistertitel im 1er Kunstrad. Daniel Stark, der Europameister aus 2021 im 2er Kunstrad, hatte den mit Abstand höchsten Schwierigkeitsgrad und bewirbt sich in diesem Jahr damit wieder für die Europameisterschaft, aber als Solist. Über die weiteren Möglichkeiten entscheiden die Junior Masters Serie, die ab Ende März beginnen. Dann heißt es richtig fit zu sein.

 

Nachdem Daniel mit dem Start-Ruf im Handstand seine Kür begann, sah alles richtig gut und beherrscht aus. Die ersten 2 Minuten gab es kaum Abzüge. Seine schwierigsten Übungen absolvierte der Gymnasiast hoch konzentriert. Da waren der zweifache Drehsprung, die 2 ½ fache Lenkerstanddrehung, die Kehrstandsteigerdrehung, der Kehrstandsteiger rückwärts gefahren. Alles gut, doch dann kam wohl das Ende von Kraft und Konzentration, denn für ihn eigentlich einfache Übungen liefen dann nicht ganz so gut. Der Übergang vom Kehrreitsitz zum Kehrlenkersitzsteiger ließ ihn dann kurz auf dem Boden stehen. Die Wiederholung klappte dann einwandfrei. Der Übergang von Kehrlenkersitz zum Standsteiger hingegen stockte mitten drin, was dann die Hälfte der Übungspunkte kostete. Am Ende standen dann von seinen 175 Punkten noch 162 Punkte auf der Ergebnistafel. Damit Gewann er, mit ca. 90 Punkten Vorsprung auf den 2. Platz, den Bezirksmeistertitel.

 


Nachrichten für das Jahr 2022

Jetzt hat auch der Verband der Solidarität seine Kaderliste vorgelegt, die wir nicht unterschlagen wollen.

 

Warum gibt es zwei Kaderlisten? Zwei Verbände BDR und Solidarität. Der BDR vertritt die Kunstradfahrer international. Die Solidarität ist ein eigenständiger Verband der gegenüber dem BDR als Anschlussverband fungiert. Wettbewerbe werden gemeinsam ausgerichtet. Jeder Verband kann seine Kader benennen in denen die vielversprechenden Sportler trainiert werden.

 

Die Kadersportler, die in den gemeinsamen Kaderlisten aus BDR- und Spoilidaritätssportlern gebildet werden, haben Vorteile bei der Qualifikation zu internationalen Wettbewerben. Sie haben einen geschützten Bereich in den kaderferne Sportler nur eindringen können, wenn sie in den Vorläufen zu den besten drei Sportlern gehören. Es ist nicht ausgeschlossen, kommt aber nur sehr selten vor.

 

Nun die Kaderliste der Solidarität:

Im Internet ist die Kaderliste des BDR veröffenlicht.

 

In Kurzfassung:

Unser 2er bestehend aus Alexander und Daniel Stark ist im B-Kader und kann mit etwas Glück an der einen oder anderen internationalen Veranstaltung wie Weltcup oder Europameisterschaft der Elite teilnehmen. Ferner haben sie auch die Möglichkeit Punkte für die Weltmeisterschaft zu sammeln.

 

Das Besondere ist ferner die Anerkennung von Daniel der parallel bei den Junioren im C-Kader ist und damit eine größere Chance hat sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Diese doppelte Nominierung hat es meines Wissens seit über 20 Jahren nicht mehr gegeben.

 

Wollen wir hoffen, dass er diesem Leistungsdruck standhalten kann.

 

Im Internet findet ihr die Kaderliste mit diesem LINK:https://www.rad-net.de/halle_1.htm


Milena Slupina tritt ab sofort vom Wettkampfsport zurück

Und hier nun abschließend ihre größten Erfolge. Im Detail ist es auch zu sehen im Kapitel "Sportliche Erfolge".

Wir bedanken uns für diese lange Sportkariere in unserem Verein.